<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469</id><updated>2011-12-15T04:16:49.620+01:00</updated><title type='text'>Filmbericht</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>63</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-113680393793730804</id><published>2005-12-13T11:42:00.000+01:00</published><updated>2006-01-09T20:51:26.906+01:00</updated><title type='text'>Molto goes Film</title><content type='html'>– ein Soundtrack für Lang´s Spione&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/907/1199/1600/spione.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/907/1199/320/spione.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Zeitlose Musik für einen zeitlosen Film“ wollten sie komponieren, so Bert Röhner, das „Spiel mit den Konventionen“ hätte dabei nicht im Vordergrund gestanden. Konvention heißt für Stummfilme improvisierte Pianomusik, die die Handlung untermalt, den Spannungsbogen anzeigt und dadurch den in Textboxen dargestellten Dialog emotional wiedergibt. Die Leipziger Band &lt;a href=http://moltomolto.info/&gt;„Molto“&lt;/a&gt; wollte aber die &lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0019415/&gt;„Spione“&lt;/a&gt; von Fritz Lang nicht nur einfach in einem Live-Akt neu interpretieren, sondern eine durchaus reproduzierbare Filmmusik schaffen. Dabei seien ihnen die Parallelitäten der Agentengeschichten zwischen Lang´s 326 und James Bond aufgefallen, sagt Röhner, der Keyboarder von Molto – „der klassische Kampf Gute gegen Böse“. Dies hätte sie zur einem Soundtrack inspiriert, der aus den 60ern sein könnte, jedoch auch Elemente aus der Jetztzeit enthält. &lt;br /&gt;&lt;a href=http://www.schaubuehne-lindenfels.de/&gt;Die Schaubühne Lindenfels&lt;/a&gt; – einer der wichtigsten Orte für Kultur jenseits des Mainstreams in Leipzig - hatte die Musiker eingeladen, dort einen Stummfilm musikalisch zu gestalten. Für die Auswahl des Filmes sei entscheidend gewesen, dass die „Spione“ seit kurzem in einer rekonstruierten Fassung vorlägen und außerdem nicht zu den absoluten Klassikern der Stummfilme zählen würde, die in regelmäßigen Abständen zu sehen seien. &lt;br /&gt;Über ein halbes Jahr hat Molto an den musikalischen Themen gefeilt, die die altbewährte Mischung von Jazz- und Elektro-Pop-Elementen der Band aufgreift und in zwölf Themen bündelt, die im Laufe des zweieinhalbstündigen Filmes variiert werden. „Faszinierend ist“, so Röhner, „wie leicht einem das Spielen auf die Länge des Films doch von der Hand geht“, muss doch während der Aufführung auch zwischen den Musikern alles stumm funktionieren. Wichtig ist den Musikern von Molto den Klassiker von Lang „heute zu verorten, ohne anmaßend zu wirken“.&lt;br /&gt;Ob der Band das Experiment gelingt, eine Filmmusik live aufzuführen, die in ihrer musikalischen Präsenz eine ganz andere Dominanz besitzt als eine einfache Klavierbegleitung, ohne sich über den Film zu stellen, darf das Publikum am 27. Januar im Lindenfels erleben. Letztendlich wird die Symbiose von Musik, Raum und Film jedoch eine völlig neue Wahrnehmung auf alle vertretenen Elemente werfen und sicherlich auch für eingefleischte Molto-Fans Horizonte weiten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-113680393793730804?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/113680393793730804/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=113680393793730804' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/113680393793730804'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/113680393793730804'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2005/12/molto-goes-film.html' title='Molto goes Film'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-113680273604096494</id><published>2005-12-09T11:25:00.000+01:00</published><updated>2006-01-09T21:07:43.606+01:00</updated><title type='text'>Lost and Found</title><content type='html'>Generation im Aufbruch&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/907/1199/1600/22_maedchen_truthahn2_gross.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/907/1199/320/22_maedchen_truthahn2_gross.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0454883/&gt;Lost and Found&lt;/a&gt; (D, BG, RO, BA, HU, YUG, EE, 2005)&lt;br /&gt;R: Nadejda Koseva, Cristian Mungiu, Jasmila Zbanic, Kornél Mundruczó, Stefan Arsenijevic, Mait Laas&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein „Omnibusfilm“ zum Thema „Generation“ war die Idee von Nikolaj Nikitin, dem künstlerischen Leiter des Projektes „Lost and Found“. Nikitin, der das Kölner Filmmagazin „Schnitt“ herausgibt und auch als Osteuropadeligierter auf der „Berlinale“ tätig ist, fiel auf, dass es gerade in Mittel- und Osteuropa „viele sehr kraftvolle Filmemacher“ gibt. Allerdings fehle es oft an der nötigen Infrastruktur und ausreichend finanziellen Mitteln, um Filme auf „handwerklich und technisch befriedigendem Niveau zu realisieren“. &lt;br /&gt;Das Filmprojekt wurde von relations – eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes - gemeinsam mit der Kölner Produktionsfirma &lt;a href=http://www.icon-film.de/&gt;Icon Film&lt;/a&gt; entwickelt.&lt;br /&gt;In fünf Workshops erarbeiteten &lt;a href=http://german.imdb.com/name/nm0467011/&gt;Nadejda Koseva&lt;/a&gt; (Bulgarien), &lt;a href=http://german.imdb.com/name/nm0612816/&gt;Cristian Mungiu&lt;/a&gt; (Rumänien), &lt;a href=http://german.imdb.com/name/nm1120092/&gt;Jasmila Zbanic&lt;/a&gt; (Bosnien-Herzegowina), &lt;a href=http://german.imdb.com/name/nm0610960/&gt;Kornél Mundruzcó&lt;/a&gt; (Ungarn), &lt;a href=http://german.imdb.com/name/nm1313590/&gt;Stefan Arsenijevic&lt;/a&gt; (Serbien / Montenegro) und &lt;a href=http://german.imdb.com/name/nm1001259/&gt;Mait Laas&lt;/a&gt; (Estland) ein Konzept, das die einzelnen Episoden verknüpfen sollte. Die Produktion fand in den jeweiligen Herkunftsländern mit einheimischen Produzenten statt, für die Postproduktion traf man sich wieder in Deutschland. &lt;br /&gt;Thematisch beziehen sich die Filme meist auf den Bruch zwischen den Generationen - ein universelles Moment – welches in den Ländern Osteuropas aber durch politische und gesellschaftliche Entwicklungen eine besondere Dimension innehat. Eine Problematik die gerade auch hierzulande ihre Zuschauer finden sollte, versuchen doch auch die Deutschen immer noch ihre neueste Geschichte aufzuarbeiten.&lt;br /&gt;So führen uns die jungen Filmemacher zu einer Hochzeitsgesellschaft in ein bulgarisches Dorf, lassen uns mit einem jungen Mädchen nebst ihrem Lieblingstruthahn nach Bukarest ans Krankenbett ihrer Mutter reisen und erleben wie eine alternde Fahrkartenverkäuferin ihre Straßenbahn entführt. Die Erzählsprache ist intensiv und eigenwillig anders als in vielen westeuropäischen Filmen, stützt sie sich doch eher auf eine starke emotionale Bildebene mit metaphorischen Elementen, als auf den Dialog. Einziger Wermuthstropfen ist der Versuch einer zwanghaften Verknüpfung der Filme durch den Animationsfilm Gene+Ratio aus Estland, die sich visuell und inhaltlich nicht nachvollziehen lässt. So (be)stehen die Filme jeder für sich – vielleicht auch ein Ausdruck für das Filmschaffen einer neuen Generation in Osteuropa.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-113680273604096494?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/113680273604096494/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=113680273604096494' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/113680273604096494'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/113680273604096494'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2005/12/lost-and-found.html' title='Lost and Found'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-113680027910689635</id><published>2005-11-11T10:48:00.000+01:00</published><updated>2006-01-09T21:25:03.770+01:00</updated><title type='text'>Terkel in Trouble</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/907/1199/1600/terkel.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/907/1199/320/terkel.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://imdb.com/title/tt0386820/&gt;Terkel in Trouble&lt;/a&gt; (Dänemark 2004)&lt;br /&gt;R:Stefan Fjeldmark, Kresten Vestbjerg Andersen, Thorbjørn Christoffersen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erfolgreichste dänische Familienfilm aller Zeiten, ausgezeichnet mit dem Oskar des gemütlichen, nordischen Landes, genannt &lt;a href=http://www.filmakademiet.dk/&gt;Robert&lt;/a&gt;,  sorgte vor allem wegen seiner politischen Inkorrektheit, einer niveaulosen Sprache, und seinem fehlenden Bildungsanspruch für Furore. &lt;br /&gt;In Dänemark aber hat bitterböser Realismus für Kinder Tradition. Kultcomedian &lt;a href=http://imdb.com/name/nm1272499/&gt;Anders Matthesen&lt;/a&gt;, der geistige Vater Terkels, schrieb einst dessen Erlebnisse im Schulalltag für eine, auch von Eltern, gern gehörte &lt;a href=http://www.dr.dk/barracuda/idiot/&gt;Radiosendung&lt;/a&gt; auf. Ein begeisterter Hörer, &lt;a href=http://imdb.com/name/nm0280745/&gt;Stefan Fjeldmark&lt;/a&gt;, erschuf nun die Trickfilmfiguren zu den Charakteren, die weder kindlich niedlich noch liebenswert sind, doch politisch inkorrekt hin oder her, dänische Stereotype mit viel Humor auf die Schippe nehmen und gesellschaftliche Realitäten gekonnt überspitzen. So gibt es eben auch im dänischen Sozialstaat Ecken, in denen Kinder wie Jason, Terkels bester Freund, wohnen. Der geht nicht ohne seine Eisenstange vor die Türe, weil man ja nie wisse, wozu man die mal gebrauchen könne. Auch werden durchaus Kinder auf Schulhöfen gemobbt und es fließt Blut, nicht nur in Horrorfilmen. Terkels Mutter ist eine kettenrauchende Hypochonderin, der Vater ein notorischer Nein-Sager, sein Onkel Stewart, ein Seemann und gewalttätiger Trunkenbold. Dieser bringt Terkel in größte Schwierigkeiten, weil er den beiden Dummköpfen Sten und Saki die Leviten etwas zu ausführlich liest. Gunnar, der schwule Klassenlehrer und Allesversteher empfiehlt Terkel die beiden zur Rede zu stellen. &lt;br /&gt;Dies passiert dann in einem der vielen Songs – in der deutschen Fassung von &lt;a href=http://www.bela-b.de/&gt;Bela B.&lt;/a&gt; interpretiert - die den Rhythmus des Filmes entscheidend mitgestalten. Ende vom Lied ist Terkels blutende Nase. Mit seinen ironischen Details und fast brutalen Wendungen bleibt der Überlebenskampf eines geborenen Verlierers bis zum Ende schockierend, aber vielleicht eher für die Eltern als für die Kinder – die gehen schließlich heutzutage zur Schule.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-113680027910689635?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/113680027910689635/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=113680027910689635' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/113680027910689635'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/113680027910689635'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2005/11/terkel-in-trouble.html' title='Terkel in Trouble'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-113680044368246825</id><published>2005-11-09T10:51:00.000+01:00</published><updated>2006-01-09T11:16:00.706+01:00</updated><title type='text'>Goldene Zeiten</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/907/1199/1600/GoldeneZeiten02.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/907/1199/320/GoldeneZeiten02.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://imdb.com/title/tt0418657/&gt;Goldene Zeiten&lt;/a&gt; Deutschland 2005&lt;br /&gt;R: Peter Thorwarth&lt;br /&gt;D: Wotan Wilke Möhring, Dirk Benedict, Wolf Roth, Alexandra Neldel u.a.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist nicht auszumachen ob man sich auf der sicheren Seite wähnen kann, wenn man diesen Film hinter sich hat. Die sichere Seite wäre vielleicht, den Vorstadtsiedlungen der Eltern, mit ihren soliden Autos, Flechtkränzen und gepolsterten Gartenmöbeln entkommen zu sein. Nicht wie Ingo (Wotan Wilke Möhring), genau dort wieder zu wohnen. Weil ein bisschen was schief lief mit der New Economy und es mit dem Eventmanagement nicht viel besser geht. Weil man irgendwann Anwärter war auf das, was man gehobenen Mittelstand nennt, der in Unna nicht viel anders stolz auf seinen neuen Golfclub ist, als in anderen großen bis mittleren Kreisstädten. &lt;br /&gt;Die Besetzung des grünen Rasens ist durchschnittlich: falsche Lippen (die Frau des Präsidenten), falsches Blond (der Vorstand), vieles teuer aber geschmacklos (goldene Wasserhähne),  Lederhautbräune (alle), Geld, das nicht wirklich da ist (die Pacht für den Platz ist nicht bezahlt) und Ingo - einer der wieder auf die Beine will. Er riskiert viel und engagiert für das Golfevent des Jahres nicht Douglas Burnett (Dirk Benedict) alias John Striker, einen drittklassigen Hollywoodstar, sondern seinen alten Bekannten Dieter, der ein Leben auf diese Rolle gewartet hat: es allen endlich mal zu zeigen. &lt;br /&gt;Der Rest der Geschichte ist Action und Unterhaltung und streckenweise etwas vorhersehbar – die Fernsehserie als Stilmittel. Was auf tragische Weise fesselnd bleibt, ist der fehlende intellektuelle Filter. Regisseur Peter Thorwarth zeigt keine schöngefilmte Melancholie, keine tiefgründige Verzweiflung. Man muss es aussitzen. Da ist das Sternchen aus der Vorabendserie, Alexandra Neldel, die das One-Hit-Wunder Melanie gibt, das nach ihrem glamourösen Auftritt im Playboy unsanft auf der ehemaligen Gartenbank ihrer geschiedenen Eltern landet. Ingo ist sie schon in der Schule aufgefallen und warum nicht mit ihr...? Was auch immer! Er wird irgendwann wieder mit dem Arsch an die Wand kommen und das zu denken zählt. Was soll auch groß noch kommen? You can run, but you can´t hide.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-113680044368246825?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/113680044368246825/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=113680044368246825' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/113680044368246825'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/113680044368246825'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2005/11/goldene-zeiten.html' title='Goldene Zeiten'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-112793922699771828</id><published>2005-09-28T22:24:00.000+02:00</published><updated>2005-10-05T00:39:15.356+02:00</updated><title type='text'>Dear Wendy</title><content type='html'>Ein Schuss geht nach hinten los&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/907/1199/1600/wendy.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/907/1199/400/wendy.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0342272/&gt;Dear Wendy&lt;/a&gt; (Dänemark/Deutschland/Frankreich/GB 2005)&lt;br /&gt;R: Thomas Vinterberg&lt;br /&gt;D: Jamie Bell, Bill Pullmann, Michael Angarano, Danso Gordon u.a.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebe Wendy, &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;es ist nicht zu bezweifeln, dass du eine zauberhafte kleine Handfeuerwaffe bist, gut in der Hand liegst und eigentlich ohne Mühe selbstständig dein Ziel triffst, nur ist dieses ein recht zweifelhaftes und es wäre besser gewesen, Herr von Trier hätte dich einfach in diesem verrammschten Lädchen, wo du rumlagst, verstauben lassen. Leider hat er dann doch einige feuchtfröhliche Jungsträume an dich verschwendet und eine seltsam metaphorisch aufgeladene Geschichte geschrieben, die jegliche politische Korrektheit über Bord schmeißt, dies aber auf so dümmliche Weise tut, dass man sich im Kinosessel vor Peinlichkeit windet. Man hofft und fiebert wirklich, dass diese Gruppe Looser – Bandenname „Dandies“ -  die er in einem Bergwerk ihre pazifistische Mantel-und Degenromantik mit Hilfe deiner Wenigkeit und anderer deiner Waffenbrüder und Schwestern ausleben lässt, doch noch irgendwann zu sich selbst findet – als Charaktere, als vorantreibende Kräfte dieses Filmes. Statt dessen bleibt es gleichbleibend langweilig. Schon die schwarze Kinderfrau deines Geliebten Dick (Jamie Bell) ist eine schlechte Kopie aus „Vom Winde verweht“ und deshalb vermutlich provokativ rassistisch in Szene gesetzt? Dann die sexistischen Schwärmereien des einzig weiblichen Mitglieds eures erlauchten Clubs, die von echten Männern monologisiert, sobald sie den hübschen schwarzen Hintern von Sebastian (Danso Gordon) sieht? Der ist ein Mörder und toller Schütze und deshalb potent? Nicht zu sprechen von dem unausweichlichen Showdown, der vermutlich eine sarkastische Anspielung auf ein weltberühmtes Spektakel, passiert an einer amerikanischen Highschool, sein soll? Oder nicht? Kannst du uns aufklären? Deine Schöpfer, die immer davon sprechen, dass sie ihre Kräfte bündeln, und somit mathematische Präzision (Trier) mit dem emotionalen Interesse am alltäglichen Leben (Vinteberg) verbinden wollten, lassen sich keine Kritik an irgendeiner Gesellschaft, oder der amerikanischen Gesellschaft im besonderen, nachsagen. Beide sind sie glücklich mit Coca Cola und Baseball im Fernsehen groß geworden, ließ Vinterberg verlauten. Und eigentlich ist Schießen eben auch was Tolles, so viel Macht in einer Hand. Gut, das das auch endlich mal jemand auf großer Leinwand thematisiert, denn in den verdammten Filmschulen sind ja Waffen im Bild nie zugelassen. Und auch keine Hunde, erzählt man sich. Kommt jetzt bald ein dänischer Kampfhundefilm ins Kino? Arbeitet Vinterberg seine unverarbeiteten Barrieren auf? Hat ihm Lars von Trier eine Gehirnwäsche verpasst? Bitte Wendy, schreibe bald, wir sind verzweifelt!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-112793922699771828?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/112793922699771828/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=112793922699771828' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/112793922699771828'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/112793922699771828'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2005/09/dear-wendy.html' title='Dear Wendy'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-112793903466459601</id><published>2005-09-02T22:19:00.000+02:00</published><updated>2005-10-05T00:58:52.360+02:00</updated><title type='text'>Gespenster</title><content type='html'>&lt;img src=http://img84.imageshack.us/img84/143/gespenster24nb.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0419773/&gt;Gespenster&lt;/a&gt; (Deutschland/Frankreich 2005)&lt;br /&gt;R: Christian Petzold&lt;br /&gt;D: Julia Hummer, Sabine Timoteo, Marianne Basler u.a.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie läuft herum mit geducktem Blick im übergroßen T-Shirt, schlurfend und die Hände tief in den Hosentaschen: Nina, lebt in einem Heim, Herkunft unbekannt, gerade soll sie im Trupp die Grünanlagen im Park sauber halten. Dort trifft sie auf Toni, eine Soldatin mit aufforderndem Blick und festem Schritt. Die beiden werden sich zusammentun und wieder verlieren. Denn was Nina nie gerlernt hat, kann Toni: auf sich selbst achten, andere nutzen und verlassen. &lt;br /&gt;Die Figuren werden von Christian Petzold mit dem Seziermesser präzise aus einem erklärenden Kontext herausgeschnitten. Es gibt keine Information zu viel und auch kein Mitleid, nicht mal in Form von weichen, beschönigenden Bildern. Hans Fromms Kamerasprache ist klar, zurückgenommen und verstärkt damit Petzolds bis ins letzte Detail durchdachte Operation. Die erzählerischen Lücken müssen sich im Kopf des Zuschauers füllen, zur Not mit unserer eigenen gespenstischen Leere. &lt;br /&gt;Nina stößt irgendwann auf Francoise. Sie ist Französin und seit Jahren auf der Suche nach ihrer entführten Tochter. Auch in Nina glaubt sie diese wiederzuerkennen. Doch bald wissen beide wieder, dass es nichts mehr zu finden gibt – zurück auf Anfang und Francoises Mann, unterwegs auf Berliner Straßen, hört Bachkantaten. Das ist Pathos pur aber der Film kann ihn sich leisten. Petzold erzählt, dass er Andersens Märchen gelesen hat, während er das Drehbuch schrieb und in den Geschichten des berühmten Dänen findet sich kein Erbarmen. Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen wird nicht in die warme Stube eingelassen, die roten Schuhe mit der Axt von den tanzenden Beinen geschlagen und auch Nina geht zum Schluss aus dem Film ohne Aussicht auf ein Ende-gut-alles-gut.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-112793903466459601?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/112793903466459601/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=112793903466459601' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/112793903466459601'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/112793903466459601'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2005/09/gespenster.html' title='Gespenster'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111843712733728513</id><published>2005-06-10T22:57:00.000+02:00</published><updated>2005-06-16T11:49:36.050+02:00</updated><title type='text'>Die Höhle des gelben Hundes</title><content type='html'>Wundersame Weisheiten aus der mongolischen Steppe&lt;br /&gt;&lt;img src="http://img296.echo.cx/img296/5790/gelbehund3206kh.jpg"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://german.imdb.com/title/tt0432325/"&gt;Die Höhle des gelben Hundes&lt;/a&gt; (Deutschland 2005)&lt;br /&gt;R: Byambasuren Davaa&lt;br /&gt;D: Nansal Batchuluun, Urjindorj Batchuluun u.a. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„So oft, wie ein Reiskorn auf einer Nadelspitze liegen bleibt, so wahrscheinlich ist es, als Mensch wiedergeboren zu werden“ erzählt die alte Frau der sechsjährigen Nansa. Und fast genauso oft kommt es vor, dass ein ethnographisch inspirierter Film ohne erklärendes Beiwerk auskommt und sich völlig auf die Kraft seiner Protagonisten verlässt. Dabei ist diese Geschichte einer Nomadenfamilie, welche die Regisseurin Byambasuren Davaa &lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0373861/&gt;(Die Geschichte vom weinenden Kamel)&lt;/a&gt; wieder in ihre mongolische Heimat führt nicht im eigentlichen Sinne dokumentarisch, sondern vielmehr durch eine Erzählung von Gantuya Lhagva und den Anekdoten ihrer eigenen Großmutter beeinflusst. Doch bezeichnenderweise kümmert sich die Filmemacherin nicht um müßige Theoriedebatten. Sie zeigt mit sicherem Gespür für den Augenblick das Leben der Familie Batchuluun – Käsemachen, Kochen, das Abbauen einer Jurte – und verbindet dies mit der sagenhaften Geschichte des „gelben“ Hundes Zochor, den Nansa in einer Höhle findet und dabei ihr Kinderherz verliert. Dabei gelingt es Davaa den Einbruch einer neuen Zeit, die auch vor den Steppenbewohnern in der Mongolei nicht halt macht, zu thematisieren ohne aufdringlich zu werten. Die Problematik wird trotzdem deutlich: So ziehen immer mehr Menschen in die Städte weil sie sich dort ein materiell gesichertes Leben erhoffen und lassen dabei ihre Hunde zurück, die sich zum Leid der verbliebenen Hirten mit den Wölfen paaren und deren Vieh reißen. Auf der anderen Seite bietet die Stadt den Kindern Bildung und somit Wissen über die Grenzen ihrer Abstammung hinaus. Nansa geht auch in der Stadt zur Schule und ist für lange Zeit von ihrer Familie getrennt, trotzdem kann sie perfekt reiten, weiß wie man getrockneten Dung für das Feuer sammelt und bekommt die Rituale und Weisheiten ihrer Ahnen vermittelt – sie steht also für eine Generation, die Tradition und Umschwung gleichermaßen lebt.&lt;br /&gt;Weil ein Reiskorn mit großer Wahrscheinlichkeit nicht auf einer Nadelspitze liegen bleibt, ist ein Menschenleben so wertvoll, ist die einfache Botschaft der alten Frau. Genau diese schlichten Wahrheiten sind es, die diesen Film und seine Menschen so ganz bei sich lassen und dabei mitten ins Herz gehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111843712733728513?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111843712733728513/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111843712733728513' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111843712733728513'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111843712733728513'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2005/06/die-hhle-des-gelben-hundes.html' title='Die Höhle des gelben Hundes'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111843693718579851</id><published>2005-06-10T22:52:00.000+02:00</published><updated>2005-06-13T13:45:26.056+02:00</updated><title type='text'>Kukushka</title><content type='html'>Krieg und Liebe&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img93.echo.cx/img93/8949/kukushka6kl.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://german.imdb.com/title/tt0308476/"&gt;Kukushka&lt;/a&gt; (Russland/Finnland 2002)&lt;br /&gt;R: Aleksandr Rogoshkin&lt;br /&gt;D: Anni-Kristiina Juuso, Viktor Brychtov, Ville Haapasalo&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kukushka, der Kuckuck, ist ein fabelhafter Film in gleich mehreren Bedeutungsebenen, der zum Glück nun auch seinen Weg in deutsche Kinos gefunden hat: zunächst war ein „Kuckuck“ für die Finnen in der Zeit des 2. Weltkrieges ein verurteilter Scharfschütze. Veiko (Ville Haapasalo) ist einer von ihnen. Da die Finnen auf deutscher Seite kämpfen, wird er als überzeugter Kriegsverweigerer zum Verräter. In einer deutschen Uniform, gut sichtbar für die russischen Kampfflieger, prometheusgleich an einen Felsen geschmiedet, soll er sterben, doch mit Klugheit und der Kraft des Feuers kann er sich retten. &lt;br /&gt;Kukushka ist aber auch der Geburtsname der jungen Lappin Anni (Anni-Kristiina Juuso), die seit ihr Mann in den Krieg eingezogen wurde, ihren kleinen Hof nebst Rentieren selbst versorgen muss. Bei einem ihrer Spaziergänge findet sie die Leichen von russischen Soldaten, die sie begräbt. Doch einer von ihnen atmet noch. Anni schleppt den schwer verwundeten Ivan (Viktor Brychtov) in ihre Hütte und pflegt ihn mit einer Mischung aus Rentierblut und Milch gesund. &lt;br /&gt;Als Veiko mit den Resten seiner verräterischen Fußfessel auf dem Hof erscheint, ist die Besetzung des von Aleksandr Rokoshkins lehrreich inszenierten Verwirrspiels komplett. Nicht nur, dass sich Russland und Finnland noch im Krieg befinden - Ivan hält Veiko wegen dessen deutscher Uniform sowieso für einen feindlichen Faschisten – sondern Anni, die vier Jahre lang keinen Mann gesehen hat, ist mit so viel männlicher Präsenz völlig überfordert. Allerdings stoßen ihre erotischen Phantasien auf zunächst nicht verstehende Ohren – alle drei reden und philosophieren aneinander vorbei, was das gemeinsame Alltagsleben schwierig gestaltet. &lt;br /&gt;Doch der Ort des Friedens, den Annis Hof und in gewisser Weise auch ihre kindlich-naive Seele verkörpern, hilft den beiden kriegsmüden Männern auch ohne viel Worte wieder zu sich selbst zu finden. „Kukushka“ steht somit für Krieg und Versöhnung in einem.&lt;br /&gt;Das eigentlich „Fabelhafte“ an der moralischen Geschichte ist jedoch die unangestrengte Natürlichkeit mit der sie zwischen mystischer Metapher und amüsanter Dreiecksgeschichte balanciert. Zu danken ist dies dreier hervorragender Darsteller, aber auch der spröden Schönheit der lappländischen Landschaft.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111843693718579851?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111843693718579851/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111843693718579851' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111843693718579851'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111843693718579851'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2005/06/kukushka.html' title='Kukushka'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111843868539133361</id><published>2005-05-11T23:22:00.000+02:00</published><updated>2005-06-13T14:57:37.726+02:00</updated><title type='text'>Tony Takitani</title><content type='html'>Murakami light&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img142.echo.cx/img142/7137/tt4id.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0420260/&gt;Tony Takitani&lt;/a&gt; (Japan, 2004)&lt;br /&gt;Regie: Jun Ichikawa&lt;br /&gt;Darsteller: Issey Ogata, Rie Miyazawa&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Haruki Murakamis Erzählungen sind kleine Meisterstücke im Nicht-Erzählen. Seine Personen kommen und gehen, verschwinden in Brunnen, verlieren sich in anderen Geschichten, reden mit Katzen und haben eine fast durchscheinende Aura. Das hat ihn auch hierzulande zum Star gemacht und selbst wenn man nicht weiß, ob die Übersetzung seiner Bücher wirklich die Stimmung wiedergibt, die er erzeugen wollte, so hat doch jeder beim Lesen seine eigenen Bilder und Farben im Kopf. „Tony Takitani“ ist nach seiner gleichnamigen Erzählung entstanden, findet jedoch nur schwer in den Rhythmus, den man sich von einer Murakami-Adaption erhofft. Das Geheimnis scheint zu fehlen, der doppelte Boden, das Versteck. &lt;br /&gt;Tony Takitani ist einsam schon von Kindheit an und weiß es nicht bis zu dem Moment als die elegant gekleidete Eiko sein Büro betritt. Er verliebt sich in sie, weil sie sich so gut anzuziehen weiß. Sie heiratet ihn. Er ist nicht mehr einsam. Sie gibt Unmengen Geld für Kleidung aus, was ihn sehr bedrückt. Die Pointe an dieser Stelle zu verraten wäre unfair. Aber viel mehr geschieht nicht und das könnte wunderbar sein, wenn trotzdem etwas passieren würde, wenn man Nuancen nachspüren könnte, alles im Fluss bliebe, in dem man sich in nichtstrukturierten Erzählstrukturen treiben ließe, sich verlöre und dann wieder auftauchte wie aus einem Traum. Jun Ichikawa hingegen zeigt in schönen Bildern nur eine traurige Leere, die durch wenig irritierendes Nebengeräusch gestört wird. Vielleicht jedoch hat die Autorin dieser Zeilen einfach zuviel Murakami gelesen und muss deshalb als befangen gelten, weil zu viele Bilder im Kopf – aber manche Geschichten entwickeln eben ein Eigenleben in der Seele, über die Buchseiten, die Bühne, den Abspann hinaus. Hier bleibt nur bedrückendes Schweigen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111843868539133361?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111843868539133361/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111843868539133361' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111843868539133361'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111843868539133361'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2005/05/tony-takitani.html' title='Tony Takitani'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111843838101463896</id><published>2005-05-11T23:16:00.000+02:00</published><updated>2005-06-13T13:39:56.216+02:00</updated><title type='text'>Am Tag als Bobby Ewing Starb</title><content type='html'>„Zusammen“ in Schleswig-Holstein&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img240.echo.cx/img240/5359/bobby9en.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0442903/&gt;Am Tag als Bobby Ewing starb&lt;/a&gt; (Deutschland, 2005)&lt;br /&gt;R: Lars Jessen&lt;br /&gt;D: Gabriela Maria Schmeide, Peter Lohmeyer, Franz Dinda, Richy Müller, Nina Petri u.a.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hanne ist von ihrem Mann über den Tisch gezogen worden. Nach seiner Firmenpleite ist ihre gesamte Existenz den Bach hinunter. Mit ihrem Sohn Niels und ein paar Koffer voll Sachen, die im alten Mini Platz finden, flieht sie aufs Land in die Hippiekommune ihres alten Bekannten Peter. Zur Begrüßung bekommen die beiden gleich die ganze Bewohnerschaft nackt zu sehen und auch sonst lässt Regisseur Lars Jessen die „Hippies“ all das machen, was man historisch gesehen von ihnen erwartet: sie bauen Windräder, essen Grünkernbratlinge, räumen ihr Geschirr nicht vom Tisch und fahren in alten klapprigen Bussen auf Sitzblockaden, um gegen den Bau von Atomkraftwerken zu demonstrieren. Von einem überraschenden „Bruch“ in den handelnden Personen kann also nicht gesprochen werden. Peter steht für den immer noch träumenden Weltverbesserer, Eckhard für den enttäuschten Revoluzzer, der früher mal richtig was auf die Beine gestellt hat gegen das System und Hanne verkörpert den Typus all derer, die es einfach nur wirklich schön finden auf dem Lande zu leben und Schafe zu scheren. Nur Niels kommt zwischen die Mühlen des schon etwas überholten Getriebes. Schuld daran ist die Liebe – die zu seiner Mutter und die zu Martina, Tochter des konservativen Bürgermeisters. Und dann passiert auch noch das Reaktorunglück in Tschernobyl.&lt;br /&gt;Unterhaltsam und unaufdringlich inszeniert Jessen den vieldiskutierten Generationenkonflikt, fast wie eine nebenbei gefilmte Momentaufnahme aus einer Zeit, die einfach das war was sie war. Er wertet nicht und lässt seine Figuren ganz sehr bei sich, was vor allem Gabriela Maria Schmeide als Hanne und Peter Lohmeyer als Peter eine glaubhafte Natürlichkeit verleiht. Man nimmt ihm seinen Ärger ab, wenn er schnoddrig über die imperialistische Serie Dallas herzieht, an dem Tag als Bobby Ewing stirbt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111843838101463896?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111843838101463896/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111843838101463896' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111843838101463896'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111843838101463896'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2005/05/am-tag-als-bobby-ewing-starb.html' title='Am Tag als Bobby Ewing Starb'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111843728915419076</id><published>2005-05-11T23:00:00.000+02:00</published><updated>2005-06-13T14:58:18.153+02:00</updated><title type='text'>Sahara</title><content type='html'>Sand im Getriebe&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img240.echo.cx/img240/3498/sahara3ri.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0318649/&gt;Sahara&lt;/a&gt; (USA, 2005)&lt;br /&gt;R: Breck Eisner&lt;br /&gt;D: Penélope Cruz, Matthew McConaughey, Steve Zahn&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollte man diesen Film schonen, sanft eine Sandböe über seine Plattitüten wehen lassen und milde lächeln? So wie Penélope, wenn Matthew McConaughey alias Dirk Pitt ihr zum wiederholten Male den hübschen Hintern rettet? Nun, Frau Cruz gibt diesmal die engagierte, politisch korrekte Ärztin Eva Rojas, die im Auftrag der WHO in Lagos und Mali armen schwarzen Menschen (nicht ganz so politisch korrekt gelungen) dringend helfen will einer Seuche zu entkommen, aber die bösen Mächte, wieder in Gestalt von schwarzen Männern (noch weniger politisch korrekt) und einem schleimigen Franzosen sind gegen sie. Zum Glück befindet sich jedoch das Spaßteam vom Dienst mit im Lande, die beiden Draufgänger Dirk Pitt nebst brüderlichen Compagnion (Steve Zahn), welche hauptberuflich eigentlich nach versunkenen Schätzen tauchen, sich nebenbei aber auch prima mit Nahkampf, Sprengungen sowie dem Gebrauch sämtlicher Waffensorten auskennen. Und das Beste: sie sehen auch am Rande des Todes immer noch klasse aus. &lt;br /&gt;So gegen Minute 40 gewöhnt sich dann auch der kritischste Blick an den ganzen Weltrettungsklamauk und man beginnt Spaß daran zu haben, mit den Jungs durch die Wüste zu brausen, fiebert mit beim Bombenentschärfen und freut sich, wenn das geballte Gute am Ende wie immer obsiegt. Und eins muss man Regisseur Breck Eisner lassen: da er Penelope über weite Strecken alleine vor sich hinwurschteln lässt, stört sie auch nicht zu oft die Sicht auf gut trainierte Bauchmuskeln in gefährlichen Situationen und man kann ihre Auftritte – immer mit den obligatorischen Dreckspuren, die ihr hartes Los symbolisieren aber selbstverständlich ihre Schönheit nicht beeinträchtigen- besser verkraften. &lt;br /&gt;Fazit: Das Wüstenspektakel wird sie wie weichgespült in einen lauen Sommerabend entlassen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111843728915419076?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111843728915419076/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111843728915419076' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111843728915419076'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111843728915419076'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2005/05/sahara.html' title='Sahara'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111857589290650142</id><published>2005-05-11T13:30:00.000+02:00</published><updated>2005-06-13T13:25:57.993+02:00</updated><title type='text'>Der Untergang</title><content type='html'>Entmystifizierung des Teufels&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img250.echo.cx/img250/5075/untergang2bn.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0363163/&gt;Der Untergang&lt;/a&gt; (Deutschland 2004)&lt;br /&gt;R: Oliver Hirschbiegel&lt;br /&gt;D: Bruno Ganz, Alexandra Maria Lara u.a.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Untergang Deutschlands war total. Eine Niederlage militärischer und moralischer Natur ohne Wenn und Aber. Hitler selbst war der Choreograph hinter den Ereignissen. Sein Abgang von der Weltbühne sollte nach seinem Willen auch gleichzeitig den Niedergang des deutschen Volkes bedeuten. Darüber einen stimmigen Film zu machen ist eine Herausforderung, birgt das Gengre Spielfilm doch auch immer den Faktor Unterhaltung in sich. Scheint es dann in diesem Fall zwar halbwegs angemessen, dass man die tragischen Facetten der letzten Tage vor dem Fall Berlins mit den unzähligen zivilen Opfern thematisiert, kommt die Inszenierung der Täter dagegen einem Tabubruch gleich. Dass es nun auch noch ein deutscher Drehstab unter der Produktion von Bernd Eichinger unternahm, der ureigensten Vergangenheit Gesichter zu leihen wird wohl von manchem kritischen Betrachter als Anmaßung gesehen werden: Dürfen die Deutschen sich interpretativ mit Hitler auseinandersetzen, dürfen sie im Kino sitzen und darüber lachen, wenn dieser kleine, schnauzbärtige Mann – beeindruckend gespielt von Bruno Ganz - einen seiner berüchtigten cholerischen Anfälle bekommt? Ja, darf man DEM Täter an sich eine Plattform einräumen, darf er menschlich greifbar, gar nachvollziehbar werden? Diese Fragen sind es, die Oliver Hirschbiegels Film interessant machen, wird doch der Kinobesucher gezwungen sich von teils dogmatischem Geschichtsunterricht zu befreien, nebst den unsäglichen Guido-Knopp-Dokus mit ihrer geglätteten Wahrheitsverkündung. Zwar ist auch dieser Film nicht frei von Betroffenheitsklischees, herzerweichender Musik an den richtigen Stellen und dadurch letztendlich in seiner Aussage nicht konsequent, versucht er dem detailliert inszenierten Mikrokosmos des Führerbunkers meist allzu standardisierte Bilder von „Draußen“ entgegenzusetzen. Trotzdem bringt er das in Gang was eigentlich wichtig ist: Auseinandersetzung mit der Faszination von Macht. Und an dem Mythos Hitler und seiner Entmystifizierung kommt man dabei nicht vorbei.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111857589290650142?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111857589290650142/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111857589290650142' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111857589290650142'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111857589290650142'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2005/05/der-untergang.html' title='Der Untergang'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858694313738223</id><published>2005-03-10T16:34:00.000+01:00</published><updated>2005-06-13T13:23:07.436+02:00</updated><title type='text'>Olga Benario</title><content type='html'>Ein Leben für die Revolution&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img162.echo.cx/img162/9463/olga3je.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0410397/&gt;Olga Benario&lt;/a&gt; (2004)&lt;br /&gt;R: Galip Iyitanir&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie war ungestüm, mutig und fordernd - dass was man eine starke Frau nennt: Olga Benario. Geboren 1908 in München führte man sie schon in den Polizeiakten der Weimarer Republik als „Kommunistische Agitatorin“. Mit 17 Jahren zieht Olga nach Berlin-Neuköln und engagiert sich dort im Kommunistischen Jugendverband. Hier ist sie auch endlich an der Seite ihrer ersten großen Liebe Otto Braun, den sie später zusammen mit anderen Genossen aus der Untersuchungshaft befreit. Seither lebt sie auf der Flucht, zunächst in der Sowjetunion, dann auch in Frankreich, Großbritannien und Brasilien, wo sie für die internationale Arbeiterbewegung den antifaschistischen Widerstand vorbereitet. &lt;br /&gt;All diesen Lebensstationen folgt der Regisseur chronologisch. Ein allwissender Erzähler führt uns auf Olgas Lebenspfade, hin und wieder werden besonders dramatische Ereignisse mit nachgestellten Spielszenen dargestellt. Dies ist konventioneller Fernsehdokumentarismus produziert mit höherem Budget. Doch nicht mal dem Anspruch, einen wenig überraschenden aber zusammenfassenden Blick ins Geschichtsbuch zu werfen wird dieser Film gerecht, geschweige denn der Persönlichkeit einer Olga Benario. Dramaturgisch inkonsequent und sich einer lieblosen Bildsprache bedienend, bleibt der Film eine ehrliche Annäherung an den Menschen Benario schuldig. Nur selten scheint etwas Textur durch, zum Beispiel wenn ihre Briefe zitiert werden – hier spürt man, dass diese Frau keine Intellektuelle war, eher eine Getriebene, die ihrem Bauchgefühl folgte – in der Liebe wie in der Politik. Die Filmemacher haben sich leider nicht von ihren Emotionen leiten lassen, sondern die Geschichte einer Widerstandskämpferin von der Stange abgeliefert und damit die Chance, einen Film zu machen, der Fragen aufwirft, verschenkt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858694313738223?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858694313738223/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858694313738223' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858694313738223'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858694313738223'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2005/03/olga-benario.html' title='Olga Benario'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858655365863399</id><published>2005-02-11T16:27:00.000+01:00</published><updated>2005-06-13T13:20:27.516+02:00</updated><title type='text'>Invisible</title><content type='html'>&lt;b&gt;Illegal in Europa&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img162.echo.cx/img162/4949/09m7bj.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Invisible (Deutschland 2004)&lt;br /&gt;R: Andreas Voigt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Illegales Leben – eine Vorstellung mag man davon haben, vielleicht eine Ahnung, was es bedeutet, seinem Ziel bis auf 25 Kilometer nahe gekommen zu sein, es aber dann unmöglich erreichen zu können. Begreifen wohl nie ganz.&lt;br /&gt;Es sei denn man bindet zwei Plastikkanister aneinander und versucht das Mittelmeer zu überqueren, wie Oumar aus Guinea-Bissau, der in einem Flüchltlingscamp der spanischen Enklave Ceuta in Nordafrika auf die nächste Gelegenheit wartet, auf den Kontinent seiner Träume zu gelangen: Europa.&lt;br /&gt;Der Filmemacher Andreas Voigt hat versucht ein möglichst vielschichtiges Bild von fünf unsichtbaren Leben mitten unter uns zu zeichnen: er bekleidet Malika und ihre Familie bei ihrem Start in ein neues Leben. Sie kommen ursprünglich aus Tschetschenien und versuchen nach ihrer schwierigen Flucht nach Polen dort eine Imbissstube aufzubauen. Auch die transsexuelle Edita schlägt sich von Woche zu Woche in Paris durch - eigentlich von Freier zu Freier, an unendliche Liebe hat sie aufgehört zu glauben. Price wartet derweil in einem holländischen Gefängnis auf seine Abschiebung nach Nigeria und irgendwo in Dresden versteckt sich Zakari vor den deutschen Behörden. Er war vor zehn Jahren aus der algerischen Armee dissertiert und hofft entweder doch noch auf eine Aufenthaltserlaubnis oder einen Regierungswechsel in der Heimat. &lt;br /&gt;Bewegend gemeinte Momente gibt es viele unter Voigts Beobachtungen, jedoch bleiben diese seltsam ohne Tiefe. Die Kamera verweilt leider nie lange genug oder im falschen Moment, um die Menschen davor wirklich als Menschen und nicht nur als Flüchtlingsschicksale wahrzunehmen. Dies liegt vor allem daran, dass eigentlich jede einzelne Lebensgeschichte einen ganzen Film wert gewesen wäre und die sprunghaften Ortswechsel den Zuschauer daran hindern, sich auf die unterschiedlichen Stimmungen und Schwingungen der Protagonisten gänzlich einlassen zu können.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858655365863399?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858655365863399/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858655365863399' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858655365863399'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858655365863399'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2005/02/invisible.html' title='Invisible'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858740801605981</id><published>2005-01-09T16:42:00.000+01:00</published><updated>2005-06-13T13:14:20.163+02:00</updated><title type='text'>Sex in Brno</title><content type='html'>Wie verliert man seine Unschuld?&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img205.echo.cx/img205/159/nudavbrne21ig.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0342844/&gt;Sex in Brno&lt;/a&gt; (Tschechien 2003)&lt;br /&gt;R: Vladimír Moravék&lt;br /&gt;D: Katerina Holanova, Jan Budar u.a.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Nacht, ja heute Nacht wird es passieren. Standa sitzt im Bus nach Brno um zu seiner Olinka zu kommen. Die beiden haben sich während einer Sportveranstaltung kennengelernt und wechseln seitdem täglich Briefe. Er ist hochnervös und unsicher, denn die Tatsache, dass er die Nacht bei Olinka im Bett verbringen soll, macht ihn wenig glücklich. Man muss wissen, Standa ist ein bisschen ein Trottel, auch wenn sein Bruder versucht Zuversicht zu verbreiten und mit ihm und den guten alten Milchhörnchen das perfekte Anbringen eines Kondomes lange geübt hat. Die Olinka ist nicht trottelig, hat jedoch große Zähne und eine Glucke als Mutter, die erst einmal außer Gefecht gesetzt werden muss, will der Beischlaf auch wirklich vollzogen werden. Doch zum Glück hat die halbe Nachbarschaft nur eines im Sinn: dem jungen Paar die Unschuld zu nehmen. Also werden Schnittchen geschmiert, Schnitzel gebrutzelt und Herzchen geklebt was das Zeug hält.&lt;br /&gt;Vladimír Morávek bedient sich in seinem Debut aller Elemente einer schwarzen Komödie. Der sympatische, tschechische Humor, welcher immer haarscharf am Klamauk vorbeischrammt, sowie liebenswerte Charaktere machen den Film zu einem befreiend heiteren Erlebnis. Zwar gibt es auch in Brno tragische Gestalten, unglückliche Beziehungen und am Ende einen Toten, aber Standas und Olinkas zarte Liebesbande überstrahlen mit ihrer Naivität und Unschuld allen Herzschmerz dieser Welt. Gedreht wurde auf Schwarz-Weiß-Filmmaterial und mit spärlicher Kulisse, was in gewissen Momenten an den großen Aki Kaurismäki denken lässt, nur die endlos langen Pausen im Dialog und der viele Wodka fehlen eben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858740801605981?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858740801605981/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858740801605981' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858740801605981'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858740801605981'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2005/01/sex-in-brno.html' title='Sex in Brno'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858684048502929</id><published>2005-01-09T16:32:00.000+01:00</published><updated>2005-06-13T13:07:43.996+02:00</updated><title type='text'>Eine große Liebe</title><content type='html'>Mathilde&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img144.echo.cx/img144/6982/unlongdimanche4rj.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0344510/&gt;Eine große Liebe&lt;/a&gt; (Frankreich 2004)&lt;br /&gt;R: Jean-Pierre Jeunet&lt;br /&gt;D: Audrey Tautou, Caspar Ulliel u.a.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jean-Pierre Jeunet hat Audrey Tautou ihre Rolle in seinem diesmal sehr traurigen aber doch märchenhaften Film wieder einmal auf den Leib geschrieben. Mathilde ist wie einst Amélie Poulain eine scheue aber energische Außenseiterin, die an die große, unsterbliche Liebe und das Schicksal glaubt. Auch diesmal muss sie erst unzählige kleine Puzzelteile zusammensetzen um den Mann ihres Herzens (wieder)- zu begegnen. Manech (Caspar Ulliel), ein verträumter, zarter Bursche hatte wie vier andere Leidensgenossen die Grausamkeiten des 1. Weltkrieges seelisch nicht verkraftet und sich selbst verstümmelt um nicht mehr gegen den Feind ziehen zu müssen. Das Kriegsgericht hatte ihn dafür zum Tode verurteilt. Zusammen mit den vier Kameraden wurde er über den Schützengraben zwischen die feindlichen Fronten geworfen. Alle, außer Mathilde, sind sich sicher, dass keiner der fünf überlebt hat. &lt;br /&gt;Jeunet erzählt mit gewohnt starken, farbintensiven Bildern und gespickt mit vielen Anekdoten eine spannende Detektivgeschichte, ein Antikriegsmärchen und eine romantische Liebesgeschichte zugleich. Zwar verwirrrt er den Zuschauer manchmal erzähltechnisch ein wenig mit den fünf nebeneinanderstehenden Schicksalen der verurteilten Soldaten, trotzdem zieht die Handlung in den Bann. &lt;br /&gt;In der Schauspielerriege lassen sich neben Tautou auch andere bekannte Gesichter aus früheren Jeunet-Filmen wiederfinden, was den Eindruck des Zuschauers verstärkt, sich ganz in der bekannten Welt des französischen Regisseurs einrichten zu können – Fans seines unverkennbaren Stils werden ihn dafür lieben, wer auf eine Überraschung gehofft hatte, wird enttäuscht werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858684048502929?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858684048502929/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858684048502929' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858684048502929'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858684048502929'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2005/01/eine-groe-liebe.html' title='Eine große Liebe'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858643309227319</id><published>2005-01-09T16:23:00.000+01:00</published><updated>2005-06-13T12:57:33.876+02:00</updated><title type='text'>Helbra</title><content type='html'>Die andere Heimat&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img295.echo.cx/img295/9216/helbra8in.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Helbra (Deutschland 2003)&lt;br /&gt;R: Mario Schneider&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von 1986 bis 1989, ein Jahr vor der Schließung der Kupferhütte in Helbra arbeitete Mario Schneider selbst unter Tage – Berufsausbildung mit Abitur wie es im Osten üblich war. Mit einer Hommage an diese Hütte beginnt auch sein gleichnamiger Film „Helbra“: Videosequenzen, aufgenommen von den Bergleuten selbst, beim Fall ihres Schornsteins. Der Bergbau hat die Region am Ostrand des Harzes über 800 Jahre lang geprägt, weiß der Regisseur: „Es war immer laut mit den Maschinen und unter Tage, deshalb musste man schreien, um sich zu verständigen“. Der typische Mansfelder sei deshalb auch laut und geradlinig aber immer ehrlich dabei. Auch wenn Schneider wegging um zunächst Metallurgie zu studieren, dann seine Leidenschaft für die Musik entdeckte – er studierte Klavier und Komposition an der Leipziger Musikhochschule – und schließlich in München landete, wo er Filmkomposition studierte, die schlichte Tatsache, dass er auch mal einer von ihnen war, hat ihm die Türen geöffnet, als er für seinen ersten langen Dokumentarfilm in die Heimat zurückkehrte. &lt;br /&gt;Aber was heißt eigentlich seinen Film? Eigentlich ist es ja die Geschichte dreier junger Männer, Mathias, Michael und Markus die trotz oder gerade wegen der gleichförmigen dörflichen Idylle in Helbra nach der Wende Drogen für sich entdeckten. Das Mansfelder Land hat mittlerweile die zweithöchste Arbeitslosenquote in Deutschland. Gleich um die Ecke, in Halle, gab es alles was die Jungs brauchten, um ihre Perspektivlosigkeit und ihre Langeweile zu vertreiben, auch Heroin. &lt;br /&gt;Mario Schneider hat versucht behutsam mit den anvertrauten Geschichten der Jungen und ihrer Familien umzugehen und nichts unnötig zu inszenieren oder zu pauschalisieren, „schließlich habe man ja auch eine Verantwortung für seine Protagonisten“, sagt der Regisseur. &lt;br /&gt;Ein ungewöhnlicher Heimatfilm ist dabei herausgekommen, doch die Helbraer haben ihn „fast überschwenglich“ aufgenommen, wie der Filmemacher erzählt. Damit hatte er nicht gerechnet. Der Film ist also nun ein Film aller Helbraer und Mario Fischer will weiter auf die Suche nach Geschichten in Halle und Umgebung gehen, wo er jetzt auch seine eigene Produktionsfirma hat – „die besten Geschichten liegen einfach vor der Haustür“.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858643309227319?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858643309227319/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858643309227319' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858643309227319'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858643309227319'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2005/01/helbra.html' title='Helbra'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858704082721933</id><published>2004-12-08T16:35:00.000+01:00</published><updated>2005-06-13T12:06:19.923+02:00</updated><title type='text'>Ray</title><content type='html'>&lt;img src=http://img291.echo.cx/img291/535/ray3my.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0350258/&gt;Ray&lt;/a&gt; (2004)&lt;br /&gt;R: Taylor Hackford&lt;br /&gt;D: Jamie Foxx, Kerry Washington, Regina King u.a.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„And the Oscar goes to...“ mit großer Wahrscheinlichkeit mindestens einmal an die biographische Annäherung an ein Stück amerikanische Musikgeschichte. Der Film hat alles was er dafür braucht: Aufstieg und Fall eines berühmten Helden, Frauengeschichten, traumatische Kindheitserlebnisse und jede Menge Musik. Geschickt hat sich Regisseur Taylor Hackford die dramatischen Perlen aus dem Leben der Legende Ray Charles herausgepickt und sie auf einen musikalischen Faden, der die eigentliche Dramaturgie des Filmes darstellt, aufgezogen. Denn das Dazwischen, die musikalischen Feuerwerke, die Charles - durch das Spiel von Jamie Foxx förmlich wieder auferstanden - auf der Bühne und im Studio zaubert, sind das eigentlich mitreißende der Handlung. Der Rest bietet mehr als einen Tick zuviel von der amerikanischen Lieblingslegende „Vom Tellerwäscher zum Millionär“. In zahlreichen Rückblenden wird die ärmliche Kindheit des Musikers in Georgia, seine frühe Erblindung und der unglückliche Tod seines kleinen Bruders gezeigt, der auch immer wieder als gewichtiger Grund für Charles´ Drogensucht herhalten muss. Trotzdem bleiben die dramatischen Momente eher an der Oberfläche, da man diese schon mal genauso an anderer Stelle gesehen hat. Sie rufen deshalb auch nicht mehr als übliche Standardbetroffenheit hervor. Versuche psychologischer Studien, die sich an das Verhältnis zwischen Ray Charles und seiner Ehefrau herantasten, oder die schwindende Freundschaft zwischen Charles und seinen langjährigen Bandmitgliedern näher beleuchten, fehlen leider völlig und damit auch eine glaubhafte Annäherung an den Menschen hinter dem Musiker. Auch das Ende kommt etwas unvermittelt. 1965 schließt der Film, in dem Jahr, in dem Charles sich erfolgreich von seiner Heroinsucht befreit hatte. Zum Glück für seine Fangemeinde. Die kann jetzt noch einmal zu „Georgia in my mind“ im Kinosessel mitwippen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858704082721933?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858704082721933/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858704082721933' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858704082721933'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858704082721933'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2004/12/ray.html' title='Ray'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858621460559661</id><published>2004-12-08T16:22:00.000+01:00</published><updated>2005-06-13T11:53:19.286+02:00</updated><title type='text'>Carpatia</title><content type='html'>Geschichten aus der Mitte Europas&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img150.echo.cx/img150/2265/carpatia0hf.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0432776/&gt;Carpatia&lt;/a&gt; (2004)&lt;br /&gt;R: Andrzej Klamt, Ulrich Rydzewski&lt;br /&gt;D: Kalyna Marusjak, Mykola Marusjak, Marinella Urs u.a.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Mann und eine Frau stehen direkt vor dem Kameraauge. Sie tragen einfache aber farbenfrohe Kleidung, hinter ihnen die Bergkulisse der Karpaten. Sie leben in der Ukraine, im Huzulenland und sie sind zufrieden, wie sie sagen, obwohl jetzt wieder die Kälte kommt und sie im Winter wohl wieder eingeschneit werden. Dann tritt die Kamera näher, zeigt die Küche: ein einfacher Ofen, ein Teller mit dampfenden Essen, der alte Mann, der vielleicht noch gar nicht so alt ist, wie seine Falten vermuten lassen, bereitet Käse zu. Noch einige wunderschön arrangierte Aufnahmen von Haus und Hof und den Katzen, dann geht es weiter auf der Reise nach Rumänien, in die Slowakei, nach Polen, immer an der Gebirgskette der Karpaten entlang. Ein noch fast unentdecktes Stückchen Erde für Filmemacher, wie Andrzej Klamt und Ulrich Rydzewski meinten und sich deshalb auf die Suche begaben nach kleinen Geschichten und interessanten Charakteren. So wie Marinella Urs aus Siebenbürgen. Sie glaubt nicht an das irdische Glück, weiß aber auch nicht wogegen sie ihr einfaches Leben in den Bergen eintauschen sollte. Sie ist für ihre Mutter da, wie die für sie da war als sie noch klein war. Deshalb geht sie jeden Tag in den Dorfladen „Magazin Mixt“ und verkauft ihre Waren, die sauber aufgereiht in den Regalen stehen. Der Zyklus des Lebens scheint noch intakt zu sein, wenn man dem Himmel etwas näher ist. Man gibt sein Wissen weiter an die nächste Generation, so wie Gheorghe Pantir der Schmied in Transsilvanien, oder Vaclav Lankson, der Illusionist und Zauberkünstler, der mit seiner Familie gerade durch die „Kleinen Karpaten“ in der Slowakei tourt. Seine Frau, eine etwas überschminkte Rothaarige, sagt sie könne alles sein - Dienstmagd und Königin - in ihrem Leben. Sie hat dabei eine Freiheit im Blick, wie sie wohl nur dem fahrenden Volk vorbehalten ist – der Luxus der Nicht-Sesshaften. Trotz dieser fast malerischen Momente, die die Kamera sehr wohl durchdacht einfängt, wirkt dieses kleine Meisterwerk des Dokumentarfilms nicht eine Sekunde gestellt. Das Bergleben wird, obwohl märchenhaft gefilmt, nicht als entrückte Märchenwelt gezeigt, da die Kamera ganz bewusst von Außen beobachtet und gerade dadurch in den fragmentarischen Porträts auch Zwischentöne einfängt, Melancholie, Einsamkeit und schmerzhafte Veränderung: Alexandru und Maria Zlagrean können nicht in ihrem Dorf Rosia Montana in Rumänien bleiben, weil sie den Goldsuchern weichen müssen. Sie glauben nicht, dass sie sich an ihr neues Zuhause gewöhnen werden, obwohl es dort Strom, Gas und fließend Wasser gibt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858621460559661?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858621460559661/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858621460559661' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858621460559661'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858621460559661'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2004/12/carpatia.html' title='Carpatia'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858729688509883</id><published>2004-12-07T16:37:00.000+01:00</published><updated>2005-06-13T11:47:29.406+02:00</updated><title type='text'>Schneeland</title><content type='html'>&lt;img src=http://img253.echo.cx/img253/1949/schneeland016dy.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0378715/&gt;Schneeland&lt;/a&gt; (2005)&lt;br /&gt;R: Hans W. Geissendörfer&lt;br /&gt;D: Thomas Kretschmann, Julia Jentsch u.a.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rau und peitschend weht der Schneesturm in den Weiten Lapplands. Die Schriftstellerin Elisabeth (Maria Schrader) ist auf der Flucht vor ihrem Leben. Ihr Mann ist gestorben und sie will ihm in den Tod folgen. Angezogen von einem mystischen Ruf der aus der eisigen Schneewüste zu ihr dringt, rennt sie querfeldein in die klirrende Kälte. Nach und nach lässt Regisseur Hans W. Geißendörfer Elisabeth eine Parallelwelt entdecken, die gut 60 Jahre entfernt liegt: &lt;br /&gt;1937 ist Ina (Julia Jentsch) gerade 20 geworden. Sie lebt mit ihrem jähzornigen, verkrüppelten Vater (Ulrich Mühe) auf einem abgelegenen Hof. Ihre Mutter Helga (Ina Weisse) ist seit kurzem tot. Seither muss sie die Prügel ihres Vaters, dem Knövel vom Nattmyrberg, wie ihn alle nennen, alleine ertragen. Außerdem wird sie von ihm regelmäßig vergewaltigt, bildet er sich doch ein, sie müsse ihm als Tochter nun auch die Frau ersetzen. All dies findet Elisabeth heraus, als sie fast erfroren auf dem Nattmyrberg ankommt und in den ärmlichen Bauernkaden nach menschlichem Leben sucht. Nur kann Ina der Schriftstellerin ihr Schicksal nicht mehr selbst erzählen, sie liegt tot und vom Schnee verweht vor ihrem Haus. &lt;br /&gt;Die dramatische Dichte mit der Geißendörfer das Leben auf dem Einsiedlerhof in den späten 30er Jahren schildert, wird immer wieder durch Zeitblenden in das Jetzt der Erzählebene gebrochen. Der Regisseur lässt Elisabeth in den Schubladen der Toten nach deren Geschichte sticksern und versucht dadurch die Schicksale der beiden Frauen zu verknüpfen. Dies ist problematisch, denn atmet das Lappland der Vergangenheit förmlich, mit all seiner brutalen Unmittelbarkeit, die sich in naturgewaltigen Bildern, aber vor allem in den beiden Figuren der Ina und des alten Knövel materialisiert, so scheint Maria Schrader als Elisabeth eher über eine puderzuckerne Theaterbühne zu flüchten, als durch echte Schneewehen. Ihre Monologe – oder besser Dialoge mit Ninas Leiche – sind zu schwaches Gegenstück zum eisigen Hass zwischen Nina und ihrem Vater. Die Parallelwelten des immerhin zweieinhalbstündigen Epos treffen sich deshalb trotz aller angestrengten Inszenierung nie wirklich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858729688509883?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858729688509883/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858729688509883' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858729688509883'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858729688509883'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2004/12/schneeland.html' title='Schneeland'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111857574801787083</id><published>2004-11-10T13:27:00.000+01:00</published><updated>2005-06-13T14:59:58.473+02:00</updated><title type='text'>Resist!</title><content type='html'>Leben für den Widerstand&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img253.echo.cx/img253/6682/res6yn.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0401751/&gt;Resist!&lt;/a&gt; (2004)&lt;br /&gt;R: Karin Kaper, Dirk Szuszies&lt;br /&gt;D: Julian Beck, Judith Malina u.a.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das &lt;a href=http://www.livingtheatre.org/&gt;„Living Theatre“&lt;/a&gt; ist aus einer Liebesgeschichte zweier kompromissloser Friedenskämpfer hervorgegangen: Judith Malina und Julian Beck. Vor fünfzig Jahren gründeten sie die legendäre Theaterkompanie in New York, wollten das Theater und dessen Rezeption revolutionieren. Sie gingen mit ihrer Truppe auf die Straße und spielten vor einem vorbeiflanierenden Publikum. Slogans wie „Paradise now!“ und „Das Geld ist der Feind“ machten sie in Europa bekannt und sie wurden zu einem wichtigen Teil der hiesigen Friedensbewegung. Ihre Themen sind bis heute von der aktuellen Politik geprägt und sie prangern an, wenn wieder einmal auf Kosten Unschuldiger ein Krieg vom Zaun gebrochen wird. Trotzdem oder gerade deswegen blieb das „Living“ immer ein Fremdkörper im eigenen Land, folgte das Ensemble doch auch nach dem 11. September nicht der regierungstreuen Meinung sondern begab sich am Rande des Ground Zero auf differenzierte Ursachenforschung für die Terroranschläge. &lt;br /&gt;Der Berliner Regisseur Dirk Szuszies war selbst Mitglied des „Living“ und dies verrät vielleicht auch, warum dieser engagierte Film ohne jeden populistischen Anstrich und jedes Hippie-Klischee auskommt und trotzdem emotionalisiert. Eigentlich hat der Film weder Hauptprotagonisten, auch wenn die charismatische Judith Malina immer wieder zu Wort kommt, noch rollt er die persönlichen Geschichten der Ensemblemitglieder auf. Er bleibt sehr dicht an der eigentlichen Botschaft der Truppe und verfolgt deren Aktionen in Genua auf dem G8-Gipfel oder im berüchtigten Strafgefangenenlager der israelischen Armee im Libanon, in Khiam. Auch die filmerischen Mittel wirken schlicht, oft wird auf Archivmaterial zurückgegriffen. &lt;br /&gt;„Resist!“ und seine einfache Botschaft ist zeitlos und passt gerade deshalb gut in unsere Zeit, denn er gibt dem Zuschauer die Hoffnung zurück, dass irgendetwas noch möglich ist, jenseits von Zynismus und Resignation. Und wenn die Times fragt, ob diese Form der Flower-Power-Politik noch Lösungsansätze für die Probleme unserer Zeit bietet, dann will man sich aus seinem Kinosessel erheben und ganz laut „Resist now!“ rufen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111857574801787083?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111857574801787083/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111857574801787083' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111857574801787083'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111857574801787083'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2004/11/resist.html' title='Resist!'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111857557108959960</id><published>2004-07-09T13:24:00.000+02:00</published><updated>2005-06-13T15:03:34.046+02:00</updated><title type='text'>Five Obstructions</title><content type='html'>&lt;b&gt;Es kann nur einen geben?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img155.echo.cx/img155/2603/5obstructions29vc.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0354575/&gt;Five Obstructions&lt;/a&gt; (2003)&lt;br /&gt;R: Lars von Trier&lt;br /&gt;D: Jørgen Leth u.a.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Filmemacher stellen sich oft genug schon selbst gedankliche Konstrukte als Hindernisse in den Weg. Wenn man sich dann auch noch den Kopfgeburten anderer ausliefert, kann es gefährlich werden. Begibt man sich jedoch freiwillig in die Klauen Lars von Triers, um nach dessen Regeln einen Film zu machen grenzt das an selbstmordgefährdende Waghalsigkeit. Jørgen Leth, Trier eine Generation voraus und wohl einer der geradlinigsten dänischen Dokumentarfilmer hat den Kontrakt mit dem Teufel gewagt und seinen 1967 gedrehten Film &lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0376821/&gt;„The Perfect Human“&lt;/a&gt; neu verfilmt. Ein Unding an sich. Trier gab unbarmherzig die Regeln vor, während er und Leth bei Kaviar und Kaminfeuer feilschten. Schnell wird klar, was Trier eigentlich will: nicht der perfekt verfilmte Mensch soll dekonstruiert werden, sondern der perfekte Mensch Leth. Die coole Distanz mit der dieser die Beobachterposition eingenommen hatte, um einen kontrollierten Blick auf die menschliche Spezies zu werfen provozierte Trier durch seine bestechende Glätte. Er wollte Leth brechen, ihn emotional involvieren. Entstanden sind fünf Filme unterschiedlichster Qualität, die aber nie das erreichen, was Trier wohl erreichen wollte: ein Scheitern, das neue Genialität hervorbringt. Trotzdem ist „Five Obstructions“ ein kleiner, luxeriöser Geniestreich, denn dekadenter kann eine Auseindersetzung über wahres Filmemachen fast nicht sein: wo treffen sich schon zwei Meister und lassen es sich viel an Geld (zum Beispiel die Animationscrew hinter &lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0243017/&gt;„Waking Life“&lt;/a&gt;), Zeit (drei Jahre) und Nerven (How does the perfect human fall?) kosten, um ein unmögliches Spiel zu gewinnen? Am Ende bleibt das Unentschieden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111857557108959960?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111857557108959960/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111857557108959960' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111857557108959960'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111857557108959960'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2004/07/five-obstructions.html' title='Five Obstructions'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858560432892651</id><published>2004-07-08T16:08:00.000+02:00</published><updated>2005-06-13T15:18:48.820+02:00</updated><title type='text'>Italienische Hochzeit</title><content type='html'>&lt;img src=http://img235.echo.cx/img235/7237/lovesbrother3nj.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0301563/&gt;Italienische Hochzeit&lt;/a&gt; (2004)&lt;br /&gt;R: Jan Sardi&lt;br /&gt;D: Giovanni Ribisi, Adam Garcia u.a.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kulisse in der Jan Sardi sein Regiedebüt inszeniert hat, will obwohl eigentlich in Australien angesiedelt, italienischer sein als alle romantisch verbröckelten toskanischen Kleinstädte zusammen. Die Opis sind pathetischer, der Espresso wohlschmeckender und die Liebe schnulziger. Genauso ohne Brüche die Geschichte: Gino (Adam Garcia) und Angelo (Giovanni Ribis) sind ungleiche Brüder, der eine ein schöner Schürzenheld, der andere eher gramvoller Denker, was vor allem daher rührt, dass keine Frau sein Liebeswerben erhört. Die Tradition will aber, dass erst der ältere Angelo unter die Haube kommen muss, bevor Gino die blondgefärbte Concetta heiraten könnte. Als der kleine Bruder nach vielen Enttäuschungen das Bild von Rosetta aus der alten Heimat in der Hand hält, entschließt er sich zu einem Schritt mit Folgen: er schickt mit dem Heiratsantrag nicht sein Foto, sondern das Bild Ginos. Rosetta besteigt ein Schiff. Es beginnt ein Schwulst aus weidwunden Blicken und leinwandfüllenden Küssen, die einen aber seltsam unberührt lassen, mutet doch selbst die vorgeführte echte Liebe, verdächtig nach Pappmaché an.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858560432892651?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858560432892651/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858560432892651' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858560432892651'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858560432892651'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2004/07/italienische-hochzeit.html' title='Italienische Hochzeit'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858675514292114</id><published>2004-06-11T16:29:00.000+02:00</published><updated>2005-06-13T15:07:23.786+02:00</updated><title type='text'>Ässhäk</title><content type='html'>Geschichten aus der Sahara&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img94.echo.cx/img94/2659/pp679te.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0412099/&gt;Ässhäk&lt;/a&gt; (2004)&lt;br /&gt;R: Ulrike Koch&lt;br /&gt;El Hadj Ibrahim Tshibrit, Schilen Rabidin u.a.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kamele sind wunderschön, sie lächeln sogar, wenn man sie lange genug ansieht. Das hat Ulrike Koch getan und durch die spürbare Geduld mit der sie das Kamerauge (Kamera: Pio Corradi) ruhen lieβ, sind ihr nicht nur schöne Naturaufnahmen gelungen, sondern sie wurde auch eingelassen in das einfache Leben der Tuareg, den Bewohnern der Sahara. Sie betritt die Welt des Geschichtenerzählers El Hadj Ibrahim Tshibrit, ein Raum in dem Ässhäk, das heisst die guten Prinzipien des Wohlverhaltens und die Gottesfurcht oberste Regel sind. Mit respektvollem Abstand beobachtet die Filmemacherin die Menschen, ist beim Zeltbau oder der Teezeremonie mit anschlieβendem Mittagsschläfchen genauso dabei wie bei einem Freudenfest nach der Geburt eines Kindes und den Schminkritualen der Frauen. &lt;br /&gt;Überhaupt legt sie ihr Hauptaugenmerk auf die weibliche Seite der Tuareg, was jedoch nicht willkürlich passiert sondern aus der starken Position der Frauen in der Wüstengesellschaft herrührt. Sie sind die Herrinnen der Zelte, die den Groβteil der Arbeit verrichten und sich dabei nicht auf die Männer verlassen, die sowieso „wie Schatten sind, der im Morgengrauen verschwindet“. &lt;br /&gt;„Ässhäk“ ist ein ethnographischer Film im besten Sinne des Wortes, da er die Lebensphilosophien seiner Protagonisten ernst nimmt. Im Tempo des alltäglichen Rhythmus der Tuareg wird die Dramaturgie der Geschichte entwickelt, man muss sich als Zuschauer einlassen können auf den langsamen Fluss der Bilder, der immer wieder durch musikalische Einlagen unterbrochen wird. Zu den Klängen der Imzâd, einer einsaitigen Geige spielt eine schöne Nomadin mit wettergegerbten Gesicht Lieder, die Trost spenden sollen auf den langen Reisen durch den Sand. Die Kamele bewegen sich flink und behände durch die Dünen bis sie vom Horizont verschluckt werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858675514292114?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858675514292114/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858675514292114' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858675514292114'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858675514292114'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2004/06/sshk.html' title='Ässhäk'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111857471155985546</id><published>2004-06-11T13:09:00.000+02:00</published><updated>2005-06-16T09:13:49.186+02:00</updated><title type='text'>At 5 in the Afternoon</title><content type='html'>&lt;b&gt;Auf den weißen Sohlen der Hoffnung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img235.echo.cx/img235/3518/panjeasr6yj.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0363303/&gt;At 5 in the Afternoon&lt;/a&gt; (2003)&lt;br /&gt;R: Samira Makhmalbaf &lt;br /&gt;D:Agheleh Rezaie, Abdolgani Yousefrazi u.a.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lorca schrieb sein Gedicht als Erinnerung an einen spanischen Matador, Samira Makhmalbaf nutzt es als symbolisches Sprachspiel für ihren Film, der mehr ist als eine Momentaufnahme afghanischer Lebensumstände in Zeiten nach der Taliban. Obwohl die iranische Regisseurin nicht wertet und verurteilt, erhebt sie doch hörbar die Stimme für die afghanischen Frauen, zeigt sie in ihrer Stärke und Anmut, entschleiert sie, indem sie Nogreh, ihrer Hauptfigur, die wiederum symbolischen weiβen Pumps anzieht und sie stolz und aufrecht durch die staubigen Straβen Kabuls schreiten lässt. Nogrehs Vater ist ein Anhänger der Taliban, ein fanatischer Gläubiger, der mit der Gottlosigkeit, die über sein Land gekommen ist nicht weiter leben kann. Er will seine Tochter und seine Schwägerin, mit ihrem Neugeborenen in eine muslimische Stadt bringen und sie damit erretten. Auf ihrem Weg durch die Trümmerwüsten begegnen ihnen entwurzelte Menschen, ohne Hoffnung und Nahrung. Nogreh aber ist nicht entmutigt, sie möchte ihre neugewonnenen Chancen nutzen und für ihr Land da sein, sich bilden und die Sprache der Demokratie erlernen. Ihr groβes Vorbild ist Benazir Bhutto und sie träumt davon eines Tages Präsidentin von Afghanistan zu werden. Ihr Freund, der Dichter unterstützt sie und zwischen den beiden entwickelt sich ein Dialog, der den poetischen, fast mystischen Rahmen des Filmes bildet. Samira Makhmalbaf hat wie schon in ihrem vorherigen Spielfilm &lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0156901/&gt;„Der Apfel“&lt;/a&gt; ihre Darsteller am Schauplatz ihres Filmes gefunden und damit auch ihre Dialoge. Dadurch gelingt es ihr, den Konflikt zwischen Tradition und Moderne nachfühlbar zu machen ohne zu pauschalisieren, geht es ihr doch nicht nur um die mediale Wiedergabe eines politischen Konflikts mit Nachrichtenwert, sondern um eine tiefer gehende und weltweite Auseinandersetzung mit Fanatismus und seinen Wurzeln.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111857471155985546?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111857471155985546/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111857471155985546' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111857471155985546'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111857471155985546'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2004/06/at-5-in-afternoon.html' title='At 5 in the Afternoon'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858862885983020</id><published>2004-05-12T17:01:00.000+02:00</published><updated>2005-06-13T15:09:54.303+02:00</updated><title type='text'>Dieses Jahr in Czernowitz</title><content type='html'>&lt;img src=http://img93.echo.cx/img93/2098/czernowitz2iu.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0409894/&gt;Dieses Jahr in Czernowitz&lt;/a&gt; (Deutschland 2004)&lt;br /&gt;Regie: Volker Koepp&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Volker Koepp war schon einmal in Czernowitz gewesen. Damals drehte er &lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0202390/&gt;„Herr Zwilling und Frau Zuckermann“&lt;/a&gt;, einen Film der den Zuschauer durch die Erinnerungen seiner Protagonisten emotional in die Welt des Czernowitz schmerzlich vermisster Zeiten eintauchen lieβ. Damals als es noch eine multikulturelle Stadt war, geprägt von dem Miteinander verschiedener Nationen – Ukrainer, Polen, Rumänen, Deutscher und Huzulen – aber hauptsächlich beeinflusst durch eine starke jüdische Kultur. Diesmal besucht Koepp die Familien der Juden, die gezwungen worden waren ins Exil zu gehen, um herauszufinden, was diese mit der einstigen Heimat ihrer Eltern und Groβeltern verbinden. Das ist ihm allerdings nur in wenigen Momenten gelungen, denn Koepp scheint in seinem Film von Interview zu Interview zu hasten, ohne den Menschen vor der Kamera die nötige Luft zum Entfalten einzuräumen. So wirkt es mehr als aufgestellt, wenn zum Beispiel Harvey Keitel am New Yorker „Long Beach“ über Emigrantenströme nachdenkt und auch den aus Wien angereisten Schwestern Evelyne Mayer und Katja Rainer kann Koepp kaum mehr als Floskeln entlocken, als diese sich im heutigen Tscherniwizi auf die Suche nach ihren Wurzeln begeben. Das die Einzelinterviews in voller Länge durchaus einen geschichtlichen Wert besitzen dürften, soll hier nicht abgestritten werden, nur geht dieser durch die erzwungene Dramaturgie des Filmes stellenweise völlig verloren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858862885983020?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858862885983020/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858862885983020' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858862885983020'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858862885983020'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2004/05/dieses-jahr-in-czernowitz.html' title='Dieses Jahr in Czernowitz'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111843953210290664</id><published>2004-04-11T23:28:00.000+02:00</published><updated>2005-06-16T09:11:33.153+02:00</updated><title type='text'>Die Mitte Europas</title><content type='html'>Europa träumt und ängstigt sich zusammen&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img177.echo.cx/img177/4354/mittedeutsche7kz.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0409051/&gt;Die Mitte Europas&lt;/a&gt; (2004)&lt;br /&gt;R: Stanislaw Mucha&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://german.imdb.com/name/nm1098886/"&gt;Stanislaw Mucha&lt;/a&gt; hatte mit &lt;a href="http://german.imdb.com/title/tt0303603/"&gt;„Absolut Warhola“&lt;/a&gt; einen der interessantesten und humorvollsten Dokumentarfilme des Jahres 2001 gedreht. In Berlin sprach er über seinen ganz persönlichen Beitrag zur EU-Osterweiterung. Dabei kam es zu überraschenden Gesprächswendungen: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Habe ich Sie jetzt richtig verstanden, Sie mögen keinen Dokumentarfilm?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau, sehr viele Dokfilme langweilen mich. Wenn sie gut gemacht sind empfinde ich sie dann wie eine gut gestellte Falle auf mein Inneres. Damit habe ich moralische Probleme. Ich mag lieber Spielfilme. Bei denen weiβ ich, die Schauspieler sind bezahlt und wenn sie heulen, dann heulen sie, weil ihnen was in die Augen reingespritzt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Nun machen sie ja trotzdem dokumentare Filme, auch wenn Sie sehr frei mit ihrem Material umgehen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin nicht durch Zufall zur Regie gekommen. Ich habe mich sehr bewusst entschieden Regisseur zu werden und habe dafür auf etwas verzichtet – ich war früher Schauspieler. Deshalb habe ich mir auch geschworen, dass so lange ich kein gutes Drehbuch in die Hand bekomme, das mich wirklich bewegt, ich nur das mache, was mich bewegt. So ist es eigentlich Zufall, dass ich bisher nur Dokumentarfilme gemacht habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Es liegt also an den Drehbüchern?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die meisten Bücher, die du bekommen kannst sind Mist und dann kommt noch die Umsetzung dazu. Das Problem ist, wenn ein Schauspieler anfängt zu spielen, ist er uninteressant. Und dann diese Kamerafahrten! Das interessiert mich nicht. Mich interessieren Blicke, Gesten. An sich gibt es überhaupt keinen Unterschied zwischen einem guten Protagonisten im Dokfilm und einem sehr guten Schauspieler. Es geht um das Erreichen einer gewissen Wahrheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Sie sprachen von Ihren moralischen Bedenken gegenüber dem Dokfilm. Geraten Sie nicht auch ab und an in die Gefahr Ihre Protagonisten für Ihren Film zu nutzen?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klar, ich nutze sie aus. Das ist so im Dokfilm. Wenn ich dahin gehe mit einer Kamera, will ich, dass sich die Menschen so weit öffnen, mich so weit reinlassen, dass es denjenigen, der den Film sieht, berührt. Darum geht es doch. Das ist Ausnutzen und Manipulation. Aber ich stelle die Dinge am Anfang ziemlich klar und wir arbeiten dann als Partner in Anwesenheit der Kamera. Ich sage den Leuten, sie sollen uns auch ausnutzen. Zum Beispiel ist bei einem Mann ganz lange der Fernseher kaputt gewesen und es endete damit, dass am Ende ein gut funktionierendes Gerät bei ihm stand - ich nehme denen was und fordere sie auf, auch zu nehmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Man merkt Ihren Filmen an, dass Sie aufgrund Ihrer polnischen Herkunft sehr leicht Zugang zu den Menschen in Osteuropa bekommen. Gehen Sie beim Drehen auch auf die Suche nach den eigenen Wurzeln?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Sie so wollen, ja. Die Leute sind aber auch einfach so, wie sie sind. Das ist nicht mein Verdienst. Auch wenn Sie als Deutsche kommen würden, bezweifele ich, dass sie sehr viel anders wären. Allerdings sind die Leute dort nicht so  mediengeil, obwohl sie schon wissen, was Fernsehen, was eine Kamera ist, was Radio und was geschriebenes Wort bedeutet. Nur sie leben in einem bestimmten Kontext und denen geht es eben so, wie man es im Film auch sieht. Die sind nicht arm, die haben nur kein Geld.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ein vereintes Europa lässt die bestehende materielle Kluft zwischen Ost und West sicher nicht verschwinden. Trotzdem scheinen die Menschen auf der ärmeren Seite irgendwo glücklich zu sein.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem „glücklich“ würde ich vorsichtig sein. Aber die Leute sind so am Boden, dass es einfach nur noch nach oben gehen kann. Aber sie haben sicher eine gewisse Form von Vitalität, den Besitz nicht garantieren kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Aber gerade bei den am wenigsten Bemittelten ist eine starke Abneigung gegen ein vereintes Europa zu spüren.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na was denken Sie? Denken Sie, die Deutschen wollen ein vereintes Europa? Die schimpfen doch bis heute auf ihre eigene Wiedervereinigung. Ich werde jetzt gemein, aber was ist denn von der DDR auch letztlich geblieben? Die grünen Pfeile? Oder eine Vorlage für „Goodbye Lenin“?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Auf alle Fälle viel Nostalgie.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das ist sehr gefährlich. Ich bin gegen Nostalgie. Es ist tragisch. Und von allen Ländern in Europa haben bezeichnenderweise die Deutschen auch am meisten Angst vor der Osterweiterung– in Ost und West – weil sie versucht haben, sich zu vereinigen und wissen, es kann so oder so ausgehen. Genauso haben sowohl die Ost- als auch die Westeuropäer Angst. Sie fürchten um ihre Idendität. Zu recht auch.&lt;br /&gt;Für mich ist die Mitte aber auch ein Film über den Stand des Europäers an sich – wer ist überhaupt Europäer, wer wird es und wer wird es nie werden.&lt;br /&gt;Meine gröβte Entdeckung auf meiner Reise - die übrigens nicht zufällig vom Westen in den Osten führt - ist, dass wir Europäer uns mehr ähneln, als wir denken. Unabhängig von Nationalitäten, Sprache und Kultur sind doch die Ängste und Träume verdammt ähnlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Am Ende Ihres Filmes werden zwei Schweizer vom groβen schwarzen Loch der Mitte Europas verschluckt. Ist das eine Art Prognose für die Zukunft? Wer nicht beitritt geht unter?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naja, die Schweizer verschwinden nur im Wald (lacht). Aber ich würde lügen, wenn ich jetzt von Prognosen sprechen würde. Aber es wird auf alle Fälle verdammt interessant, verdammt ernst und spannend. Eine Vermutung habe ich allerdings doch: es wird das passieren, wovor wir uns eigentlich schützen wollen. Der Nationalismus wird zunehmen. In der Kunst, in der ganzen Gesellschaft. Die Menschen werden Dinge tolerieren, bei denen sie sich vor zehn Jahren noch Mühe gegeben haben, nicht mal drüber zu reden.&lt;br /&gt;Mit dem Verschwinden der Grenzen entstehen Grenzen, von denen ich gespannt bin, wie wir diese überwinden werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111843953210290664?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111843953210290664/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111843953210290664' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111843953210290664'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111843953210290664'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2004/04/die-mitte-europas.html' title='Die Mitte Europas'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858576594075327</id><published>2004-04-10T16:14:00.000+02:00</published><updated>2005-06-13T14:44:06.703+02:00</updated><title type='text'>Blue End</title><content type='html'>&lt;img src=http://img254.echo.cx/img254/7178/blueend6ln.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0258459/&gt;Blue End&lt;/a&gt; (2000)&lt;br /&gt;R: Kaspar Kasics&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1993 wurde in Huntsville, Texas nach fünzig Jahren wieder ein Todesurteil vollstreckt. Am 5. August des genannten Jahres, um 24 Uhr 31 trat der Tod des Häftlings Nummer D/R 699 ein. Der Mann hinter der Nummer war Paul Jernigan, heute eher bekannt als der &lt;a href=http://www.nlm.nih.gov/research/visible/visible_human.html&gt;„Visible Man“&lt;/a&gt;. Jernigan hatte verfügt, dass sein Körper für wissenschaftliche Zwecke verwendet werden sollte. Was er nicht wusste war, dass Dr. Spitzer und Dr. Ackerman seit Jahren einen gesunden, nicht ledierten Körper suchten, um diesen auf minus 70 Grad herunterzufrieren, in kobaltblaue Gelatine zu gieβen und dann in millimeterdünne Scheiben zu schneiden. Der Todeskandidat erfüllte alle erforderlichen Maβe der Schneidevorrichtung und war dazu noch topfit, denn wie Spitzer im Expertenton anmerkt, geben Exekutiere eine „ziemlich gute Leiche“ ab, denn wenn „du krank bist, richten sie dich nicht hin“. &lt;br /&gt;Er muss von physischen Krankheiten sprechen, denn die psychischen wurden bei Paul Jernigans Prozess nicht in Betracht gezogen. Für den Staatsanwalt verkörperte er den Teufel in Person und die Pflichtverteidigerin räumt im Nachhinein grobe Versäumnisse bei der Beweisführung ein. Zurück bleiben Pauls Bruder Bobby, seine Ex-Ehefrau und zwei Stiefkinder, die sich mehr oder weniger mit der Tatsache anfreunden konnten, dass sich jeder User des Internets (www.nlm.nih.gov) auf eine virtuelle Reise durch Paul Jernigans Körper begeben kann. &lt;br /&gt;Regisseur, Drehbuchautor und Produzent des Filmes Kaspar Kasics hat seine Reise auf den Spuren des ersten digitalen Anatomieatlasses sehr weiträumig angelegt und ist dabei nur vage an den Menschen Jernigan herangekommen. Irgendwo zwischen Kritik an der Hinrichtungspraxis in Texas, medizinischen Einblicken in die Prozedur der exakten Zerstückelung einer Leiche, mit den anklingenden ethischen Bedenken und den Erinnerungen des trauernden Bobby scheint ein Stückchen emotionale Wahrheit der Geschichte um den Todeskandidaten  D/R 699 zu liegen. Kasics konnte sich jedoch offensichtlich nicht entscheiden, was genau er mitteilen wollte und blieb deshalb auf der sicheren Seite einer ambitionierten Fernsehreportage: eine ausgleichende Balance zwischen allen recherchierbaren Aspekten verpackt in einer standardmäβigen Bildästhetik.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858576594075327?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858576594075327/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858576594075327' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858576594075327'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858576594075327'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2004/04/blue-end.html' title='Blue End'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858589709693503</id><published>2004-04-09T16:16:00.000+02:00</published><updated>2005-06-14T14:13:40.593+02:00</updated><title type='text'>Carolina</title><content type='html'>&lt;img src=http://img91.echo.cx/img91/9404/carolina2tg.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0289889/&gt;Carolina&lt;/a&gt; (2003)&lt;br /&gt;R: Marleen Gorri&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit der Schönheit jener Blondinen gewappnet, die sich normalerweise in Nickihausanzügen auf Schöner-Wohnen-Couchgarnituren ins Bild rücken, kommt Carolina (Julia Stiles) eigentlich ganz gut durchs Leben. Mehr hat Regisseurin Marleen Gorris mit diesem Film wohl nicht sagen wollen, denn ihre Charaktere sind nicht mehr als die Abziehbilder ihrer selbst: Carolina arbeitet als Hostess einer schrecklichen Dating-Show und hat eine männliche Freundin – Albert (Alessandro Nivola) – die sich mit romantischen Schundromanen den Lebensunterhalt verdient. Aber sie hat keinen richtigen Mann. Und das ist das Problem, welches uns den ganzen Film beschäftigen soll. Grandma Mirabeau (Shirley MacLaine), die mit ihrer poltrigen Wo-sind-die-Klaviere-Lebensphilosophie den ach so chaotischen Familienladen schmeiβt, gibt Carolina deshalb auch ständig richtig Pfeffer, schlieβlich werden „die Titten ja nicht ewig stehen“. &lt;br /&gt;Am Rande kommen noch die Schwangerschaftsproblematik von Carolinas labiler Schwester Georgia (Azura Skye) zur Sprache, die Pferdebesessenheit der jüngeren und etwas neurotischen Schwester Maine (Mika Boorem) und die Alkoholabhängigkeit des gemeinsamen Erzeugers (Randy Quaid). Natürlich taucht irgendwann doch der vermeintliche Mister Right (Edward Atterton) in vorher erwähnter Dating-Show auf, welcher Carolina auf Händen trägt, was bei Freund Albert ein Überdenken seiner brüderlichen Gefühle auslöst und am Ende genau dahin führt, wo wir es nicht anders erwartet hätten: zu einem zusammengezimmerten Happy-End. &lt;br /&gt;Zugegeben, es mag Tage geben, an denen man im Nickihausanzug mit mindestens drei Freundinnen vor der Glotze hängt und Lust auf vorhersehbare Liebesgeschichten mit einem Hauch Drama hat. Dafür kann man sich dann ruhig mal „Carolina“ aus der Videotheke um der Ecke holen und sich eine Träne der Rührung abringen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858589709693503?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858589709693503/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858589709693503' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858589709693503'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858589709693503'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2004/04/carolina.html' title='Carolina'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111844224318907483</id><published>2004-03-12T00:18:00.000+01:00</published><updated>2005-06-16T09:10:19.143+02:00</updated><title type='text'>Aus Liebe zum Volk</title><content type='html'>Schreibtischtäter&lt;br /&gt;&lt;img src="http://img151.echo.cx/img151/7866/ausliebezvolk5my.jpg"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0404794/&gt;Aus Liebe zum Volk&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;R: Eyal Sivan&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Da sitzen sie auf ihren Parkbänken und reden die Instabilität des Sozialismus herbei“, ärgert sich Herr S., ein ehemaliger Offizier des Ministeriums für Staatsicherheit der DDR. Als er am 8. Februar 1990 wie alle Stasimitarbeiter seinen aufgeräumten Schreibtisch räumen musste, diktierte er Reinhardt Hahn seine Erinnerungen, Empfindungen und Weltanschauungen. In diesem Protokoll ist die Rede von der „Seele“ einer Akte, die in der exakten Dokumentation liege, dem „Glück“, zu dem man manche Bürger „einfach zwingen musste“, den „Andersdenkenden“, die „keine Sekunde unbeobachtet waren“. &lt;br /&gt;Herr S. war ein Staatsdiener wie aus dem Bilderbuch. Loyal, fleissig, aufopfernd und keine Sekunde an der Notwendigkeit seiner Handlungen glaubend, stützte er die Mechanismen eines diktatorischen Überwachungsstaates. &lt;br /&gt;Der israelische Filmemacher Eyal Sivan und seine französische Co-Autorin Audrey Maurion, die auch schon zusammen den Eichmann-Prozess in ihrem Film &lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0189172/&gt;„Der Spezialist“&lt;/a&gt; durchleuchteten, interessierten sich vor allem für den sehr modernen Aspekt des „Alles-überwachen heiβt alles wissen“- Ansatzes mit dem gerade heute wieder verstärkt Politik gemacht wird. Sie recherchierten gemeinsam mit der ostdeutschen Dramaturgin Cornelia Klauss in öffentlichen sowie privaten Archiven um möglichst unverbrauchtes Filmmaterial zu finden, welches den Moment der überwachenden Kamera implizierte. So entstand eine Found-Footage-Collage, die das von Axel Prahl gesprochene Protokoll des Stasioffiziers S. lückenlos untermalt. Dies ist zeitweise sogar amüsant, kann man doch den Kleingeist hinter dem Gesagten im Kontrast zum visuell Dargestellten spüren, meist aber erschrickt man vor der Konsequenz der untergegangenen Staatsmechanerie: gezeigt wird zum Beispiel der „Zugriff“ auf eine junge Mutter auf offener Straβe. Man erahnt das Schicksal der Kinder und die hartherzigen Mühlen der Bürokratie, die kein Entrinnen zulassen. Das sind die Momente des Filmes, die die Seelen hinter den Akten offensichtlich werden lassen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111844224318907483?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111844224318907483/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111844224318907483' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111844224318907483'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111844224318907483'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2004/03/aus-liebe-zum-volk.html' title='Aus Liebe zum Volk'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111857526742753864</id><published>2004-02-20T13:15:00.000+01:00</published><updated>2005-06-15T15:17:17.886+02:00</updated><title type='text'>Stratosphere Girl</title><content type='html'>Verlorenes Mädchen in Tokio, die Zweite&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img268.echo.cx/img268/9301/stratospheregirl0xh.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0306097/&gt;Stratosphere Girl&lt;/a&gt; (2004)&lt;br /&gt;R: Matthias X. Oberg&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angelas (Chloé Winkler) Leben ist Comic. Sie zeichnet sich ihre Welt, taucht unter und verschwindet in ihr. Auf einer Party verliebt sie sich ein bisschen in den japanischen DJ Yamamoto (Jon Yang), Mangas und Anime faszinieren sie sowieso und da sie nicht weiß, was sie grade mit ihrem Leben anfangen soll, entscheidet sie sich für das Abenteuer. Helden gehen eben einfach und fragen vorher nicht um Erlaubnis und so ist Angela schneller in Tokio als sie zeichnen kann. Überwältigt von der ungewohnten Atmosphäre, der Schnelligkeit, dem alles überstrahlenden Licht der blinkenden Werbeschilder fühlt sich die Heldin dann doch etwas verloren. &lt;br /&gt;Spätestens an dieser Stelle fühlt man sich merklich an &lt;a href=http://german.imdb.com/name/nm0001068/&gt;Sofia Coppolas&lt;/a&gt; Tokioer Geschichten erinnert. Es scheint einen speziellen westlichen Blick auf diese Stadt zu geben, der sich in einer Bildästhetik materialisiert, die geprägt ist von den Einflüssen einer Musik- und Werbekultur, die Sehnsüchte erfüllen hilft. Sie lässt uns gerade das wiederfinden und erfühlen, was wir selbst vielleicht gerne in Tokio suchen würden: Fahrten durch lichtdurchtränkte Straßenschluchten zum Soundtrack der Vereinzelten? Unsere Wurzeln in der Fremde? Wahlweise Nils Petter Molvaer oder doch lieber Air? Sehen blonde, elfengleiche Mädchen nicht auch wunderbar einsam aus zwischen all den Unbekannten? &lt;br /&gt;M.X. Oberg versucht dann doch etwas ganz anderes, er erzählt einen Thriller. Angela findet einen Hostessenjob in einem jener Clubs, in denen unterkühlte Europäerinnen viel Geld machen können. Doch die Konkurrenz ist hart und als Angela herausfindet, dass eines der Mädchen, Larissa, auf seltsame Weise verschwunden ist, gerät sie selbst in große Gefahr. Alle Linien führen zu dem schmierigen Geschäftsmann Kruilmann (Filip Peeters) und auch DJ Yamamoto scheint seine Finger mit im Spiel zu haben.&lt;br /&gt;Oberg lässt seine Heldin um ihr Leben zeichnen. Geschickt, vor allem visuell perfekt umgesetzt gelingt es ihm die Traumebene des Gezeichneten in den Wachzustand zu versetzen ohne das die Story an Dichte verliert. Fast hätte man sich die Atmosphäre seines Tokios jedoch noch dunkler, gefährlicher gewünscht und den Ausgang der Geschichte tragisch. Aber ein richtiger Held darf nicht sterben und so zeichnet Angela sich ein Happy-End. Wie im guten alten Tintin Comic eben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mehr über &lt;a href=http://filmbericht.blogspot.com/2004/02/matthias-x-oberg.html&gt;M.X. Oberg&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111857526742753864?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111857526742753864/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111857526742753864' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111857526742753864'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111857526742753864'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2004/02/stratosphere-girl.html' title='Stratosphere Girl'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111857492258069897</id><published>2004-02-20T13:12:00.000+01:00</published><updated>2005-06-15T16:01:37.966+02:00</updated><title type='text'>Matthias X. Oberg</title><content type='html'>&lt;b&gt;Tokio in neuer Übersetzung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img261.echo.cx/img261/8372/mx6uy.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein gesichtsloses Hochhaus in Berlin und wenig Zeit um mit &lt;a href=http://german.imdb.com/name/nm0643247/&gt;M.X. Oberg&lt;/a&gt; über seine Variante einer Geschichte über Verlorensein in den reklameverdschungelten Straßen der japanischen Haupstadt zu reden. Kein Wunder, dass Sofia Coppolas Film mehr als nur ein Randthema war, zumal sich die Filmteams nur um Tage verpasst hatten – oder: gibt es ein anderes Tokio, als das, was wir alle insgeheim zu sehen wünschen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ihr Film lebt sehr von einer Bildsprache, die manchmal fast schon an Werbeästhetik denken lässt – was war zuerst da, die Geschichte oder die Stimmung, die sie vermitteln wollten?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich mochte schon immer Bilder, die künstlich erscheinen, wie in einem Comicstrip. In dem Moment, in dem du Bilder für eine Geschichte suchst, die unmittelbar mit einem Comic zu tun hat, kommst du dann eigentlich zwangsläufig zu einem eher künstlichen Stil. Ich bin fasziniert von einigen Werbefilmen und Musikvideos. Sie sind kleine Meisterwerke, die betrachte ich auch als Kunst. &lt;br /&gt;Es ist ja auch so, dass die Werbebranche immer wieder Dinge macht, die schon im Kino zu sehen waren. Das passiert aber auch andersherum. Viele Kritiker in Deutschland kommen mit dieser, nennen wir sie ruhig mal Werbeästhetik, nicht klar. Sobald du einen bestimmten Stil für deinen Film entwickelst, heißt es gleich, das ist zu glatt, zu hübsch. In Deutschland zeigt man traditionell entweder schon fast hässliche Bilder oder alles ist zu sauber, die Bilder inhaltlich tot.&lt;br /&gt;Manchmal hatten wir auch das Problem, das eine Einstellung irgendwie leblos wirkte. Gleichzeitig sollte es ja auch an ein Comic erinnern. Wir haben dann versucht das Bild zu „stören“. Sogar im Schnitt haben wir damit noch experimentiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Warum haben Sie ihre Geschichte eigentlich in Japan angesiedelt?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte zunächst die Story ohne Tokio – einfach ein Mädchen, das Comics zeichnet und während sie zeichnet auf ein Verbrechen stößt. Dann hat mir eine Bekannte von diesen speziellen Bars in Japan erzählt, wo viele Europäerinnen versuchen schnell viel Geld zu machen – da war plötzlich meine Verbindung.&lt;br /&gt;Wir haben dann sehr früh angefangen zu recherchieren, ein Jahr vor dem Drehstart. Mein Produzent hat mir einen Flug und ein Hotel bezahlt und da war ich dann in Tokyo und habe weiter an meinem Script gearbeitet. Ich erfuhr, dass sich in der Clubszene Einiges getan hatte. Es ist nicht mehr so einfach dort Geld zu machen. Es gibt zu viele Mädchen und die Kunden sind auch nicht mehr so spendabel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Hatten Sie eigentlich nie Angst ein stereotypes Tokio-Bild zu zeichnen?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedes Jahr drehen ungefähr zwanzig Teams aus dem Westen in dieser Stadt und natürlich ist jeder erst einmal total geblendet von den Lichtern, der Reklame. Tokio ist aber auch einfach so, du musst es so zeigen, das lässt sich gar nicht umgehen. Die Frage ist nur, wie weit du gehst. Ich wollte vor allem am Beginn des Films die Faszination des grellen Tokios zeigen, gegen Ende wird es ja bei mir viel normaler, fast schon grau. Aber es liegt natürlich wirklich ein Problem darin, wie westliche Regisseure die Japaner darstellen.&lt;br /&gt;Ich habe versucht, Stereotype zu vermeiden, andererseits scheint es fast so, als dass die Leute gar nicht genug davon kriegen können. Sieh mal „Lost in Translation“, der ist voll von Stereotypen und die Leute lieben diesen Film, die Kritiker auch. Sicherlich, er hat viel Charme und ist lustig...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;...Und es gibt wohl zur Zeit auch einen ziemlichen Asien-Hype.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das kann schon sein, man sollte aber auch nicht vergessen, dass Asien nicht erst gestern vom Westen für den Film entdeckt wurde. Die Amerikaner zum Beispiel haben sehr viele Filme mit einem sehr negativen Image von Japan gedreht. Die Japaner werden förmlich als die neuen Nazis dargestellt. Auch in „Lost in Translation“ findet sich ein eher negatives Bild der Japaner wieder. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Liegt das für Sie an einer gewissen Form von Arroganz?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, ganz genau. Wenn ich an die Szene denke, wo die beiden in diesem Restaurant sitzen und sich über das Essen lustig machen – nebenbei bemerkt wirklich das wunderbarste Essen was du dort bekommen kannst und auch das teuerste – und die zwei sitzen da, als ob sie bei Mc Donalds essen würden...typisch Amerikaner! Oder die Szene, wo sie im Hotelzimmer rumsitzt und sich tödlich langweilt - da habe ich mir nur gedacht, Mensch krieg deinen Arsch aus dem Bett, du bist in einer der aufregensten Städte der Welt! Wenn es dir hier nicht gefällt geh doch nach L.A. zurück! Ich wollte in meinem Film zeigen, wie großartig diese Stadt ist und nicht, wie komisch die Leute dort sind. Natürlich gibt es davon auch ein paar Momente in „Lost in Translation“ und wie gesagt, eigentlich ist der ja auch sehr lustig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ist es eigentlich Zufall, dass Sie bisher noch nie in Deutschland gedreht haben?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja absolut. Ich bin manchmal richtig neidisch, wenn ich sehe, was für Filme meine Kollegen hier in Deutschland machen – zum Beispiel Hans Christian Schmid – aber ich sehe es auch als Herausforderung an, an fremden Orten Filme zu machen, weil man dort die Dinge noch nicht als gegeben betrachtet, sondern völlig neu entdeckt. Es besteht jedoch die schon erwähnte Gefahr nur die Oberfläche zu zeigen. Und natürlich kann ich auch nicht die japanische Kultur in ihrer ganzen Vielfalt in meinem Film verarbeiten. Die ist so reich und vielfältig, die kann ich ja als Europäer in ein paar Wochen gar nicht verstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ihr Film hat ein Happy-End, dass man durchaus kitschig nennen könnte.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe vielleicht eine andere Vorstellung von Kitsch als manche Leute. Für mich ist ein kitschiger Film irgend so ein schmalziger Hollywoodfilm. Ich habe eigentlich den Film gemacht, den ich in Deutschland immer auf großer Leinwand vermisst habe. Vielleicht ist es aber auch eine Generationsfrage. Ältere Zuschauer empfinden meinen Film eventuell eher als ein weiteres komisches MTV-Style-Produkt. Unsere Zielgruppe sind aber sowieso eher jüngere Leute, wenn auch keine Teens, die gehen ja lieber in die Hollywoodfilme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mehr über &lt;a href=http://filmbericht.blogspot.com/2004/02/stratosphere-girl.html&gt;Stratosphere Girl&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111857492258069897?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111857492258069897/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111857492258069897' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111857492258069897'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111857492258069897'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2004/02/matthias-x-oberg.html' title='Matthias X. Oberg'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858505169178120</id><published>2004-02-03T15:58:00.000+01:00</published><updated>2005-06-14T14:09:47.026+02:00</updated><title type='text'>Frühling, Sommer...</title><content type='html'>Im Wechsel der Zeiten&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img268.echo.cx/img268/5705/spring0et.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0374546/&gt;Bom yeoreum gaeul gyeoul geurigo bom&lt;/a&gt; (2003)&lt;br /&gt;R: Ki-duk Ki&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der kleine und der alte Mönch leben in einem schwimmenden, reich verzierten  Tempel inmitten eines klaren Bergsees umgeben von hohen Bergen und grünen Wäldern. Den ganzen Tag verbringen sie mit Beten, Kräutersammeln und Rudern. Die Sonne wirft ihre zarten Strahlen auf die Erde und alles ist gut. Doch dann entdeckt der kleine Mönch die Grausamkeit in sich und bindet einem Frosch, einem Fisch und einer Schlange Steine um den Leib und freut sich diebisch über deren Leiden. Am nächsten Morgen erwacht er ebenfalls mit einem Felsbrocken auf dem Rücken und die Schuld die er auf sich geladen hat, wird er niemals mehr losbekommen. Als dann im Sommer seines Lebens die ordinäre Liebe in Form eines kränkelnden Mädchens in den Tempel einzieht überhört der junge Mann die Weissagungen seines Meisters. Der Alte warnt ihn: Aus Begierde ensteht Abhängigkeit und daraus erwachsen Mordgedanken. Tatsächlich zieht der junge Mönch in die Welt als Liebender hinaus und kommt als Mörder zurück. Vom Selbsthass zerfressen will er sich umbringen. Doch wieder erteilt der Meister ihm eine Lektion und schlägt ihn bis aufs Blut. So seltsam die Methoden anmuten, die der alte Mönch benutzt um seinen Schützling vor dem qualvollen weltlichen Leben zu bewahren, so wirkungsvoll scheinen sie am Ende zu sein, denn der Kreislauf der Tempelherrn kann nahtlos fortgesetzt werden. &lt;br /&gt;Märchen sind oft grausam, das haben wir schon als Kinder gelernt und jede Menge böse Stiefmütter, Hexen und Drachen hoffentlich seelisch heil überlebt. Die Variante die .... uns erzählt ist von verschreckender Einfachheit in ihrer Symbolik und wirkt gerade in Zeiten, in denen wir versuchen über Fanatismus, Religion und den Kampf der Kulturen zu reflektieren reichlich eindimensional. Aber unter Umständen ist genau die radikale Abkehr vom irdischen Jammertal in seiner Hoffnungslosigkeit ein Statement, welches wir als solches einfach akzeptieren sollten. Denn auch die Geschichte der Menschheit folgt nur den periodischen Gesetzen der Jahreszeiten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858505169178120?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858505169178120/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858505169178120' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858505169178120'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858505169178120'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2004/02/frhling-sommer.html' title='Frühling, Sommer...'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858749871478487</id><published>2004-01-11T16:43:00.000+01:00</published><updated>2005-06-14T14:06:48.793+02:00</updated><title type='text'>Wir</title><content type='html'>&lt;img src=http://img197.echo.cx/img197/1482/wir029oy.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0350324/&gt;Wir&lt;/a&gt; (2003)&lt;br /&gt;R: Martin Gypkens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind die Generation auf dem Selbstfindungstripp, die Entwurzelten, die bis zum bitteren Erwachen mit unserer Clique aus der Cabinet-Werbung auf der WG-Party tanzen. Eigentlich wollen wir alle mal nach Indien, weil in Europa ist ja alles immer nur Dasselbe. Trotzdem zieht es uns aus den heimatlichen, miefigen Kleinstädten ins groβe Berlin, wo wir uns dann wie Florian (Oliver Bokern) aus Aachen erstmal kräftig wundern wo denn der Osten ist, von dem wir so viel gehört haben. Zum Glück finden wir dann Petronella (Rike Schmid), eine richtig Hübsche, die echt aus dem Osten kommt und Möbel aus Metall baut, was wir, da wir noch unbedarft sind und nicht wissen, dass wir es in der Grosstadt eigentlich durchgehend mit Kreativen und Lebenskünstlern zu tun haben, echt cool finden. Wir verlieben uns in die Metallbauerin, die aber eigentlich mit Till (Sebastian Reiβ) von der Filmhochschule verbandelt ist. Der hat mit Andreas (Patrick Güldenberg) gerade Filmförderung für irgendwas Experimentelles beantragt und merkt deshalb nicht, was da gespielt wird. Wir haben auch gerne mal einen bindungsunfähigen Freund wie Judith (Karina Plachetka), die immer nur wartet, dass Carsten (Knut Berger) mal anruft. Aber der bekommt gerade von Pit (Jannek Petri) mit der frisch gepiercten Brustwarze einen geblasen und deshalb ruft immer nur Micky (Sebastian Songin) an, der gefährlich einsam ist und gerne über die besten Wege, sich selbst aus dem Leben zu katapultieren, nachdenkt. Wir hauen uns öfters mal den Tag mit sinnlosen Quizsendungen um die Ohren wie die Käthe (Brigitte Hobmeier), die immer noch eine kleine Käthe ist, die sich lustig bunte Getränke für die Aura mixt, sich die Männer einfach pflückt und dann wieder wegschmeisst, wie die Blättchen einer Gänseblume. Bis eines Tages einer keinen Spass versteht. &lt;br /&gt;Unsere Verantwortungslosigkeit lässt sich nicht in Worte fassen, nicht mal einen Hund könnten wir uns halten, geschweige denn Freunde fürs Leben. Über unsere Selbstzweifel sei sowieso lieber der Mantel des Schweigens gedeckt. Aber auf alle Fälle drehen wir irgendwann mal einen Film, so wie Martin Gypkens. Dieser wird dann indifferente Charaktere enthalten, abgedroschene Formeln einer Generation selbstverliebter Vielleichtsager und einen groβen Bang zum Schluss, der aber auch nichts wirklich ändert, denn wir hüpfen alle trotzdem weiter munter durch unser Klischeeleben. Bis uns selbst unsere Selbstironie einfach unerträglich wird.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858749871478487?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858749871478487/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858749871478487' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858749871478487'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858749871478487'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2004/01/wir.html' title='Wir'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858518008188804</id><published>2004-01-09T16:04:00.000+01:00</published><updated>2005-06-14T14:04:25.053+02:00</updated><title type='text'>21 Gramm</title><content type='html'>&lt;img src=http://img197.echo.cx/img197/8307/21gr119mg.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0315733/&gt;21 Grams&lt;/a&gt; (2003)&lt;br /&gt;R: Alejandro González Iñárritu&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Streiften sich die Lebensgeschichten seiner Figuren in Alejandro González Inárritus Vorgängerfilms „Amores Perros“ nur an einzelnen Anknüpfungspunkten, hängt in seinem neuesten Film alles mit allem zusammen. Die Leidenswege von Jack (Benicio Del Toro), dem ehemaligen Häftling, der nun zu Gott gefunden hat und seine Familie mit rigorosen Glaubensauslegungen terrorisiert, der drogensüchtigen Christina (Naomi Watts) und dem herzkranken Paul (Sean Penn), karambolieren an entscheidenden Einschnitten in deren Leben. &lt;br /&gt;Es beginnt alles in einem drittklassigen Motel an irgendeinem Highway in Amerika: Christina und Paul im Bett. Einige Türen weiter haust Jack, der seine Familie verlassen hat, weil er Frau und Kindern vor lauter Selbsthass nichts mehr zu geben vermag. Wie es dazu kommen konnte erzählt Inárritu in verschachtelten Rückblenden und poetischen Bildern (Kamera: Rodrigo Prieto). Langsam bewegt er sich so in die Zeiten zurück, in denen Christina noch Mutter zweier wunderschöner Mädchen und glücklich mit Michael verheiratet war. Derweil hustete sich Paul die Seele aus dem Leib. Ohne Sauerstoffapperatur schaffte er es nicht mal mehr aufs Klo. Seine Exfreundin war zu ihm zurückgekehrt, um ihn zu pflegen und zudem wollte sie ein Kind von ihm. Alte Wunden sollten geheilt werden. Dann der Anruf aus der Klinik: ein Spenderherz wurde gefunden. Als das Telefon bei Paul klingelte, war Jack gerade damit beschäftigt, sein Leben in die richtigen Bahnen zu bekommen.&lt;br /&gt;Spätestens ab dem Mittelteil gerät dann das Melodram um Rache, Ehre und Vergebung, welches wie ein Schiffchen auf stürmischer See immer wieder geradezu auf eine Klippe zusteuert, um sie dann doch noch rechzeitig zu umschiffen, gefährlich ins Schlingern, erahnt nun wohl auch der Letzte, an welchem Felsen die konstruierten Schicksalsschläge zerschellen werden. Die Auflösung des Beziehungsgeflechts gerät deshalb auch trotz asynchroner Erzählweise weder originell noch überraschend. Kann man auβerdem der hochkarätigen Schauspielerriege nicht ihr emotional dichtes Spiel absprechen, so scheint es trotzdem, dass auch diese im starren, dramaturgischen Korsett des Films gefangen ist, der unbedingt zu einem moralischen Ende finden MUSS. Alles was der Regisseur in Eingangs erwähntem Erstling noch andeutete und trotzdem überzeugend zeigte, wird hier gnadenlos zu Ende erzählt und verliert gerade deshalb an Spannung und Aussagekraft.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858518008188804?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858518008188804/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858518008188804' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858518008188804'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858518008188804'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2004/01/21-gramm.html' title='21 Gramm'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111843814707731389</id><published>2003-12-08T23:02:00.000+01:00</published><updated>2005-06-15T09:36:25.643+02:00</updated><title type='text'>Nói albínói</title><content type='html'>Flache Gräber und Malzbier&lt;br /&gt;&lt;img src="http://img151.echo.cx/img151/4707/albinoi8vm.jpg"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://imdb.com/title/tt0351461"&gt;Nói albínói&lt;/a&gt; (Island 2003)&lt;br /&gt;R: Dagur Kári&lt;br /&gt;D: Tómas Lemarquis, Elín Hansdóttir  u.a. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein kleiner Ort inmitten der wintermärchenweiβen isländischen Fjordlandschaften: die Menschen, die hier wohnen haben sich der Kargheit ihrer Umgebung angepasst, machen wenig Worte um ihr Tun und Fühlen. Hier lebt Noi ( Tómas Lemarquis) mit seiner Groβmutter. Die ist auch nicht gerade redseelig und befördert ihren Enkel schon mal mit der Schrotflinte aus dem Bett. Ab und an schaut Nois Erzeuger vorbei, der jedoch seinen väterlichen Pflichten nicht richtig nachkommen kann, weil er trinken muss, um zu vergessen, dass er nicht der zweite Elvis geworden ist. Noi ist also ziemlich auf sich alleine gestellt und weil er auβerdem schon siebzehn ist, gibt es niemanden der ihn dazu bringen könnte, regelmäβig die Schule aufzusuchen. Lieber schickt er sein Diktiergerät als Vertretung und hängt an der Tankstelle rum, trinkt Malzbier oder besorgt sich das eine oder andere Schmuddelheftchen bei seinem Bekannten, dem Buchhändler. Eines Tages taucht Ines, dessen Tochter, hinter dem Tresen der Tanke auf. Sie ist auf Urlaub von der Stadtluft und Noi verliebt sich vom Fleck weg. Die beiden beginnen von Südseeinseln und Palmen zu träumen, vom Leben im Kontrastprogramm.&lt;br /&gt;Dagur Kári erzählt seine Liebesgeschichte mit dem selben spröden Humor, wie er auch Nois schlussendlichen Rauswurf aus der Schule und dessen spätere Karriere als Totengräber inszeniert. Seine Figuren sind nicht kapriziös gespielt, entfalten aber gerade deshalb jede für sich eine Aura, die den Film auf der Stelle sympathisch machen. Kári ist mit seiner Geschichte auch sonst immer irgendwo dazwischen: Noi ist halb asozialer Sonderling, halb genialer Aussteiger, die Liebesgeschichte bittersüss und ohne Happy End, der Schluss deshalb tragisch mit trotzdem guten Aussichten. Damit ist dem Isländer ein universales Meisterwerk der unaufdringlichen Zwischentöne gelungen und gleichzeitig eine kleine feine Hommage an sein Heimatland mit all seinen Sonderbarkeiten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111843814707731389?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111843814707731389/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111843814707731389' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111843814707731389'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111843814707731389'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/12/ni-albni.html' title='Nói albínói'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858886362894363</id><published>2003-11-02T17:06:00.000+01:00</published><updated>2005-06-14T14:02:23.716+02:00</updated><title type='text'>Ich habe keine Angst</title><content type='html'>&lt;img src=http://img197.echo.cx/img197/2453/paura22pw.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0326977/&gt;Ich habe keine Angst&lt;/a&gt; (2003)&lt;br /&gt;R: Gabriele Salvatores&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Kindern geht das Weizenfeld fast bis zur Nasenspitze, es ist ihr Dschungel, den sie wie kleine Tiere bewohnen. Getreide steht aber auch für Apulien, den südlichsten Zipfel Italiens,  für dessen sonnengegerbte Bewohner, für Brot und Nahrung. An diesem Ende der Welt hat Gabriele Salvatores seine Geschichte ausgesät und reich geerntet, denn sein Hauptdarsteller Michele (Giuseppe Christiano) führt den Zuschauer mit einer Souveränität durch italienische Landschaften, wie sie nur Kinder haben. &lt;br /&gt;Die sind auch die eigentlichen Erzähler, sie nehmen uns mit auf ihre Mutproben mitten im Nirgendwo der prallen Ährenreihen, entdecken geheime Orte und weihen uns ein, in die Riten kindlicher Hierarchien, die manchmal grausam sein können. Eines Tages findet Michele eine Höhle, abgedeckt durch eine schwere Eisenplatte. Als er sie zur Seite schiebt, kann er eine zusammengekauerte Gestalt erkennen, die angekettet am Boden liegt. Der Neunjährige hat ein dunkles Geheimnis gelüftet, das schon lange über dem Dorf zu hängen schien. Wenn nun nachts die Erwachsenen in verrauchten Kammern sich leise besprechen, lauscht der Junge mit und findet heraus, dass auch sein Vater weiß, was es mit der Höhle auf sich hat. Michele ahnt, dass er sich entscheiden muss, zwischen Familienehre und seinem eigenen Gerechtigkeitsempfinden. &lt;br /&gt;Salvatores stellt bewusst die Kinder als Taggestalten in Kontrast zu den erwachsenen Nachtmenschen, spielt mit bildlichen Metaphern des Guten und Bösen. Im Rahmen der fast baumlosen apulinischen Weite, die einen malerischen Schauplatz für seine Variante eines Kasper-Hauserischen Höhlengleichnis bietet, inszeniert er einen spannenden Thriller aus Kindersicht, wobei die dampfende Atmosphäre der Sommerhitze sich spürbar wie ein Urteil über die Dorfbewohner zusammenbraut. Das Drehbuch zum Film entstand übrigens nach einem Roman von Niccolò Ammaniti, der zu den italienischen Vertretern der neuen „Pulp“-Literatur gerechnet wird.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858886362894363?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858886362894363/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858886362894363' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858886362894363'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858886362894363'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/11/ich-habe-keine-angst.html' title='Ich habe keine Angst'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858532252634019</id><published>2003-10-09T16:06:00.000+02:00</published><updated>2005-06-15T09:35:22.106+02:00</updated><title type='text'>L'Auberge Espagnol</title><content type='html'>&lt;img src=http://img292.echo.cx/img292/6323/aubergeespagnol27sd1lj.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0283900/&gt;L'Auberge espagnole&lt;/a&gt; (2002)&lt;br /&gt;R: Cédric Klapisch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebe Erstsemester, bitte geht in diesen Film! Hier lernt ihr für´s Leben, vor allem jedoch Wissenswertes über das Austauschprogramm mit dem altehrwürdigen Namen Erasmus. Xavier studiert Wirtschaft und weil sein Vater einen alten Schulfreund in einem jener Glaspaläste sitzen hat, die einen Job für mindestens die halbe Lebenszeit versprechen, trifft man sich auf ein gepflegtes Lunch. Beim Nachtisch ist klar, Xavier muss Spanisch lernen, denn Europa wächst bekanntlich zusammen. Dann winkt auch der Job im Glashaus. &lt;br /&gt;Hier beginnt die Reise des sympathisch naiven Franzosen durch die bürokratischen Wirren einer Auslandsstudienbewerbung und man kann kaum glauben, dass er tatsächlich irgendwann am Flughafen steht, mit Ziel Barcelona. Seine rehäugige Freundin Martine (Audrey Tatou) nebst Hippie-Mutter winken. Doch wie das nun mal so ist, mit neuer Umgebung weitet sich das Blickfeld und man lässt Zurückgelassenes irgendwann zurück. Wohnungssuche, die Schönheiten der neuen Stadt, die Bars, das Leben – dies alles verlangt den ganzen Erasmusstudenten. Xavier durchläuft die nervenaufreibende Tretmühle der Zimmersuche und landet schließlich beim Bewerbungsgespräch am Tisch einer Multikulti-WG. Versammelt sind ein Däne, eine Spanierin, ein Italiener, eine Britin und ein Deutscher, der natürlich sofort das Verhör beginnt. Trotzdem darf der Franzose am Ende einziehen und es beginnt ein turbulentes Jahr, in dem Xavier, entgültig aus dem vielzitierten Nest gestoßen wird. &lt;br /&gt;Cédric Klapischs Film ist eine Party mit Ankunft in der Realität, die ihr nicht versäumen solltet. Alle Liebhaber von „Und jeder sucht sein Kätzchen“ könnten allerdings etwas enttäuscht sein, ob des Fehlens jenes „gewissen“ Hauches Poesie, den der Regisseur seinem Vorgängerwerk zu geben vermochte.  Dieser wird jedoch wettgemacht mit witzigen Dialogen vor WG-Kühlschränken, einem unbedarften Umgang mit sämtlichen Studentenklischees und Nationalitäten-Stereotypen und einer Welle von Nostalgie, die all jene überrollen sollte, die ihr Austauschjahr schon hinter sich haben. Irgendwie sind wir eben alle ein Bisschen Erasmus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858532252634019?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858532252634019/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858532252634019' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858532252634019'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858532252634019'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/10/lauberge-espagnol.html' title='L&apos;Auberge Espagnol'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858896854857291</id><published>2003-10-08T17:07:00.000+02:00</published><updated>2005-06-14T13:54:58.880+02:00</updated><title type='text'>Lola</title><content type='html'>&lt;img src=http://img222.echo.cx/img222/716/sabrinagrdevichfromtvespa31493.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0279926/&gt;Lola&lt;/a&gt; (2001)&lt;br /&gt;R: Carl Bessai&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine indifferente Realität, die keiner Festlegung, keiner Verantwortung bedarf, ist Lolas Welt. Ebensowenig wie sie weiß, welchen Typ Auto sie fährt, warum sie eigentlich eine Therapie anfangen will und aus welchem Grund sie nicht mehr mit Mike, ihrem Mann, schläft, ebenso sorglos geht sie mit ihrem Talent um. Ab und an schneidert sie eine neue Kollektion T-Shirts zusammen, ohne so recht daran zu glauben und Mike hält ihr in immer wiederkehrenden Streits schulmeisterisch diese Unfähigkeit einer Entscheidung für Irgend etwas vor. Lolas Leben verläuft im Leerlauf. Als sie an einem ihrer mit nichts Richtigem verbrachten Tage, der extrovertierten Sandra das Leben rettet, tritt Sinn in ihre Existenz. Allerdings nicht im Sinne Mikes, sondern Sandra zeigt ihr, dass nichts wirklich zählt außer dem Heute. Sie reißt Lola aus ihrer behüteten Welt hinein in eine Reise durch die Nacht, die hart ist im Gegensatz zu Lolas flüchtigem Gleiten durch den Tag. Als Sandra von ihrer Vergangenheit eingeholt wird und dabei ihr Leben verliert, nimmt Lola ihre Identität an und findet dadurch ein Fundament für ihr künftiges Sein. Für die überraschenden Wendungen seiner Geschichte findet der kanadische Regisseur Carl Bessai immer neue bildliche Metaphern, montiert beispielsweise die raue Landschaft Kanadas parallel zu Lolas Abgründen, stellt stilisierte Bilder neben dokumentarische Straßenszenen und bleibt dabei immer ganz dicht an seiner Protagonistin, lässt uns die Geschichte mit ihren Augen sehen. Damit gelingt ihm ein originelles Porträt, einer gewöhnlich verrückten Großstädterin um die Dreißig, die bei näherem Hinsehen das Typische einer ganzen Generation offenbart.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858896854857291?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858896854857291/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858896854857291' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858896854857291'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858896854857291'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/10/lola.html' title='Lola'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858871471047189</id><published>2003-10-08T17:03:00.000+02:00</published><updated>2005-06-14T13:50:14.200+02:00</updated><title type='text'>Werner</title><content type='html'>&lt;img src=http://img87.echo.cx/img87/4145/574969hs.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0304931/&gt;Werner - Gekotzt Wird Spater&lt;/a&gt; (2003)&lt;br /&gt;R: Hayo Freitag, Michael Schaack&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist schon zum Kotzen, da müsste man sich tatsächlich hinsetzen und ein richtiges Drehbuch schreiben, mit Handlung und so. Die Macher dieses Streifens haben jene Phase leichthalsig übersprungen und statt dessen Bölkstoff zugeführt und auf Werners alt bewährte Belustigungsutensilien gesetzt: Möpse, Schwänze, Kotze und viel viel Scheiße. Ansonsten sind Werner, Andi und Eckat wieder volles Rohr unterwegs und zwar nach Korsika in einem selbst umgebauten Monster von amerikanischem Straßenkreuzer. Unterwegs wird ständig um die Vorherrschaft geknobelt, denn jeder darf mal König sein und bestimmen wo es lang geht. Eckat will eigentlich immer nach Hause zu Meister Röhrich, den die drei im Stich gelassen haben und der tatsächlich mit der Sanierung von Frau Glörs Friesenhaus völlig überfordert ist. Doch Werner und Andi kippen dem Jammerer einfach tüchtig eins hinter die Binde und dann will auch Eckat wieder nicht mehr arbeiten. Schließlich muss „Könich“ Werner unbedingt ans Meer und „Flachköpper“ machen. Dann gibt es da noch Helmut und Bruno, die als Metapher für die Unfähigkeit der Bullerei herhalten müssen, schaffen sie es doch nicht dem rasenden Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Für eingefleischte Werner-Fans ist diese Version eines Roadmovies bestimmt wieder mal eine prima Gelegenheit für einen zotigen Herrenabend. Ansonsten wüsste man wohl niemanden, der sich diese platte Anstiftung zur Arbeitsbummelei mit all seinen Unappetitlichkeiten antun möchte: Hau wech die Scheiße!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858871471047189?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858871471047189/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858871471047189' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858871471047189'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858871471047189'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/10/werner.html' title='Werner'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858777006067108</id><published>2003-10-08T16:47:00.000+02:00</published><updated>2005-06-14T13:26:47.410+02:00</updated><title type='text'>Amores Possíveis</title><content type='html'>Liebe könnte schön sein&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img147.echo.cx/img147/3479/amorespossiveis32ov.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0275915/&gt;Amores Possíveis&lt;/a&gt; (2001)&lt;br /&gt;R: Sandra Werneck&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angekündigt als sexy leichte Sommerkomödie entpuppt sich der brasilianische Film, der immerhin auf dem Sundance-Festival 2001, als bester lateinamerikanischer Film ausgezeichnet wurde, als seichte Liebesschmonzette in drei Variationen:&lt;br /&gt;Carlos, ein reicher Anwalt langweilt sich mit seiner Angetrauten, als seine Jugendliebe Julia nach fünfzehn Jahren wieder in sein Leben tritt. Oder: Carlos hat seine Frau Julia und den gemeinsamen Sohn verlassen und lebt mit seiner neuen Liebe Pedro zusammen, entdeckt nun aber wieder Gefühle für Julia. Variante drei schließlich: Carlos liebt eigentlich nur seine Mama, bis er die flippige Julia trifft, vermittelt durch eine seltsame Rendevouz-Anbahnungs-Agentur. Verwirrung entsteht zumindest in der ersten halben Stunde, weiß man als Zuschauer nicht, dass die dreifach gleiche Rollenbesetzung des Carlos mit Murilo Benicio und der Julia (Carolina Ferraz) ein clever gemeinter Regietrick sein soll. Zumal Pedro auch gleich zwei Mal auftaucht. So rätselt man, ob Pedro nicht nur schwul, sondern auch Anwaltskollege von Carlos ist oder ob Carlos vielleicht einen Zwillingsbruder hat, der eigentlich schwul ist, trotzdem aber eine Affäre mit einer Künstlerin hat und wartet darauf, dass seine Mutter alles raus bekommt. Oder alles nur ein Traum? Leider dann doch viel profaner. Das Staunen über die multiplen Persönlichkeiten, die Regisseurin Sandra Werneck auf die Leinwand lässt, wird noch verstärkt durch peinliche Dialoge, die so verkrampft an den Haaren herbeigezogen worden, dass man sich eher in einer brasilianischen Telenovela wähnt, als in einem abendfüllenden Spielfilm. Zumal Kamerafahrten und Musikauswahl ebenfalls stark an Soap denken lassen. Das könnte Charme haben und Spaß machen. Tut es aber nicht. Dann lieber gleich das Original und da bei uns nicht empfangbar als Ersatz „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ kucken!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858777006067108?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858777006067108/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858777006067108' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858777006067108'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858777006067108'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/10/amores-possveis.html' title='Amores Possíveis'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858840232063189</id><published>2003-09-22T16:56:00.000+02:00</published><updated>2005-11-10T00:29:34.536+01:00</updated><title type='text'>Technik des Glücks</title><content type='html'>&lt;b&gt;Brenne lieber Ofen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/907/1199/1600/peter_hache_und_renate.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/907/1199/320/peter_hache_und_renate.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0424486/&gt;Technik des Glücks&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;R: Chris Wright/Stefan Kolbe&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es roch nach ihr zwischen den Häusergräben, früher. Und wenn man das Fenster öffnete, lag da eine schwarze dünne Schicht Kohlenstaub. Jede Woche wieder eine neue. Da standen sie noch, die sechzehn Schornsteine in Zschornewitz, vom VEB Kraftwerk Elbe. Ein Grund sentimental zu werden? &lt;br /&gt;Der Großvater des Regisseurs, Chris Wright, hätte sie eigentlich sprengen sollen, als 1940 britische Fliegerstaffeln Bomben über dem Dorf abwarfen. Nicht nur Wright fragt sich, wie er dieses Riesen-Kraftwerk aus der Luft übersehen konnte. Aber nun ist er hier, 61 Jahre später, um seinem Opa zu berichten, was aus dem Ort geworden ist, den er eigentlich auf dem Gewissen gehabt hätte und von dem Leben, das seine Blindheit ermöglicht hat. &lt;br /&gt;Die Sprengung der Anlage haben inzwischen andere übernommen. Nach der Wende 89´ war das Werk nicht mehr effektiv genug. Übrig geblieben sind die Erinnerungen der Kraftwerker, teilweise auf Super 8 und Video gebannt. Die Filmemacher haben festgehalten, was ihnen wichtig war: Volksfeste, FKK-Urlaub an der Ostsee, die ersten Schritte ihrer Kinder, die Einrichtung ihrer Wohnungen, der Inhalt des Küchenregals und immer wieder die Sprengungen der Schornsteine ihres Kraftwerkes. &lt;br /&gt;Kistenweise haben sie ihr Material Stefan Kolbe und Chris Wright zur Verfügung gestellt und die haben ausgesucht und liebevoll zusammengeschnitten, was der Werktätige so alles trieb in seiner Freizeit. Da gibt es Kleinode des „Zirkels schreibender Arbeiter“ und selten gesungene Volksweisen zu hören: „Brenne lieber Ofen“, trockene Dia-Vorträge über die Effektivität sozialistischer Arbeitsprozesse und immer wieder die Kommentare von Hans-Joachim Werner dem wohl beharrlichsten Hobbyfilmer. &lt;br /&gt;Werner filmt seit mindestens 40 Jahren und kann sogar auf ein Interview mit Täve Schuhr verweisen. Für ihn brachte die Stillegung des Kraftwerkes endlich die nötige Zeit eine Frau zu finden. Und nun muss sie vor die Kamera, sich Geburtstagsständchen anhören und Weisheiten zum neuen Jahr: „Auf das unsere Liebe weiter so stark bleibt – hast du noch etwas hinzuzufügen?“ Hat sie nicht, aber Herr Werner ist pünktlich zurück auf Sendung wenn die Korken knallen. Das ist rührend und zum Lachen zugleich, bietet es doch ganz intime Einblicke in ostdeutsche Alltäglichkeiten. &lt;br /&gt;Doch das Leben der Zschornewitzer wird nie dem Spott preisgegeben. Fällt der Blick auch auf Wäscheleinen voller weißer Tennissocken, durch Plastikblumensträuße auf  Schränkwände mit Spitzendeckchen, dann ist dieser nie herablassend, sondern spricht immer von ehrlicher Sympathie der Filmemacher für die Menschen aus dem Kraftwerk : &lt;br /&gt;„Und auf Erden Frieden Menschen guten Willens.“&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858840232063189?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858840232063189/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858840232063189' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858840232063189'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858840232063189'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/09/technik-des-glcks.html' title='Technik des Glücks'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111859027824798338</id><published>2003-09-18T17:29:00.000+02:00</published><updated>2005-06-15T15:15:27.870+02:00</updated><title type='text'>Fred Gehler</title><content type='html'>Was aber bleibt?&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img296.echo.cx/img296/7440/teninge02fredgehler9pm.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das &lt;a href=http://www.dokfestival-leipzig.de/&gt;„46. Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm“&lt;/a&gt;, (14. bis 19. Oktober), ist das Abschiedsgeschenk von Festivaldirektor Fred Gehler an seine Stadt. Die Debatte um Gehlers Nachfolge wirft jedoch einen melancholischen Schatten auf seinen Blick zurück. Ein Gespräch über Endzeitstimmung, Jean Perret und schwere Geburten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Wie sieht es aus in diesem Jahr? Gibt es Trends und Tendenzen?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nie hatten wir so viele Filme, die sich mit Themen wie Gewalt, der Problematik des Sterbens und Verzerrungen der menschlichen Existenz auseinandersetzen. Eine sehr düstere, apokalyptische Weltsicht, die einem da entgegenkommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Apropos Endzeitstimmung: was bedeutet eine neue Leitung für das Festival?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In jedem Fall heißt ein Wechsel, das jemand mit neuen Sichtweisen, einem neuen Stil und auch neuen Vorstellungen kommt, was die Programmakzentuierung betrifft. Und das ist auch gut so. Nur gibt es schon einige Grundlinien des Festivals, die man aus Gründen des Schutzes für das eigene Profil beibehalten sollte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Nun gibt es seitens des Kulturamtes einen klaren Favoriten für ihre Nachfolge: Jean Perret, der Leiter des Festivals &lt;a href=http://www.visionsdureel.ch/&gt;„Visions du Reél“&lt;/a&gt; in Nyon.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gab im Mai eine kleine Findungskommission, die mit unserer Empfehlung zustande gekommen war und der sich alle Bewerber vorgestellt haben. Das Ergebnis dieser Kommission, sah vom Votum her nicht so aus, dass Dr. Giradet sich nur noch mit einem Kandidaten hätte abgeben müssen. Er hätte mindestens mit zwei der vorstellig Gewordenen intensiver sprechen sollen. Das hat er nicht gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Wo liegt das Problem?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Findungskommission hatte alle Bewerber mit Nachdruck gefragt, ob sie bereit seien, ihren Wohnsitz nach Leipzig zu verlagern. Alle – auch Jean Perret – sahen dies als eine Selbstverständlichkeit an. Dann hatte Perret doch eine Bedenkzeit bis Ende August mit Giradet ausgehandelt, was ich unsäglich fand, weil seine Entscheidung in die intensive Arbeitsphase des Festivals hineinrückte. Ende August bekam ich dann die überraschende Botschaft, dass es nichts wird, mit Familie Perret hier in Leipzig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Perret möchte trotzdem das Leipziger Festival übernehmen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, er hat in einem längeren Telefongespräch mit Giradet sogar den Eindruck vermittelt, dass er beide Festivals – Nyon und Leipzig - leiten möchte. Dies sei für ihn kein Problem, er traue sich das zu. Ich halte dies für Selbstüberschätzung, dass hat nichts mit Perret persönlich zu tun. Natürlich weiß er, wie man ein Festival leitet, ich zweifle nur entschieden daran, dass er zwei Festivals dieses Umfangs leiten kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Sehen Sie gerade Ihre Arbeit den Bach runtergehen? &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, aber meine Bedenken haben zumindest dazu geführt, dass Herr Perret noch einmal eingeladen wurde und seine Vorstellungen zur Diskussion stehen, mit welchem Ausgang auch immer. Ich kann nur sagen, dass ich es für falsch halte, dass man unter diesen Voraussetzungen so eine Lösung, die im Übrigen international völlig unüblich ist, anstrebt. Es ist in meinen Augen höchst riskant, den Festivalleiter außerhalb der Landesgrenzen zu haben. Er gehört hier vor Ort. Für mich ist das eine absurde Diskussion, einen irgendwie gearteten Prominenten zu finden und einen Weg parallel zu beschreiten, nur weil man da an anderer Stelle - Oper und Zeitgenössische Galerie - gute Erfahrungen gemacht hat. Ein Festival ist etwas anderes. Man kann bekanntlich nicht ein Bisschen schwanger sein und ein Festival ist wie ein Kind, dem man jedes Jahr wieder auf die Welt verhilft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Stehen Sie, wenn sich keine Lösung findet, noch für ein weiteres Jahr zu Verfügung?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur, wenn es keine Schummellösung ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Perret steht drauf und Gehler ist drin?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe immer gesagt, Jean, entweder du sagst 2004 oder 2005. Aber sag es bald!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111859027824798338?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111859027824798338/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111859027824798338' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111859027824798338'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111859027824798338'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/09/fred-gehler.html' title='Fred Gehler'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111859004969801044</id><published>2003-09-14T17:26:00.000+02:00</published><updated>2005-06-14T13:41:37.260+02:00</updated><title type='text'>Wolfsburg</title><content type='html'>Fahrerflucht&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img296.echo.cx/img296/6854/wolfsburg994yk.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0355029/&gt;Wolfsburg&lt;/a&gt; (2003)&lt;br /&gt;R: Christian Petzold&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; „Es ist wie im Kreissaal hier. Die Leute warten auf ihr Auto und unterhalten sich: wie groß ist er denn, wieviel Gramm hat er denn?“ Deshalb wollte Christian Petzold seinen Film in Wolfsburg drehen, der wohl „bundesdeutschesten Stadt Deutschlands“. &lt;br /&gt;Phillip Wagner (Benno Fürmann) zögert eine Sekunde, ein Blick in den Rückspiegel dann gibt er Gas. Fährt weiter in seine Wohnung zu Katja (Antje Westermann), der Freundin. Beide sehr vorzeigbar, modern, gediegen. Die Wohnung ein Bungalow, der mit seiner Leere, die innere Einsamkeit seiner Bewohner spiegelt. Und es gibt diese Abhängigkeiten: Phillips Boss ist Katjas Bruder, es ist Geld im Spiel, ein Stück vom Autohaus vielleicht, wenn Phillip nur weiter als perfekter Lebenspartner funktioniert. Das schlechte Gewissen treibt Phillip dann doch ins Krankenhaus. Dort trifft er Laura Reiser (Nina Hoss), die Mutter des kleinen Jungen, den er einfach am Straßenrand liegenließ. Seine Schuldgefühle lassen ihn nicht mehr von ihrer Seite weichen und die Leben der beiden beginnen sich miteinander zu verweben, bis sich schlussendlich der Kreis schließt. &lt;br /&gt;Petzold erzählt seine Geschichte über Schuld und Feigheit gewohnt durchkomponiert. Die kühlen, teilweise fast statisch wirkenden Bildern lassen viel Platz für eigene Interpretationen im Kopf. Wieder hat Harun Farocki dem Regisseur als Mentor beigestanden und er ist auch seinem Konzept treu geblieben, den „akustischen Raum seiner Drehorte Ernst zu nehmen“ und keine Musik oder Soundeffekte einzusetzen, die nicht vor Ort existent waren. Damit bleibt er nicht nur sehr nah an den dramatischen Spannungen seiner Handlung, sondern fängt auch ein echtes Stück deutsche Mittelklasse ein. Bei der Besetzung der weiblichen Hauptrolle bewies er mit der Auswahl von Nina Hoss sein gutes Gespür für weibliche Charaktere. Benno Fürmann wirkt hingegen blass und mit seinem Gegenüber gänzlich überfordert. Trotzdem ist „Wolfsburg“ ein starker Film mit einprägsamen Bildern, der in einigen Szenen die ganze „Bundesrepublikanigkeit“ unseres Landes auf den Punkt bringt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111859004969801044?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111859004969801044/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111859004969801044' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111859004969801044'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111859004969801044'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/09/wolfsburg.html' title='Wolfsburg'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111844148196899373</id><published>2003-08-08T00:31:00.000+02:00</published><updated>2005-06-14T00:48:08.833+02:00</updated><title type='text'>Lukas Moodysson</title><content type='html'>Der Lässige unter den Regisseuren&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img177.echo.cx/img177/4084/moodysson4jt.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich hat &lt;a href=http://german.imdb.com/name/nm0600546/&gt;Lukas Moodysson&lt;/a&gt; nur aus purer Langeweile angefangen, sich mit Film zu beschäftigen. Mit 17 hatte er bereits die Schule geschmissen und seinen ersten Gedichtband herausgebracht (It doesn´t matter where the lightning strikes), aber die Poesie erschien ihm zu selbstzentriert. Er wollte etwas ändern in seinem Leben, Koch werden oder eben Regisseur. Die Filmschule hat ihn angenommen, aus Gründen, die ihm selber heute noch schleierhaft sind. Desorientierung und Gelassenheit als Erfolgsrezept?  &lt;br /&gt;Als Ingmar Bergman, der große Mann des schwedischen Kinos, ihm telefonisch zu „Fucking Amal“ gratulierte, wären andere vor Ehrfurcht in den Boden versunken. Moodysson nahm es locker. Er müsse sich nicht mit Bergman messen. Eigentlich habe er gar nicht soviel über ihn nachgedacht. Muss er auch nicht unbedingt, denn bereits nach dem dritten Film (nach „Fucking Amal“, „Zusammen“ und „Lylia-4-ever“), der internationale Beachtung fand, ist seine Nominierungs- und Preisliste auf Festivals beachtlich lang. Der 34-jährige versucht sich davon zu distanzieren, aber eine „dumme“ Seite in ihm mag Preise, gab er in einem Interview mit dem „Guardian“ zu. Bei der schwedischen Filmpreisverleihung nutzte er seinen Gang auf die Bühne für eine längere Rede über den richtigen Umgang mit Film und der Tatsache, dass die „Königliche Oper“ nicht der richtige Platz für dieses demokratische Medium sei, das man kein Fleisch essen sollte und nicht zu schnell fahren, Kinder gut zu behandeln habe und das schwedische Steuersystem. Die Leute fingen an zu buhen und da hat er sich einfach gewehrt und ihnen den Finger gezeigt. Damit war sein Ruf als Enfant terrible der schwedischen Filmszene begründet. Moodysson tangiert auch das sehr wenig, er hat einen fast familiären Kreis von Leuten um sich geschart, mit denen er immer wieder arbeitet. Außerdem besteht er darauf, sich als Filmemacher politisch zu positionieren. Themen wie Solidarität und Gerechtigkeit sind für ihn essentiell. Sein kritischster und zugleich politischster Film der bei uns bisher gezeigt wird, ist unangefochten „Lylia-4-ever“. Es ging ihm darum den alltäglichen Handel mit Menschen zu thematisieren und zu zeigen, wie die westliche Welt die Ärmeren dieser Erde ausnutzt, ihnen Gewalt antut und sie schließlich tötet. Immer wieder erzählt Moodysson seine Filme aus kindlicher Perspektive, „denn Kinder sind verletzlicher“, deshalb will er ihnen Stimmen geben. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass er selbst am liebsten Kind bleiben würde, um sich eine gewisse naive Weltsicht zu bewahren und auf ewig mit Lego spielen zu können. Seine  beiden Kinder bauen nämlich die viel kreativeren Raumschiffe, sagt er. Auf seine in diesem Jahr fertig gestellte Dokumentation (Terrorister – en film om dom) müssen wir leider hierzulande noch etwas warten. Lukas Moodysson ist zusammen mit Co-Regisseur Stefan Jarl zu den verurteilten Globalisierungsgegnern von Göteborg in die Gefängnisse gegangen, um mit ihnen über die Beweggründe für ihren Protest zu sprechen. Das dies ein wichtiger Film sein wird, steht nicht zu bezweifeln. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mehr über &lt;a href=http://filmbericht.blogspot.com/2003/08/lylia-4-ever.html&gt;Lylia-4-ever&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111844148196899373?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111844148196899373/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111844148196899373' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111844148196899373'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111844148196899373'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/08/lukas-moodysson.html' title='Lukas Moodysson'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111848041656658713</id><published>2003-08-08T00:30:00.000+02:00</published><updated>2005-06-14T00:48:55.546+02:00</updated><title type='text'>Lylia-4-ever</title><content type='html'>Keine Hoffnung, nirgends...&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img177.echo.cx/img177/6919/lilja7dp.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0300140/&gt;Lylia-4-ever&lt;/a&gt; (Sweden 2002)&lt;br /&gt;R: Lukas Moodysson&lt;br /&gt;D: Oksana Akinshina, Artyom Bogucharsky u.a.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lylia steht auf einer Autobahnbrücke in Malmö. Wie sie dahin gekommen ist erzählt der schwedische Regisseur Lukas Moodysson mit radikalen Bildern und ohne das kleinste Licht am Ende eines dunklen Tunnels aufflackern zu lassen. Zunächst befinden wir uns in Estland, aber das spielt keine Rolle, denn Betonwüsten, mit viel Dreck und wenig Hoffnung finden sich überall auf der Welt. Orte an denen die Menschlichkeit verlorengegangen ist und alle nur weg wollen. Lylias Mutter hat ihre Sachen auch gepackt, um mit neuem Lover in den USA ihr Glück zu versuchen. Ihre pubertierende Tochter ist Störfaktor und wird zurückgelassen. Hilfe findet sich keine für Lylia, im Gegenteil, sie wird verstoßen, betrogen und missbraucht und als ein hilfsbereiter junger Mann, die 16-jährige zu einer richtigen Verabredung einlädt, kann diese ihr Glück kaum fassen. Nach Schweden solle sie mit ihm gehen, etwas zusammen aufbauen, verspricht er ihr. Lylia glaubt an diese mögliche Normalität, nur ihr Schutzengel Volodya, ein ebenso Geschundener wie sie, warnt sie vor dem trügerischen Traum. Der Junge wohnt im Block gegenüber und verehrt Lylia, weil sie ihm Unterschlupf gewährt, wenn der Vater mal wieder auf ihn eingeprügelt hat. Zusammen schnupfen sie Leim, teilen sich das wenige Essen und geben sich Nestwärme – eine zarte Notgemeinschaft. Lylia packt trotzdem ihre Sachen und  dieses Mal ist sie diejenige, die im Stich lässt. Doch Schweden wird sie nicht warm empfangen, die Autobahnbrücke ihre letzte Station sein. Moodysson vermag seinem politischen Anliegen Totalität und Eindringlichkeit zu verleihen, die an die Schmerzgrenze gehen. Trotz oder gerade wegen dramaturgischen Entscheidungen, die teilweise hart am Kitsch vorbeischrammen – theatralische Musik von Rammstein und Volodya als Metapher für Jesus – zwingt er den Zuschauer keine Minute an der Wahrhaftigkeit seiner Geschichte zu zweifeln. Mit Oksana Akinshina und Artiom Bogucharsky gelang es ihm zudem zwei Darsteller zu chasten, die dem hohen Druck ihrer Rollen standhalten und uns Moodyssons Geschichte mit ihren Augen sehen lassen. Ein großer Film.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mehr über &lt;a href=http://filmbericht.blogspot.com/2003/08/lukas-moodysson.html&gt;Lukas Moodysson&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111848041656658713?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111848041656658713/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111848041656658713' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111848041656658713'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111848041656658713'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/08/lylia-4-ever.html' title='Lylia-4-ever'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858995209256031</id><published>2003-08-07T17:23:00.000+02:00</published><updated>2005-06-14T00:45:02.516+02:00</updated><title type='text'>Whale Rider</title><content type='html'>&lt;img src=http://img227.echo.cx/img227/7384/whalerider8ih.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0298228/&gt;Whale Rider&lt;/a&gt; (2002)&lt;br /&gt;R: Niki Caro&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem kleinen neuseeländischen Maori-Dorf wird Pakeia der Walreiter als Begründer des Stammes verehrt. Doch die Spuren westlicher Zivilisation drohen die Traditionen und Riten der Indianer langsam verschwinden zu lassen.&lt;br /&gt;Koro, der Häuptling des Dorfes setzt alle Hoffnung in die Geburt eines Enkels, der als würdiger Nachfolger seinem Stamm wieder Stärke geben soll. Doch von den Zwillingen, die das Licht der Welt erblicken, stirbt der Junge und nimmt seine Mutter mit sich. Nur das Mädchen überlebt. Ihr Vater Porourangi nennt sie Paikea und verlässt Dorf und Kind um zu trauern. Der kauzige Koro schließt die kleine Pai trotz anfänglicher Ablehnung bald in sein Herz, versucht aber trotzdem auf anderen Wegen, einen Stammhalter zu erziehen. Die erstgeborenen Söhne des Dorfes müssen antreten, um sich in Taiaha, dem traditionellen Stockkampf, Gesang und Geschichte des Stammes unterrichten zu lassen. Mädchen sind nicht zugelassen. Aber so schnell gibt Pai nicht auf. Sie weiß ganz tief in sich drin, dass sie dazu bestimmt ist, das Dorf zu führen, steht sie doch in direktem Kontakt zu ihren Vorfahren. &lt;br /&gt;Vorsichtig und mit leisem Humor hat Regisseurin Niki Caro den Mythos um Paikea inszeniert. Sie führt die Maori nicht als schöne Wilde in atemberaubender Kulisse vor, sondern setzt ein sehr zeitgemäßes Problem, welches zugleich zeitlos ist - denn Werte und Traditionen befinden sich ja bekanntlich immer im Wandel - mit erzählerisch traditionellen Mitteln um. So lebt die Geschichte nicht von überraschenden Wendungen sondern vor allem von der beeindruckenden Leinwandpräsenz, die Keisha Castle-Hughes der Figur der Pai zu geben vermag. Man leidet, kämpft und bangt mit dem Mädchen bis zur letzten Minute, weiß aber immer, dass sie es schaffen wird, ihrem Großvater zu beweisen, dass auch eine Frau mutig genug sein kann, Verantwortung für die Zukunft eines ganzen Stammes zu übernehmen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858995209256031?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858995209256031/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858995209256031' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858995209256031'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858995209256031'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/08/whale-rider.html' title='Whale Rider'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858943944905415</id><published>2003-08-07T17:15:00.000+02:00</published><updated>2005-06-14T00:42:33.743+02:00</updated><title type='text'>My Life Without Me</title><content type='html'>&lt;img src=http://img227.echo.cx/img227/5376/mylifewithoutme7hp.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0314412/&gt;My Life Without Me&lt;/a&gt; (2003)&lt;br /&gt;R: Isabel Coixet&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwo in Kanada steht ein alter Wohnwagen in einem etwas verwilderten Garten, darin wird ein bunter Glasperlenvorhang beiseite geschoben, der Blick fällt auf zwei wunderschöne Mädchen. Sonst nicht viel. Ann (Sarah Polley) wohnt hier mit Don (Scott Speedman) und den Kindern. Sie haben sich auf dem letzten Konzert von Nirvana kennengelernt, sich verliebt und dann ging alles ganz schnell. Geld haben sie wenig, lieben sich aber trotz der Nachtschichten, die Ann als Putzfrau in der Uni schiebt fast jeden Tag im Morgengrauen. Don will mit seiner Frau und den Kindern ans Meer, falls es mit dem neuen Job klappt. Alles sehr liebevoll. Fast Hippie-Idylle. Doch dann eines Tages fällt Ann einfach um. Im Krankenhaus traut der Arzt ihr nicht in die Augen zu sehen. Er sagt ihr dann trotzdem, dass sie bald sterben wird. &lt;br /&gt;Ann ist in einem Alter wo man Ginger-Bonbons noch zu scharf findet und sich mindestens noch einmal neu verlieben müsste – sie ist 23. Was tun, wenn man plötzlich aufwacht, merkt, dass man Träume hat und weiß, dass man seine Kinder nicht aufwachsen sehen wird?  Die Regisseurin Isabel Coixet lässt ihre Heldin stark sein, obwohl sie zerbrechlich und zart wirkt, schickt sie los, Leben aufzuholen. Wir dürfen gerührt zusehen, wie sich Ann im Stillen mit ihrer frustrierten Mutter (Deborah Harry) aussöhnt, ihren Vater (Alfred Molina) besucht, der seit Jahren im Gefängnis sitzt und wie sich Lee (Mark Ruffalo) im Waschsalon in Ann verliebt und dabei sogar manchmal lächeln, meistens aber weinen. Die Handlung hat durchaus Längen, wird doch in fast tagebuchähnlicher Manier die ausweglose Reise einer jungen Frau in den Tod zelebriert. Doch eigentlich ist das egal, denn man wird von einem warmen Strudel Emotionalität durch den gesamten Film getragen und am Ende zwar völlig zerstört, traurig aber mit dem festen Vorsatz gleich heute mit einer ordentlichen Portion Träume-Verwirklichen zu beginnen in das gleißende Sonnenlicht der Realität entlassen. Richtiges Kino eben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858943944905415?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858943944905415/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858943944905415' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858943944905415'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858943944905415'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/08/my-life-without-me.html' title='My Life Without Me'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858951321373808</id><published>2003-07-04T17:17:00.000+02:00</published><updated>2005-06-14T00:41:17.086+02:00</updated><title type='text'>Okay</title><content type='html'>&lt;img src=http://img227.echo.cx/img227/2879/okay6ad.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0291395/&gt;Okay&lt;/a&gt; (2002)&lt;br /&gt;R: Jesper W. Nielsen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für alle Eventualitäten des Lebens bietet dieser Film Handlungsanweisungen: Kindererziehung, Vater-Sohn-Konflikte, Schwul-lesbische Familiengründung, Eheprobleme, Tod.&lt;br /&gt;Leider werden die Lösungsvorschläge der kleinen bis mittleren Krisen wenig überraschend erzählt. Paprika Steen gibt in der Rolle der Nete wieder einmal die überforderte Frau aus der Mitte des Lebens, die trotz pubertierender Tochter, einem schriftstellernden Ehemann und ihrem sterbenden Vater ihren enervierenden Hang zur Verbesserung der Welt nicht aufgibt. Tatkräftig sorgt sie dafür, dass ihr Vater seine letzten Wochen im Schoße der Familie verbringt. Dieser lebt jedoch länger als erwartet und bringt dadurch das Leben seiner Lieben aus dem Gleichgewicht. Tochter Trine emanzipiert sich mit seiner Hilfe von ihrer Mutter und Ehemann Kristian landet in den weißen Laken einer seiner Literaturstudentinnen, die endlich mal Verständnis für sein literarisches Werk aufbringt. Wir lernen: Männer brauchen Anerkennung und Motivation. Für so was hat Nete natürlich gar keine Zeit, muss sie doch Opas alte Wohnung entrümpeln und ihrem schwulen Bruder moralisch unter die Arme greifen. Der wird nämlich gerade Vater. Dazu hat Regisseur Jesper W. Nielsen noch handfeste Kritik am dänischen Gesundheitssystem und den überteuerten Preisen für ein Kraftfahrzeug dortzulande in seinen Film gepackt. Präsentiert in einem diffusen Gemisch aus Handkamera- und Werbefilmästhetik und umrahmt durch Musik, die stark an eine dänische Version von „Superstars“ erinnert – übrigens Paprika Steen singt auch -, lässt Nilsens Machwerk auch auf der technischen Ebene an Fingerspitzengefühl vermissen. Außerdem landet mindestens ein Zitat aus „Okay“ auf der Liste der Sätze, die wir nie wieder in einem Film hören wollen: „Ach und dann war ich noch bei der Kleinen, die du gerade fickst&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858951321373808?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858951321373808/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858951321373808' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858951321373808'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858951321373808'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/07/okay.html' title='Okay'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111859011508165652</id><published>2003-06-13T17:27:00.000+02:00</published><updated>2005-06-14T00:36:34.980+02:00</updated><title type='text'>Xiaos Weg</title><content type='html'>&lt;img src=http://img55.echo.cx/img55/1443/together50ez.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0332639/&gt;Xiaos Weg&lt;/a&gt; (2002)&lt;br /&gt;R: Kaige Chen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Xiao Chun (Tang Yun) ist 13 und ein Genie. Seit er fünf ist, gewinnt er mit seinem Geigenspiel regelmäßig Preise, obwohl er aus ärmlichen, provinziellen Verhältnissen kommt. Das hat er vor allem dem Ehrgeiz seines schlitzohrigen Vaters (Liu Peiqi) zu danken, der fast alles tun würde, um seinem Sohn als erfolgreichen Musiker zu sehen. So machen sich die beiden mit ihren wenigen Habseeligkeiten auf den Weg nach Peking. Dort lernt Xiao nicht nur den trotteligen Professor Jiang (Wang Zhiwen) mit seinen zwölf Katzen und einem seltsamen Verhältnis zur Ordnung kennen, sondern auch die schöne Lili (Chen Hong), die ständig damit beschäftigt ist, sich um ihre Liebhaber, neue Schuhe oder ihre Frisur zu kümmern. Bald jedoch schleicht sich die Weisheit des Jungen in deren Herzen und verändert ihr Leben. Im Gegenzug lernt Xiao, dass seine Gabe ihm nicht immer nur Annehmlichkeiten bringt und sein Vater erfährt, das Erfolg nicht alles ist im Leben. Chen Kaige, der durch seine Filme (Lebewohl, meine Konkubine), geholfen hat, chinesische Kultur auf westliche Leinwände zu bringen, hat eine Parabel über die wahren Werte des Lebens inszeniert, die eben für jenes westliche Publikum, in ihrer offensichtlichen Didaktik zu moralisch anmutet. Auch die Figuren wirken überzeichnet und hätten etwas Ambivalenz vertragen können. So steht Lili, mit ihrer Hysterie und Konsumgier zu offensichtlich für eine neue Tendenz in China und Xiao mit seinem Idealismus und abgetragenen Schuhen im Gegenpart für Reinheit und Bodenständigkeit. Doch wie heißt es so schön im Film: „Musik ohne Gefühl ist wie ein Gewehr ohne Munition“. Zu viel Pathos verstopft aber den Gewehrlauf!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111859011508165652?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111859011508165652/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111859011508165652' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111859011508165652'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111859011508165652'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/06/xiaos-weg.html' title='Xiaos Weg'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111844178801830225</id><published>2003-06-09T00:12:00.000+02:00</published><updated>2005-06-14T00:28:59.086+02:00</updated><title type='text'>Lichter</title><content type='html'>&lt;img src=http://img212.echo.cx/img212/5259/matratzen1ze.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0351238/&gt;Lichter&lt;/a&gt; (2003)&lt;br /&gt;R: Hans Christian Schmid&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/name/nm0772691/&gt;Hans Christian Schmid&lt;/a&gt; empfing im „Hotel Brandenburger Hof“ in Berlin und hatte genau eine halbe Stunde. Zeit genug, um über Grenzerfahrungen beim Dreh seines neuen Films &lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0351238/&gt;„Lichter“&lt;/a&gt; zu reden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;"Wir können uns nicht auf eine Insel zurückziehen und auf hohem Niveau jammern!"&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als nach der ersten Vorführung im Berliner „International“ das Publikum sehr zustimmend reagierte, schienen Sie erleichtert zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja klar, denn das „International“ war für uns noch ein Bisschen mehr Testlauf als der „Berlinale Palast“, weil hier einfach mehr Leute zukucken, die in der Gegend leben. Und ich hatte schon das Gefühl, dass das Publikum bis zum Schluss konzentriert blieb und auch gespürt hat, was mit dem Film gewollt wurde. Natürlich ist „Lichter“ kein Film bei dem sich hinterher spontane Heiterkeit ausbreitet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es kam aber auch sofort die Frage, nach der Melancholie und Hoffnungslosigkeit des Filmes. Sie haben sich sehr dagegen gewehrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz einfach, weil ich den Film nicht so empfinde. Alle Figuren, die ich zeige, sind echte Kämpfernaturen, die noch nicht aufgegeben haben. Wenn ich jemandem dabei zusehe, wie er versucht seine Situation zu verbessern, verbinde ich damit die Hoffnung, dass er etwas erreicht. Und selbst im Scheitern kann ich die Figuren mögen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie haben im Grenzland gedreht. Hat sich diese besondere Stimmung auch auf das Team und die Arbeit übertragen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann sich in Frankfurt und Slubice nicht aufhalten, ohne zu spüren, an einer relativ streng bewachten EU-Außengrenze zu sein. Wenn man über die Oder fährt, fällt auf, dass es an diesem eigentlich wunderschönen Fluss kein Freizeitgeschehen gibt. Wenn man dann mit einem polnischen Kameramann und russischen Schauspielern an die Grenzkontrolle kommt und der polnische Pass länger kontrolliert wird als der deutsche und der russische noch mal länger als der polnische, dann merkt man, dass es da so etwas wie eine Klassengesellschaft gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;War dieses Gefühl auch der Auslöser diesen Film zu machen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gab verschiedene Gründe. Erst einmal bin ich von München nach Berlin gezogen und habe von hier aus einen Ausflug an die Oder gemacht. Ich fand sofort, dass diese Grenzlandschaft durch ihre Gegensätze ein sehr filmischer Ort ist. Sie ist romantisch für ein Liebespaar, für jemanden aus der Ukraine, der kein Visum hat, ist sie eine unüberwindbare Grenze. Viele Deutsche fahren nach Polen, um dort billig zu tanken oder sich die Zähne machen zu lassen. Und an einem Freitagabend sind deutsche Bordellbesucher im Stadtbild von Slubice dominierend. Dieser seltsame Grenzverkehr hat mich fasziniert. Dazu kam, dass ich einen Artikel über eine Flüchtlingsgruppe in der Zeitung gefunden habe, die in Slubice abgesetzt worden war, obwohl sie eigentlich nach London wollte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Film hat eine dokumentarische Anmutung. Haben Sie am Set noch improvisiert?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Drehbuchautor versuche ich natürlich, dass vieles schon sehr fest ist, weil ich im Vorfeld einfach die Zeit und die Ruhe habe, mir Gedanken zu machen. Mein Buch ist für mich wie ein Bauplan für ein Haus. Die letzte Drehbuchfassung entwickele ich allerdings mit den Schauspielern zusammen, da tauchen natürlich noch neue Ideen auf. Vor Ort versuche ich dann sehr stark, die Schauspieler dazu zu bewegen noch mal loszulassen, ermutige sie zu improvisieren. Das ging bei „Lichter“ besonders gut, weil wir eine sehr unaufwendige Handkamera gewählt haben, die sich komplett an dem Geschehen orientiert. Der Schauspieler muss sich nicht an ein Klebeband auf dem Boden halten. Man arbeitet auch mit Licht, dass jede Bewegung möglich macht, so dass auch ein Schlagschatten nicht so schlimm aussieht. Dadurch hat man natürlich eine große Freiheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie müssen aber auch einen großen Vertrauensvorschuss in die Arbeit des Kameramannes setzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der hatte wirklich eine ganz schöne Bürde zu tragen. Nicht nur diese schwere Kamera auf der Schulter sondern auch eine große Verantwortung, dass er sich im richtigen Moment für den richtigen Blickwinkel entscheidet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihre Konzentration lag also voll und ganz bei den Schauspielern?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich konzentriere mich am Set ausschließlich auf die Schauspieler, weil ich eben finde, dass für den Bildausschnitt der Kameramann zuständig ist. Ich denke, es ist ein Anfängerfehler, den zumindest ich bei meinen ersten beiden Filmen gemacht habe, dass ich aus Angst vor dem Umgang mit den Schauspielern, mich fast hinter dem Kameramann versteckt habe und ständig mit dem Bild und dem Ausleuchten beschäftigt war. Heute glaube ich, dass meine Aufgabe darin besteht, alles für die Schauspieler zu tun, damit die sich gut aufgehoben fühlen, weil sie eben oft ihr Innerstes nach außen kehren müssen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gab es ja das Problem der Sprachbarriere. Hatten Sie einen Dolmetscher am Set?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, es ging alles mit unserem zum Teil ziemlich schlechten Englisch und mit Händen und Füßen. Teilweise war das sehr lustig und konfus. Klar habe ich nicht immer genau verstanden, was gesprochen wurde, wenn zwei Schauspieler eine Szene auf Polnisch improvisiert haben, aber man spürt schon, was da gerade passiert, ob die Emotionen stimmen oder nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für mich persönlich ist Ihr Film auch eine Geschichte über Heimat und die Frage wohin man eigentlich gehört. Sie lassen Ihre Helden bis auf Kolja nicht „ankommen“, sie kehren zurück an ihren Ausgangsort, aber man hat trotzdem das Gefühl, dass das gut so ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heimat als Thema war mir eigentlich nicht so bewusst. Mich hat eher interessiert, was passiert, wenn ein reicher Staat eine Grenze hochzieht mit dem benachbarten armen Staat. Wie verhalten sich Menschen unter problematischen ökonomischen Verhältnissen, wie fängt der eine an den anderen auszunehmen, wird aber dann selber ausgenommen? Heimat spielt da natürlich mit rein. Ich bin mir auch nicht sicher, ob Kolja am „Potsdamer Platz“ in Berlin wirklich findet, was er sich erhofft. Sein Schicksal ist höchst ungewiss. Für mein Gefühl ist es so, dass die meisten von all diesen Flüchtlingen sehr viel auf sich nehmen mit ihrer Entscheidung zur Flucht. Ich denke, die würden viel lieber in ihrer Heimat bleiben, wenn man ihnen die Möglichkeit geben würde, dort etwas aufzubauen. Wenn ich in einem Land aufwachse und merke, für mein Kind wird es hier nie eine richtige Perspektive geben, dann kann ich jeden verstehen, der das ändern möchte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war Ihnen also wichtig mit diesem Film ein politisches Statement abzugeben?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf alle Fälle. Ich wollte eine Entwicklung zeigen, die ich als problematisch oder falsch empfinde. Ich glaube nicht, dass es moralisch vertretbar ist, dass wir uns auf eine Insel der Wohlhabenden zurückzuziehen. Uns geht es doch allen ziemlich gut. Trotzdem wird auf verhältnismäßig hohem Niveau gejammert.&lt;br /&gt;Auf der anderen Seite, hatte ich auch das Gefühl, dass gerade Slubice als Stadt boomt und dort auch etwas passiert, während auf der anderen Seite der Oder in Frankfurt jährlich 200 000 abwandern und die Stadt mehr und mehr zur Geisterstadt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denken Sie, sie hätten den Film auch gemacht, wenn sie in München geblieben wären?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube schon. Aber von München aus bin ich immer ins Gebirge, nach Italien oder in die Schweiz gefahren. Jetzt fahre ich an die Ostsee oder nach Polen. Im August ist die Hochzeit von unserem Kameramann in Krakow, da freue ich mich schon sehr drauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja dann viel Spaß dort!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111844178801830225?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111844178801830225/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111844178801830225' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111844178801830225'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111844178801830225'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/06/lichter.html' title='Lichter'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858957063529878</id><published>2003-05-11T17:18:00.000+02:00</published><updated>2005-06-14T00:33:55.063+02:00</updated><title type='text'>Poem</title><content type='html'>&lt;img src=http://img297.echo.cx/img297/8729/index3oc.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0360890/&gt;Poem&lt;/a&gt; (2003)&lt;br /&gt;R: Ralf Schmerberg&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ralf Schmerberg hat einen Fuß in die Luft gesetzt und sie trug ihn, denn sein Film „Poem“ ist ein berührendes, cineastisches Hörbuch für alle die Lyrik anders erleben wollen. Mitgenommen auf die Reise durch Gedichte von Hesse, Jandl, Tucholsky, Lasker-Schüler, Rilke und Mascha Kaléko, um nur einige zu nennen, versinkt man in Poesie, die Schmerberg wahlweise visuell begleitet oder kontrastiert. Leise fressen sich Flammen in Seide und Spitze von Hochzeitskleidern zu Heiner Müllers Versen, wird ein Kind geboren im „Sturm“ von Selma Meerbaum-Eisinger und Jürgen Vogel sitzt im Ballonseidenanzug inmitten seiner kreischenden Sippe. Seine Frau entflieht ihm und den Kindern in ihre eigene Welt – „eine einzige Stunde frei sein!“ Auf der Osterprozession der Büßer ist zwischen den dürren Beinen Jesu ein Stück Himmel zu sehen. Dann biedere Wohnzimmerwelten und das Bild vom Schäferhund über´m Bett – Erich Kästners „Kleines Solo“. Dokumentarische Episoden werden leichthändig mit inszenierten Szenen abgewechselt, die essayistische Anmutung läßt Platz für Gedankenspiele. Ungewöhnliche Orte und interessante Abstraktionen, unterstützt durch eine hochkarätige Riege von Darstellern und Sprechern – Hermann van Veen, Klaus-Maria Brandauer, Meret Becker, Paul Celan und Anna Thalbach u.v.a. ließen das mutige Vorhaben gelingen, Gedichte in ästhetisch wertvolle Bilder zu fassen ohne aufgesetzt zu wirken. Das sich am Ende Frauen- und Männerhorde zur „Ode an die Freude“ mit Farbbomben bewerfen, kann im Rückblick verziehen werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858957063529878?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858957063529878/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858957063529878' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858957063529878'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858957063529878'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/05/poem.html' title='Poem'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858913896898888</id><published>2003-05-11T17:11:00.000+02:00</published><updated>2005-06-14T00:19:25.260+02:00</updated><title type='text'>Mein erstes Wunder</title><content type='html'>&lt;img src=http://img20.echo.cx/img20/5732/koenigskinder5gv.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0307077/&gt;Mein erstes Wunder&lt;/a&gt; (2002)&lt;br /&gt;R: Anne Wild&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dole ist eine zwölfjährige Göre aus dem Bilderbuch – hübsch, intelligent und unverstanden vom Rest der Welt boykottiert sie den ersten gemeinsamen Urlaub mit dem neuen Liebhaber der Mutter (Juliane Köhler) am Meer. Diese hat beschlossen, dass Philipp, ein farbloser Erbauer zahlreicher Tankstellen in diversen Ferienparadiesen, genau der Richtige für eine vernünftige Beziehung ist. Dole findet das Männer ekelig sind und Nasenhaare haben und klettert aus Protest über die Ignoranz ihrer Mutter auf ein Baugerüst. Hermann (Leonard Lansink) rettet sie vor der aufgebrachten Menge und zwischen dem Mädchen und dem gut dreißig Jahre Älteren entwickelt sich eine Freundschaft mit Folgen. Denn auch wenn sowohl Hermanns Frau als auch Doles Mutter der aufkeimenden Beziehung zwischen den beiden zunächst mit Nachsicht begegnen, eskaliert die Situation, als herauskommt, dass Dole und Herrmann auch nach dem Urlaub nicht aufhören, sich zu treffen. Eines Tages verschwinden die beiden spurlos. Anne Wild vollzieht mit ihrem ersten abendfüllenden Spielfilm die Gradwanderung zwischen Freundschaft, liebevoller Zuneigung und krankhafter Pädophilie nach, ohne einfache Erklärungsmuster vorzugeben. Vielmehr erinnert sie den Zuschauer an die kindlichen Momente reinen Glücks, die in der Welt der Erwachsenen oft nicht mehr wahrgenommen werden und die Hermann im Zusammensein mit Dole wiederfindet. In ihrer redundanten Darstellung wirken sie jedoch oft überzeichnet und verkommen zur Platitüde. Dole, die von Henriette Confurius allein durch ihre schauspielerische Haltung glaubwürdig verkörpert wird, bekommt vom Drehbuch Sätze in den Mund gelegt, die genau jene Glaubwürdigkeit ad absurdum führen. Weniger wäre mehr gewesen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858913896898888?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858913896898888/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858913896898888' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858913896898888'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858913896898888'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/05/mein-erstes-wunder.html' title='Mein erstes Wunder'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858878611867559</id><published>2003-05-11T17:05:00.000+02:00</published><updated>2005-06-14T00:16:10.486+02:00</updated><title type='text'>Ganz und Gar</title><content type='html'>&lt;img src=http://img116.echo.cx/img116/2526/f05015068eq.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0338052/&gt;Ganz und Gar&lt;/a&gt; (2003)&lt;br /&gt;R: Marco Kreuzpaintner&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist der Film zum Sommer. Ein Gefühl kommt auf, als würde man gerade noch mal mit der Schule fertig werden und nun das Leben feiern. Dabei geht es in Marco Kreuzpainters ersten Kinofilm um Größeres. Entscheidungen müssen von seiner „Clique“ getroffen werden, die dann entweder ins Rattanbett inklusive gesicherter Existenz dank eines gutgehenden Bäderstudios oder eben nicht führen. Dicke Eichenschrankwände oder einen Hauch von Freiheit? Was jetzt so ein Bisschen nach deutscher Variante von „Einsam, zweisam, dreisam“ oder „Reality Bites“ klingt, wurde auch mit ähnlicher Grundstimmung inszeniert. Aber das Klischee macht Spaß und sieht verdammt gut aus: Torge (David Rott), der ewige Aufreißer, fällt vom Dach und aus den Wolken, als er dabei ein Stück Bein verliert. Trotzig sein Image verteidigend wettet er mit Micha (Hanno Koffler), dem Anständigen, dass er dessen Exfreundin Lisa (Mira Bartuschek) das abringt, was Micha nie vermochte: ein Ja zur Hochzeit. Doch was als Spiel beginnt, endet wie erwartet. Weiß man also oft schon vorher, wie die Handlung weitergeht, amüsiert man sich trotzdem und murmelt Beifälliges, denn hier sind sympathisch echte Menschen, die in richtigen Wohnungen,  ihre kleinstädtischen Leben leben dargestellt. Sie haben die Gedanken im Kopf, die alle bewegen am Absprung in die Welt der „Erwachsenen“. Es geht um echte und falsche Freunde, Liebe, Kinder und den Anfang vom Ende. Fällt der Vorhang verlässt man mit einem zufriedenen Lächeln den Saal. Ist es doch gut daran glauben zu können, dass alles so kommt wie es kommen sollte: die Heiratswilligen finden sich, die anderen auch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858878611867559?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858878611867559/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858878611867559' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858878611867559'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858878611867559'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/05/ganz-und-gar.html' title='Ganz und Gar'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858933868077677</id><published>2003-03-03T17:12:00.000+01:00</published><updated>2005-06-15T15:57:34.443+02:00</updated><title type='text'>Deutscher Kurzfilmpreis 2002</title><content type='html'>&lt;b&gt;Kurze Filme für Unterwegs&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://www.kurzfilmpreisunterwegs.org/2002/home.html&gt;„Deutscher Kurzfilmpreis 2002“&lt;/a&gt; tourt durch die Bundesrepublik&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedes Jahr vergeben die Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Preise, die mit Geld verbunden sind, an junge Talente in der Filmbranche. Neun Filme bis zu einer Länge von max. 30 Minuten wurden nominiert. Im Bereich Spielfilm waren das „Entinen Mies“ (Regie: Lale Nalpantoglu),  „Fetisch“ (Regie: Richard Lehun), „Freunde“ (Regie: Jan H. Krüger) und „Die Katze von Altona“ (Regie: Wolfgang Dinslage). Bei den Animationsfilmen wurden ausgesucht, „Escape“ (Regie: Kirsten Winter) sowie „Sofa“ (Regie: Hyekung Jung). Und bei den Dokumentarfilmen fand die Jury „Old Choi´s Film“ (Regie: Bin Chuen Choi) und „Jenseits der Ferne“ (Regie: Johannes Kaltenhauser und Florian Vogel) für nominierungswürdig. &lt;br /&gt;Den Preis in Gold erhielten „Fetisch“, „Fremdkörper“, „Escape“ und „Old Choi´s Film“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lale Nalpantoglu &lt;br /&gt;über &lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0362592/&gt;„Entinen Mies“&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img208.echo.cx/img208/9083/entinengross5bk.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Titel meines Films ist Finnisch und bedeutet übersetzt „Früherer Mann“. Das ist auch der Name des Musikstücks der finnischen Band „Aavikko“ das ich als Grundlage für meine Geschichte benutze. Ich arbeite oft so, dass zuerst die Melodie des Films da ist und dann die Bilder folgen. In diesem Fall wollte ich gerne eine Tanztee-Situation umsetzen und es hat mich interessiert mit alten Menschen zu arbeiten. Ich hatte es mir nur leichter vorgestellt, Darsteller zu finden, aber man glaubt gar nicht, wie beschäftigt Senioren sind. Zwei Monate war ich ständig auf  Tanztees, aber immer wenn ich gerade anfangen wollte, den Leuten von meiner Idee zu erzählen, kam ein tolles Stück und alle rannten auf die Tanzfläche. Ich habe natürlich auch tanzen müssen. Bei den eigentlichen Dreharbeiten hatten wir dann alle viel Spaß; das sieht man, glaube ich ,auch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Katja Pratschke &lt;br /&gt;über &lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0362661/&gt;„Fremdkörper“&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img208.echo.cx/img208/3821/fremdkoerpergross3vx.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Vorfeld zu diesem Film habe ich mich sehr viel mit den Thematiken Transplantation und künstliches Leben auseinandergesetzt. Mich hat der wissenschaftliche Aspekt interessiert und ich habe später eine narrative Form gesucht, all die Interviews mit Neurochirurgen und Psychologen umzusetzen, denn ich wollte keinen Essayfilm daraus machen. Nun ist es ein Fotofilm über die Liebe geworden, basierend auf der Erzählung „Die vertauschten Köpfe“ von Thomas Mann. Ich wollte zeigen, dass Liebe kein stabiler Zustand ist, dass selbst wenn sie in einem Moment ideal erscheint, Veränderungen unvermeidbar sind. Die Idee einen Film aus lauter einzelnen Fotografien zu gestalten hat mich schon lange beschäftigt. Ich bewundere „Auf dem Rollfeld“ von Chris Marker, ein Film, der in den 70er Jahren entstanden ist. Ich denke, durch diese Umsetzung bleibt dem Zuschauer Zeit, die einzelnen Szenen besser zu erfassen. Die Zusammenarbeit mit Gustav, meinem Fotografen war ideal, ich habe kein einziges Mal durch den Auslöser geschaut. Vielleicht liegt es daran, dass wir im richtigen Leben ein Liebespaar sind und auch ein Kind zusammen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Johannes Kaltenhauser &lt;br /&gt;über &lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0389049/&gt;„Jenseits der Ferne“&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img208.echo.cx/img208/7766/jenseitsgross6hq.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicherlich war es einfacher für mich als Bayer Zugang zu August Frommer zu bekommen, denn man spricht eben doch die gleiche Sprache. Außerdem habe ich lange Zeit in Wasserburg gelebt und kannte den Mann mit dem Fahrrad, von dem niemand richtig wußte, was er eigentlich treibt, schon lange vom Sehen. Trotzdem war es immer noch schwierig ihn davon zu überzeugen bei unserem Film mitzumachen. Über ein Jahr hat es gedauert bis er eingewilligt hatte und am Ende haben wir fünf Jahre gebraucht, die Dreharbeiten abzuschließen. Mal hatte August keine Zeit, mal keine Lust. Schließlich mußte er an seiner Erfindung weiterarbeiten. Als wir ihm schließlich den fertigen Film gezeigt haben, war er, glaube ich, schon sehr angetan. Die Vorstellung, dass diese Dokumentation über sein Schaffen ihn überleben wird, hat ihm doch gefallen. Und eine kleine Sensation gab es dann noch im Wasserburger Kino: Unser Film lief zwei Wochen lang, drei Mal täglich vor ausverkauftem Haus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858933868077677?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858933868077677/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858933868077677' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858933868077677'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858933868077677'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/03/deutscher-kurzfilmpreis-2002.html' title='Deutscher Kurzfilmpreis 2002'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858906775543504</id><published>2003-03-03T17:09:00.000+01:00</published><updated>2005-06-14T00:11:45.570+02:00</updated><title type='text'>À ma soeur!</title><content type='html'>&lt;img src=http://img116.echo.cx/img116/1836/fatgirl17xo.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0243255/&gt;À ma soeur!&lt;/a&gt; (2001)&lt;br /&gt;R: Catherine Breillat&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wäre dies kein Film von Catherine Breillat, könnte man von anfänglicher Idylle sprechen: ein Ferienhäuschen mit Pool; Eltern, die mehr oder weniger nicht vorhanden sind und eine ungewisse Sehnsucht nach Liebe – das ist der Sommer für die Schwestern Anais und Elena. Nur ist die eine ein Zwischending aus Babykörper mit  Speckwulsten und kleiner Frau mit knospenden Brüsten und die andere eine wunderschöne Lolita im Elfenkörper. Genauso unterschiedlich die beiden äußerlich sind, so ambivalent ist ihr Verhältnis zueinander – ein Gemisch aus Abscheu, Neid und Zusammengehörigkeit.&lt;br /&gt;Als die schöne Elena den italienischen Jurastudenten Fernando kennenlernt, weist alles auf eine leichte Sommerromanze hin und Anais bezieht ihren verhassten Beobachtungsposten. So verlieren beide gemeinsam ihre Unschuld, werden ertappt und die Handlung treibt langsam auf die finale Katastrophe zu. Catherine Breillat hat nach „Romance“ einen vielschichtigen Film inszeniert, der wiederum mit sexuellen Tabus bricht, doch leiser und behutsamer, als in ihrem Vorgängerwerk. Sie entzaubert die Romantik der ersten Liebe und kontrastiert ästhetische Bilder mit Dialogen, die in ihrer Unverstelltheit grausam sind.&lt;br /&gt;Dieser Film ist für alle Schwestern gemacht, die sich ihre zarte Zuneigung zueinander mit Hassliebe erkaufen mussten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858906775543504?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858906775543504/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858906775543504' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858906775543504'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858906775543504'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/03/ma-soeur.html' title='À ma soeur!'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111844043016306415</id><published>2003-02-23T23:45:00.000+01:00</published><updated>2005-06-15T15:36:42.493+02:00</updated><title type='text'>Der Alte Affe Angst</title><content type='html'>&lt;img src=http://img79.echo.cx/img79/9361/dalteaffeangst8ap.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0338714/&gt;Der alte Affe Angst&lt;/a&gt; (2003)&lt;br /&gt;R: Oskar Roehler&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Robert, ein egozentrischer Theaterregisseur und Marie, Kinderkrankenschwester, haben seit einem halben Jahr keinen Sex. Robert begehrt Marie einfach nicht mehr und lebt seine heimlichen Phantasien im Puff aus. Obwohl die beiden sich immer noch lieben, treibt ihre Beziehung in den Abgrund einer entgrenzten Verzweiflung, die man seinem ärgsten Feind nicht wünscht. Schreiorgien wechseln sich ab mit Szenen versöhnlicher Kindlichkeit. Verstärkt wird der Strudel der Dramatik außerdem durch Roberts sterbenden Erzeuger (Vadim Glowna), einer autobiographischen Figur, die der Regisseur seinem Vater nachempfunden hat. Dann liegt noch ein Kind auf der Krebsstation im Sterben, dessen Mutter HIV-positiv ist. Nicht viel Hoffnung in Sicht also und vielleicht hätte Oskar Roehler nicht soviel Elend gebraucht, um sein Plädoyer für die ganz große Liebe, das mit André Hennicke und Marie Bäumer perfekt besetzt ist, zu erzählen. Doch versteht der Kopf auch teilweise die verschlungenen Pfade der Geschichte nicht, will der Bauch einfach an die wahre Liebe glauben. Visuell ist der Film auf jeden Fall ein Erlebnis: Mit gut durchdachten Einstellungen und einem gelungenen Set Design, sowie ästhetisch kalten Bildern von Berlin, nimmt er uns mit in die „Hölle Großstadt“, in der wir einem Paar auf ihrer Suche nach sich selbst zusehen dürfen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mehr über &lt;a href=http://filmbericht.blogspot.com/2003/02/oskar-roehler.html&gt;Oskar Roehler&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111844043016306415?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111844043016306415/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111844043016306415' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111844043016306415'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111844043016306415'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/02/der-alte-affe-angst.html' title='Der Alte Affe Angst'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111884167259947395</id><published>2003-02-23T15:18:00.000+01:00</published><updated>2005-06-15T15:50:01.413+02:00</updated><title type='text'>Oskar Roehler</title><content type='html'>&lt;b&gt;„Ich wollte einfach nur die Liebe hochhalten“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=http://img231.echo.cx/img231/7025/roehler7ua.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mitten in Berlin, gleich neben der Gedächtniskirche saß &lt;a href=http://german.imdb.com/name/nm0753912/&gt;Oskar Roehler&lt;/a&gt; (44) in einem kahlen Konferenzzimmer, um bei Plätzchen und Milchkaffee über seinen neuen Film Der alte Affe Angst zu reden. Und weil der Regisseur eine sehr radikale Liebesgeschichte erzählt, die sich immer am Rand der exstatischen Verzweiflung bewegt, ist dies ein Gespräch geworden, welches sich hauptsächlich um die verschiedene Facetten der Liebe drehte. Und natürlich auch um den Film.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Wie ist das für Sie, wenn Sie mit wildfremden Leuten in einem dunklen Kinosaal sitzen und denen Ihren neuen Film zeigen? &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich mache ja Filme, weil es mir wichtig ist, dass die Leute sich die Mühe machen, sich in eine Straßenbahn zu setzen, Karten zu kaufen und dann in den Film zu gehen. Das ist etwas ganz anderes, als abends per Fernbedienung die Klotze anzuschalten. Im Vorfeld mache ich mir auch keine Gedanken, ob ich etwas von mir preisgebe. Ich finde es dann immer etwas komisch, wenn mich Leute ganz ernsthaft fragen, ob meine Filme etwas mit Therapie zu tun haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Sie haben auf der „Berlinale“ selber gesagt, Ihre Therapie habe gerade erst begonnen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Habe ich das? (lacht) Nun, dass wäre eine verdammt kostspielige Angelegenheit, wenn du dich für 4,5 Millionen eben mal ein bisschen therapierst. Aber Der Alte Affe Angst ist natürlich ein sehr persönlicher Film, mit dem sich vor allem meine Generation identifizieren kann. Viele Männer haben mir gesagt, dass sie sich hundertprozentig in die Situation hineinversetzen können, in der Robert und Marie gerade stecken und es gab Frauen, die mir erzählten, sie könnten sich absolut mit Marie identifizieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Sie machen es dem Zuschauer aber nicht gerade leicht Ihre Charaktere zu mögen, weder den egomanischen Robert, noch Marie, den perfekten Gutmenschen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke, dass Rollenbild hat sich in den letzten Jahren gewandelt und so sehen Leute in den Zwanzigern den Film vielleicht anders. Ich glaube zwar durchaus, dass auch jüngere Paare nicht leichtfertig mit der Liebe umgehen, habe aber leider keinen richtigen Zugriff auf deren Gedankenwelt. Ich sehe Marie nicht als verklemmten, blöden, guten Menschen, nur weil sie Robert nicht ständig kritisiert und verändern will. Sie liebt ihren Mann einfach und hat einiges mitzumachen. Und Robert versucht ja auch mit allen Mitteln gegen seine Dämonen zu kämpfen. Er liebt sie, nur hat er das Problem mit dem Sex.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Aber er will doch vor allem eine Frau, die er auf einen Sockel stellen kann. Es dreht sich alles um seine Bedürfnisse. Ist dauerhafte Liebe nur dann möglich, wenn einer sich für den anderen aufgibt?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sehe die Sexualität, der Männer ausgeliefert sind, als ein vorübergehendes Phänomen. Du unterliegst vielen Versuchungen, aber letztlich ist es keine elementare Sache. Ich habe schon das Gefühl, dass Männer extrem schwanzgesteuert sind. Sie wollen einfach nur ihre Triebe befriedigen. Frauen sind wesentlich geduldiger. Denen sind Freundschaft und Liebe wichtiger und sie denken, dass das mit dem Sex schon wieder funktionieren wird, wenn sie sich nur geschickt genug anstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Aber ist das nicht auch das unlösbare Dilemma Ihres Films?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erzähle die Geschichte dieser sehr komplexen Zweierbeziehung ja in einem bestimmten Zeitabschnitt, in denen die beiden es extrem schwierig haben. Aber der andere wird ja nicht zerstört, beleidigt, erniedrigt. Robert sagt ihr ja deshalb nicht, dass er zu Prostituierten geht, weil er sie behüten will und nicht weil er Angst vor ihrer Reaktion hat. Das ist sicher ein Fehler, den er macht. Robert ist süchtig nach körperlichen Sensationen, die schnell und krass sind. Die Besuche bei Prostituierten sind da für viele Männer eine ganz saubere Sache. Schmutzig wird es erst, wenn du eine Affäre anfängst und jemanden psychisch involvierst.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Aber das geht Frauen doch genauso. Es ist immer einfacher, jemanden nur physisch zu betrügen und auf der anderen Seite, ist es auch weniger schmerzhaft nur sexuell betrogen zu werden.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eben, ein sexueller Betrug würde mich gar nicht interessieren. Ich merke auch, dass ich früher einem Gefühl, welches ich auch heute noch kenne, eine viel größere Bedeutung beigemessen habe. Ich dachte immer, jetzt bist du verliebt. Heute mag ich die Leute einfach, die mir für einen kurzen Augenblick dieses Gefühl schenken. Meiner Frau gegenüber würde ich deshalb auch kein Sterbenswort davon erwähnen. Wenn du dich lange kennst, kannst du sowieso nur darüber lachen. Ich finde diese gewisse Abgeklärtheit sehr wichtig und natürlich spielt Respekt eine große Rolle. Ich will jemanden einfach immer wieder toll finden können, weil er mich überrascht und mich immer wieder kriegt in meiner kleinen Erbärmlichkeit und es trotzdem schon so lange mit mir aushält. Ich spreche von Emanzipation im wirklichen Sinne des Wortes, nicht von dieser eingebildeten Form, wo man nur Forderungen stellt. Außerdem hat sich meine Angst etwas zu verpassen komplett verlagert. Sie hat nichts mehr mit Sex zu tun, sondern geht eher in die Richtung, dass ich mir überlege, ob es möglich ist, noch was ganz anderes zu machen, noch einen anderen Aspekt des Lebens und der Welt zu entdecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Wollen Sie weg aus Berlin?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin bisher kein besonders sozialer Mensch gewesen und habe mich nie besonders um Leute gekümmert, die beispielsweise krank waren. Ich habe auch nicht viel von der Welt gesehen, weil ich immer das Gefühl hatte, Filme machen zu müssen und mich dafür mit der hiesigen Kultur auseinanderzusetzen. Das hat sich im Moment für mich verbraucht und ich würde gerne für zwei Jahre eine Auszeit nehmen. Ich kenne Leute, die sich sozial engagieren und Stiftungen ins Leben gerufen haben. Das interessiert mich im Moment sehr.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Sie haben gesagt, sie hätten im Vorfeld der Dreharbeiten sehr viel von Michel Houellebecq gelesen. Teilen Sie seine Überzeugung, dass durch die Praxis der künstlichen Befruchtung endlich Frieden zwischen den Geschlechtern einziehen könnte?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist für mich eine absolut romantische Vorstellung, die etwas schwulstig Pathetisches hat. Aber ich denke schon, dass es gewisse Mechanismen in der Liebe gibt. Zeiten in denen du verliebt bist und dich austobst, folgen irgendwann Zeiten, in denen andere Dinge wichtiger sind. Meine Großmutter hat mir mal erzählt, dass sie froh war, dass endlich Ruhe war, als mein Großvater aus dem Krieg heimkam. Sie hat ihm damals gesagt, hör zu, wir haben vier Kinder gezeugt, ich will nicht mehr mit dir schlafen und auch wenn wir noch vierzig Jahre vor uns haben, lass mich zufrieden damit. Ich habe zehn Jahre bei den beiden verbracht und hatte immer das Gefühl, dass sie in einer unheimlich friedlichen Eintracht zusammenleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Also doch eine im weitesten Sinne houellebecq´sche Lösung?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wahrscheinlich! (lacht) Aber Sex ist ja auch eine unheimlich aufrührerische Sache zwischen den Geschlechtern, was ja auch wiederum toll ist. Leider bin ich kein Psychiater, sonst hätte ich mich in dieser Hinsicht schon selber gesund therapiert!&lt;br /&gt;Ich fand eine Stelle in Elementarteilchen unheimlich interessant, wenn man über  Beziehungen nachdenkt. Da geht dieses Paar in einen Swingerclub. Dabei sind solche Clubs ja fürchterlich spießig. Ich war mit meiner Frau auch mal in zwei von diesen Dingern, weil wir Lust hatten, uns das mal anzukucken. Und da standen wir dann, total angewiedert und sind nach einer Viertelstunde wieder gegangen, weil da überhaupt nichts in irgendeiner Form gegangen wäre. Aber das sind solche Sachen, über die, glaube ich, alle mal nachdenken – wie soll man zusammenleben, soll man zusammen alt werden, welchen Preis muss man dafür zahlen?  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Welche Rolle spielt eigentlich die Vater-Sohn-Beziehung in diesem Film?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch über diese Geschichte definiert sich die Liebe meiner Hauptfiguren. Wenn jemand stirbt – und das ist mir auch tatsächlich mit meinem Vater passiert – dann entsteht mit dem Anderen, wenn er das in irgendeiner Form teilt, eine ganz enge Bindung. Er bringt dich zur Türe, während du an einen Ort fahren musst, wo gerade einer der wichtigsten Menschen in deinem Leben im Sterben liegt. In der Situation bist du auf den Anderen total angewiesen und merkst, ob er dir die Treue hält oder nicht. Ab einem bestimmten Alter, hast du einfach immer mit dem Problem zu kämpfen, dass deine Eltern sterben könnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Eine dieser Grundängste?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der alte Affe Angst ist für mich eigentlich eine Metapher für alle Urängste, als ständiger Begleiter der Menschheit. Je differenzierter du denkst, desto facettenreicher werden die Gründe, an denen du diese Angst festmachst: alt zu werden, zu sterben, jemanden zu verlieren, nicht genug zu sein. Ich habe das Gefühl, dass unsere Gesellschaft hauptsächlich von Ängsten gesteuert wird, dass wir im Prinzip ständig mit Dingen konfrontiert werden, die uns Angst einjagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;In Ihren Filmen spielt die Visualität eine entscheidende Rolle. Denken Sie, wenn Sie eine Geschichte schreiben, auch schon in Bildern?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich an etwas denke, dann sind es eher Orte, die einen gewissen Zauber für mich haben, weil dort etwas Bestimmtes passiert ist. Aber prinzipiell entstehen die Geschichten ganz unterschiedlich. Bei der Unberührbaren war sie ganz tief in mir versenkt und am Ende hatte ich das Gefühl, ich möchte diese Frau auf eine Reise durch ihre Vergangenheit schicken. Ich hatte ein Bild von einer Frau mit einer großen Perücke vor Augen, die auf der Erde, die nur so groß wie ein Fußballfeld ist, durch Schnee und Eis und die Jahreszeiten läuft. Alter Affe Angst ist aktueller und hat deshalb vielleicht auch nicht so eine Tiefe, sondern eher etwas von einem gegenwärtigen Kampf. Mir war der rührende Aspekt wichtig, dass sich zwei Menschen lieben wollen, dafür aber akzeptieren müssen, dass sie in ihrer Liebe Kinder bleiben werden und nie die Liebe von Erwachsenen leben können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Trotz der sehr emotionalen Themen, die Sie aufgreifen und der starken visuellen Umsetzung hat man immer das Gefühl, Sie schalten einen Filter zwischen Film und Publikum. Man wird nie richtig emotional in die Handlung hineingezogen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe von vielen Leuten gehört, dass sie zu diesem Film direkten Zugang gefunden haben und sogar heulen mussten. Aber es ist sicher so, dass ich in meinen Filmen nicht wirklich eine leise Spannung aufbaue, um zu dramatischen Höhepunkten zu gelangen. Bei mir ist alles eher gerafft und die relativ dramatischen Szenen häufen sich. Ich lerne aber besser damit umzugehen, damit man öfters mal den Eindruck von Realität vermittelt bekommt. Mir fällt das unheimlich schwer, denn ich kann dem Normalen oft keine interessanten Seiten abgewinnen. Und an dieser besagten Häufung von Drama scheiden sich natürlich die Geister, das ist klar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mehr über &lt;a href=http://filmbericht.blogspot.com/2003/02/der-alte-affe-angst.html&gt;Der Alte Affe Angst&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111884167259947395?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111884167259947395/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111884167259947395' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111884167259947395'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111884167259947395'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/02/oskar-roehler.html' title='Oskar Roehler'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858981506047796</id><published>2003-02-21T17:22:00.000+01:00</published><updated>2005-06-14T00:06:10.280+02:00</updated><title type='text'>The Hours</title><content type='html'>&lt;img src=http://img79.echo.cx/img79/9352/hours0zv.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0274558/&gt;The Hours&lt;/a&gt; (2002)&lt;br /&gt;R: Stephen Daldry&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mrs. Dalloway sagte, sie wolle die Blumen selber kaufen“, schreibt Virginia Woolfe (Nicole Kidman) 1923 in Sussex, einem kleinen Vorort von London, als ersten Satz ihres neuen Buches. Zur gleichen Zeit geht Mrs. Dalloway (Meryl Streep) im New York der Gegenwart in einen Blumenladen, um dort Arrangements für eine Party zu bestellen, die sie zu Ehren ihres an Aids sterbenden Freundes Richard geben will, der einen Schriftstellerpreis für sein Lebenswerk verliehen bekommt. Während sie noch versonnen an einem Strauß Rosen riecht, liest in einer biederen Einfamilienhausgegend im Los Angeles der 50er Jahre, die Hausfrau Laura Brown (Julianne Moore) gerade „Mrs. Dalloway”. Verknüpft werden die drei Frauenschicksale durch den bitteren Faden der Depression und einer Müdigkeit am Leben, der sie auf verschiedenen Wegen zu entrinnen suchen. Stephen Daldry ist mit diesem Film ein wunderschön melancholisches Meisterwerk gelungen, welches vor allem durch die drei Hauptdarstellerinnen – sie erhielten für ihre Performance gemeinsam den „Goldenen Bären“ in Berlin – und der großartigen Filmmusik von Phillip Glass zu einer sehr sehenswerten Odysee durch drei Frauengenerationen wird. Einfach ein Film für alle, die auch manchmal das Gefühl haben, „es sei sehr sehr gefährlich, auch nur einen Tag zu leben“.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858981506047796?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858981506047796/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858981506047796' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858981506047796'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858981506047796'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/02/hours.html' title='The Hours'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858848043547218</id><published>2003-02-21T17:00:00.000+01:00</published><updated>2005-06-14T00:00:19.646+02:00</updated><title type='text'>Confessions of a Dangerous Mind</title><content type='html'>&lt;img src=http://img131.echo.cx/img131/4662/confes4jx.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0290538/&gt;Confessions of a Dangerous Mind&lt;/a&gt; (2002)&lt;br /&gt;R: George Clooney&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt schon in der Schule Klassenunterschiede zwischen Männern: die die Frauen kriegen und welche, die immer nur den anderen beim Knutschen zukucken dürfen. Chuck Barris (Sam Rockwell) gehört zu Kategorie zwei. Doch was tun, um trotzdem die eine oder andere Frau zum Beischlaf zu überreden, wenn einem das nötige Gewinnerpotential fehlt? Barris beschließt Fernsehproduzent zu werden und beschert der Welt die „Dating Show“, die „Gong Show“ und andere Grundsäulen der amerikanischen Unterhaltungsindustrie. Penny (Drew Barrymore), die ihn kennenlernt, als er gerade schlechten Sex mit ihrer Mitbewohnerin hinter sich gebracht hat, hätte ihn auch als Mr. Niemand genommen und das erste Mal in seinem Leben gibt es so etwas wie Hoffnung auf eine ganz normale Liebe. Doch dann eröffnet ihm CIA Agent Jim Byrd (George Clooney), dass er genau in das Profil des amerikanischen Geheimdienstes passt – er sei der geborene Killer. George Clooney inszeniert in seinem Regiedebüt das Doppelleben der TV-Legende Barris als unterhaltsamen Balanceakt zwischen Drama und Komödie, welcher an einigen Stellen allerdings etwas zu sehr in Klischees abrutscht. So wähnt man die gezeigte Kneipe im „romantischen West-Berlin“ eher in Oberbayern und die heiße Liebeszene zwischen Barris und der geheimnisvollen Agentin (Julia Roberts) hat den Charme einer pubertären Jünglingsphantasie. Aber eigentlich passt dies ja auch wieder, denn Männer wie Chuck Barris haben jede Menge davon nachzuholen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858848043547218?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858848043547218/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858848043547218' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858848043547218'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858848043547218'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/02/confessions-of-dangerous-mind.html' title='Confessions of a Dangerous Mind'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858797617029071</id><published>2003-02-21T16:49:00.000+01:00</published><updated>2005-06-13T23:54:30.593+02:00</updated><title type='text'>Hero</title><content type='html'>&lt;img src=http://img63.echo.cx/img63/8797/hero0dn.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0299977/&gt;Hero&lt;/A&gt; (2002)&lt;br /&gt;R: Yimou Zhang&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;China ist gegen Ende der „Epoche der kämpfenden Staaten“ (481-221 v.Chr.) in sieben Königreiche zerfallen. Der Herrscher über die nördliche Provinz Qin will die sieben Teile zu einer mächtigen Dynastie unter seiner Führung einigen. Aber er hat erbitterte Gegner, die diesen Vorherrschaftsanspruch durch ein Attentat vereiteln wollen: Broken Sword, Flying Snow und Sky. Auf sie hat der König ein Kopfgeld ausgesetzt. Eines Tages steht ein Namenloser vor seinen Toren, um ihm die Schwerter der drei Gesuchten zu überbringen. &lt;br /&gt;Der Altmeister des chinesischen Kinos Zhang Yimou wollte „einen poetischen Film über Kong Fu“ inszenieren, in dem er „die geistige Ebene des Schwertkampfes“ zeigen möchte. Als Kind habe er viele Bücher über das Thema gelesen und es hätte ihn immer beeindruckt, dass die Helden den Gegner eigentlich mit ihrem Herzen und ihrem Geist besiegten und nicht mit dem Schwert. Die Bilder und Symbole, die Yimou für seine lyrische Version eines Kong-Fu-Filmes verwendet, sind von einer erhabenen Ästhetik, die an pompöse Operninszenierungen erinnern und von Tan Duns Filmmusik getragen werden. Die natürliche Kulisse bilden berühmte chinesische Landschaften. Unterteilt in unterschiedliche Farbskalen, erzählt der Regisseur eine Geschichte über „Passion, Liebe, Wahrheit und Erinnerung“, gleichzeitig aber auch die Wandlung eines totalitären Herrschers, der am Ende zum Helden wird, weil er erkennt, dass er sich um sein Volk kümmern muss, um es zu einen. In China gab es eine Debatte um die Darstellung des Königs, aber auch das westliche Publikum fragt sich, ob Yimou mit seiner Auflösung der Geschichte nicht eine tyrannische Diktatur mystifiziert. Der Regisseur gab zu Protokoll, er habe kein politisches Statement abgeben wollen, Kong-Fu habe jedoch den Frieden zum Anliegen. In heutigen Zeiten ist das wohl Statement genug.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858797617029071?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858797617029071/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858797617029071' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858797617029071'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858797617029071'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/02/hero.html' title='Hero'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858766821554267</id><published>2003-01-03T16:47:00.000+01:00</published><updated>2005-06-13T23:49:21.946+02:00</updated><title type='text'>19</title><content type='html'>&lt;img src=http://img156.echo.cx/img156/4996/196ln.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://german.imdb.com/title/tt0262196/&gt;19&lt;/a&gt; (2000)&lt;br /&gt;R: Kazushi Watanabe&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt sie noch, die Unterscheidung in Filme für Jungs und welche für Mädchen. „19“ ist einer für Kerls. Im Dunkel des Kinosaales hört man sie flüstern: „cooles Shirt“ und „das sind die Sneakers von denen ich dir erzählt habe, die mit der limitierten Auflage“. Die Story finden sie „geil“. Kann man durchaus: Usami, ein junger Student, Sorte niedlich und scheu, wird von einer Halbstarken-Gang, die anscheinend sonst nix mit ihrem Tag anzufangen weiß, entführt. Die drei nehmen ihn mit auf ihrer ziellosen Fahrt durch den Tag, zum Shoppen, in die Spielhalle, zum Autos-Knacken und Am-Strand-Rumhängen. Das ist es eigentlich – fast! Die Willkür des Stärkeren, die Kazushi Watanabe fast beiläufig inszeniert – er gibt übrigens auch den durchgeknallten Anführer der Bande - steht im verstörenden Kontrast zur Werbe-Ästhetik der Bilder, die teils grobkörnig und hip-ausgebleicht zum Ausschneiden schön sind. „It´s better to burn out than fade away“, steht auf einem der Shirt-Rücken geschrieben – dieser Film ist ein langer, doch sehenswerter „fade“.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858766821554267?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858766821554267/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858766821554267' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858766821554267'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858766821554267'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2003/01/19.html' title='19'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-13575469.post-111858815488576394</id><published>2002-12-10T16:53:00.000+01:00</published><updated>2005-06-14T00:57:22.260+02:00</updated><title type='text'>Le Pornographe</title><content type='html'>&lt;img src=http://img246.echo.cx/img246/9681/bertrandbonello7nc.jpg&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://www.blogger.com/&gt;Le Pornographe&lt;/a&gt; (Frankreich 2001)&lt;br /&gt;R: Bertrand Bonello&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jaques Laurent steht in der Ecke am Fenster. Er, ein Porno-Regisseur mit charismatisch geschnittenem Gesicht und dem Charme alternder Intellektueller, steht sehr oft einfach da in diesem Film, immer die Hände in den Hosentaschen. Ein stilles Leiden, weil er, der in den 70ern Filme mit Sex drin inszeniert hat, um gegen das Establishment zu produzieren, jetzt selbst zu diesem gehört? Oder die Scham seinem Sohn gegenüber, der ihm gerade das lange nicht verzeihen konnte? Man kann sich das alles denken, sehen auf der Leinwand nicht. Das Schauspiel der „richtigen“ Akteure in diesem Film unterscheidet sich bis auf wenige Szenen kaum merklich von dem der Pornodarsteller in den ersten Sequenzen – sie interagieren zwar mit- aber doch nebeneinander. Ob dies als Konzept gemeint ist, weiß nur der Regisseur. Die Handlung wirkt jedenfalls hölzern und der tiefere Sinn wird dem Zuschauer durchgängig in gesellschaftskritischen Monologen über Computertechnologie, Vereinsamung und Ehe à la Houellebecq beigebracht. Einen leisen Film, der Antworten nur zwischen den Zeilen gibt und Platz für eigene Gedankenspiele läßt, muss man in einer anderen Vorstellung suchen, auch wenn „Le Pornographe“ wohl als solcher gedacht war.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/13575469-111858815488576394?l=filmbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://filmbericht.blogspot.com/feeds/111858815488576394/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=13575469&amp;postID=111858815488576394' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858815488576394'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/13575469/posts/default/111858815488576394'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://filmbericht.blogspot.com/2002/12/le-pornographe.html' title='Le Pornographe'/><author><name>Susanne Schulz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17856054612735769527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://img91.echo.cx/img91/5859/sanneschulz9tz.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
