08 Oktober, 2003

Werner



Werner - Gekotzt Wird Spater (2003)
R: Hayo Freitag, Michael Schaack

Es ist schon zum Kotzen, da müsste man sich tatsächlich hinsetzen und ein richtiges Drehbuch schreiben, mit Handlung und so. Die Macher dieses Streifens haben jene Phase leichthalsig übersprungen und statt dessen Bölkstoff zugeführt und auf Werners alt bewährte Belustigungsutensilien gesetzt: Möpse, Schwänze, Kotze und viel viel Scheiße. Ansonsten sind Werner, Andi und Eckat wieder volles Rohr unterwegs und zwar nach Korsika in einem selbst umgebauten Monster von amerikanischem Straßenkreuzer. Unterwegs wird ständig um die Vorherrschaft geknobelt, denn jeder darf mal König sein und bestimmen wo es lang geht. Eckat will eigentlich immer nach Hause zu Meister Röhrich, den die drei im Stich gelassen haben und der tatsächlich mit der Sanierung von Frau Glörs Friesenhaus völlig überfordert ist. Doch Werner und Andi kippen dem Jammerer einfach tüchtig eins hinter die Binde und dann will auch Eckat wieder nicht mehr arbeiten. Schließlich muss „Könich“ Werner unbedingt ans Meer und „Flachköpper“ machen. Dann gibt es da noch Helmut und Bruno, die als Metapher für die Unfähigkeit der Bullerei herhalten müssen, schaffen sie es doch nicht dem rasenden Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Für eingefleischte Werner-Fans ist diese Version eines Roadmovies bestimmt wieder mal eine prima Gelegenheit für einen zotigen Herrenabend. Ansonsten wüsste man wohl niemanden, der sich diese platte Anstiftung zur Arbeitsbummelei mit all seinen Unappetitlichkeiten antun möchte: Hau wech die Scheiße!