21 Februar, 2003

Confessions of a Dangerous Mind



Confessions of a Dangerous Mind (2002)
R: George Clooney

Es gibt schon in der Schule Klassenunterschiede zwischen Männern: die die Frauen kriegen und welche, die immer nur den anderen beim Knutschen zukucken dürfen. Chuck Barris (Sam Rockwell) gehört zu Kategorie zwei. Doch was tun, um trotzdem die eine oder andere Frau zum Beischlaf zu überreden, wenn einem das nötige Gewinnerpotential fehlt? Barris beschließt Fernsehproduzent zu werden und beschert der Welt die „Dating Show“, die „Gong Show“ und andere Grundsäulen der amerikanischen Unterhaltungsindustrie. Penny (Drew Barrymore), die ihn kennenlernt, als er gerade schlechten Sex mit ihrer Mitbewohnerin hinter sich gebracht hat, hätte ihn auch als Mr. Niemand genommen und das erste Mal in seinem Leben gibt es so etwas wie Hoffnung auf eine ganz normale Liebe. Doch dann eröffnet ihm CIA Agent Jim Byrd (George Clooney), dass er genau in das Profil des amerikanischen Geheimdienstes passt – er sei der geborene Killer. George Clooney inszeniert in seinem Regiedebüt das Doppelleben der TV-Legende Barris als unterhaltsamen Balanceakt zwischen Drama und Komödie, welcher an einigen Stellen allerdings etwas zu sehr in Klischees abrutscht. So wähnt man die gezeigte Kneipe im „romantischen West-Berlin“ eher in Oberbayern und die heiße Liebeszene zwischen Barris und der geheimnisvollen Agentin (Julia Roberts) hat den Charme einer pubertären Jünglingsphantasie. Aber eigentlich passt dies ja auch wieder, denn Männer wie Chuck Barris haben jede Menge davon nachzuholen.